Spielberichte

„Die Jungs haben den Matchplan absolut angenommen“ – Traun nimmt aus Schwertberg drei Punkte mit

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ASKÖ Schwertberg
SV HAKA Traun

Im Kellerduell der Landesliga Ost hat sich ASKÖ Steinbach Schwertberg am Freitagabend dem SV HAKA Traun mit 0:1 geschlagen geben müssen. Lange sah es nach einer zähen Partie ohne großen Glanz aus, ehe Nedim Duric in der 77. Minute den entscheidenden Treffer setzte. Traun-Trainer Peter Prokopczyk sah den Ausschlag vor allem darin, dass seine Mannschaft den Matchplan annahm und speziell vor der Pause mehr vom Spiel hatte.

Gestapelte Bälle auf Rasen

Foto von Pedram Raz auf Unsplash

Ein Kellerduell, das über Einsatz und Geduld lief

Dass in dieser Partie nicht die spielerische Leichtigkeit im Mittelpunkt stehen würde, war für Peter Prokopczyk von Beginn an spürbar. Der Trauner Trainer ordnete die 90 Minuten sehr nüchtern ein und sprach von einem Spiel, in dem beide Mannschaften die Tabellensituation mit auf den Platz brachten. „Man hat gemerkt, dass sich beide Mannschaften im Tabellenkeller befinden. Von dem her war es ein Spiel, das man über den Kampf und über die Laufbereitschaft entscheiden kann“, sagte Prokopczyk. Genau so entwickelte sich die Begegnung dann auch. Vieles lief über Zweikämpfe, über Intensität und über die Frage, welches Team sich in den entscheidenden Phasen besser in die Partie hineinbeißen würde. Der Coach machte kein Geheimnis daraus, dass es „nicht unbedingt eine Augenweide“ war, betonte aber zugleich, dass seine Mannschaft genau den Charakter zeigte, den so ein Auswärtsspiel verlangt. Für ihn war es ein kampfbetontes Match, das Traun „letzten Endes verdienterweise“ für sich entschieden habe.


Traun vor der Pause aktiver, nach dem Seitenwechsel ausgeglichener

Wichtig für die Einordnung des Ergebnisses war aus Sicht des Trainers vor allem die erste Halbzeit. Zwar ging es mit einem 0:0 in die Kabinen, doch Prokopczyk sah seine Mannschaft in dieser Phase im Vorteil. „Aufgrund der ersten Halbzeit war ich der Meinung, dass wir die bessere Mannschaft waren“, erklärte er. Das ist auch der Punkt, auf den er seine Bewertung des knappen Auswärtssieges stützt. Nach der Pause änderte sich das Bild laut Prokopczyk etwas. „Zweite Halbzeit war es ein sehr ausgeglichenes Spiel“, sagte der Trauner Trainer. Gerade deshalb bekam die eine gelungene Offensivaktion, die schließlich zum Tor führte, besonderes Gewicht. In einem Spiel, in dem es nur wenig Raum und kaum einfache Lösungen gab, reichte am Ende eine sauber ausgespielte Szene. Traun blieb damit in einem engen Match geduldig, verlor die Ordnung nicht und brachte die Partie aus Sicht des Trainers vor allem deshalb auf seine Seite, weil die Mannschaft zuvor bereits die bessere Grundlage gelegt hatte.

Duric vollendet die Aktion, die der Trainer sehen wollte

Der entscheidende Moment folgte in der 77. Minute, und genau diese Szene hob Prokopczyk nach dem Schlusspfiff besonders hervor. Für ihn war das 1:0 nicht einfach irgendein Treffer, sondern genau jene Art von Angriff, die seine Mannschaft gesucht hatte. „Es war ein schöner Steckpass durch die Abwehrreihen von Schwertberg, und Nedim Duric hat das dann sehr entschlossen und sehr präzise verwertet“, sagte der Trainer. Mehr noch: Prokopczyk verwies darauf, dass diese Aktion direkt dem entsprochen habe, was er seiner Mannschaft mitgegeben hatte. „So wollten wir Tore schießen. Ich habe der Mannschaft mitgeteilt, dass wir die Bälle in die Tiefe spielen sollen. Genau so war das.“ Damit wurde das Tor nicht nur zum spielentscheidenden Moment, sondern auch zur Bestätigung des Plans. Duric setzte die Vorgabe konsequent um und verwertete jene Gelegenheit, die sich in einem umkämpften und lange ausgeglichenen Match eben nicht oft ergibt.

Viel Lob für die eigene Mannschaft, klare Worte auch zum Schiedsrichterteam

Am deutlichsten wurde Prokopczyk, als es um die Leistung seiner eigenen Mannschaft ging. Der Trauner Trainer sprach davon, dass die Woche vor dem Spiel bereits in die richtige Richtung gegangen sei und sich die Arbeit nun im Ergebnis niedergeschlagen habe. „Was besonders gut funktioniert hat, war, dass die Jungs den Matchplan absolut angenommen haben“, sagte er. Traun habe unter der Woche „mit viel Qualität“, „mit großer Energie“ und „mit richtig guter Leidenschaft“ trainiert, und genau das habe man nun auch auf dem Platz gesehen. Verbesserungspotenzial sieht Prokopczyk zwar weiterhin, vor allem „im Offensivspiel“, wo seine Mannschaft „präziser und genauer werden“ müsse, doch grundsätzlich wollte er seinen Spielern keinen Vorwurf machen. „Es war eine kämpferisch tolle Leistung. Jeder Spieler hat alles probiert“, hielt er fest. Den Gegner beschrieb er als „sehr bemüht“, ohne dabei weitere auffällige Punkte hervorzuheben. Ebenso eindeutig fiel seine Einschätzung zum Schiedsrichterteam aus: „Topleistung vom Schiedsrichterteam. Es gibt keine Situation, die irgendwie zum Diskutieren ist.“ Für Traun zählt damit vor allem, dass in einem direkten Duell im unteren Tabellenbereich nicht viel nötig war, um den Unterschied zu machen: Disziplin, Konsequenz und ein Treffer zur richtigen Zeit.

Landesliga Ost: ASKÖ Schwertberg : SV HAKA Traun - 0:1 (0:0)

  • 77
    Nedim Duric 0:1