Spielberichte

„Wir haben es auch verstanden, die Phasen, in denen wir leiden mussten, mit Bravour zu überstehen“ – Donau holt ein 3:2

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ASKÖ Donau Linz
SPG Rohrbach-Berg/Altenf.

In der Landesliga Ost hat ASKÖ Donau Linz am Freitagabend gegen die SPG UFC Hama Trucks Rohrbach-Berg/Altenfelden einen umkämpften 3:2-Heimsieg eingefahren. Für Trainer Alexander Steinkellner war es ein Auftritt, in dem seine Mannschaft viel richtig machte, auch wenn es bis zum Schluss eng blieb. Vor allem die starke erste Halbzeit und das Verhalten in den Druckphasen des Gegners waren für ihn die Basis für drei wichtige Punkte.

Fußballschuhe auf Rasen

Foto: Harald Dostal/fodo.media

Starker Beginn, aber zuerst der Rückschlag

Donau hatte nach Einschätzung des eigenen Trainers vom Start weg das Spiel in der Hand. „Wir haben gleich zu Beginn die Spielkontrolle gehabt“, sagte Steinkellner, der seine Mannschaft genau so gesehen hatte, wie er es erwartet hatte. Rohrbach stand kompakt, lauerte auf Umschaltsituationen und wollte Donau keine einfachen Räume geben. Gerade deshalb war Steinkellner mit dem ersten Durchgang seiner Elf zufrieden, weil sie immer wieder über die Flügel in gute Zonen kam. „Vor allem in der ersten Halbzeit haben wir das sehr gut gemacht, immer wieder Überzahlsituationen auf den Flügelpositionen hergestellt“, erklärte der Donau-Coach. Dazu kamen mehrere gute Möglichkeiten, die zunächst ungenützt blieben oder sogar noch auf der Linie geklärt wurden. Umso bitterer war aus Sicht der Gastgeber der Rückstand in der 30. Minute, als Ales Nesicky eine Umschaltsituation zur Rohrbacher Führung nutzte. Donau ließ sich davon aber nicht aus dem Konzept bringen. In der 39. Minute kam die Antwort: Nach einem Freistoß von Nenad Vidackovic landete der Ball bei Aid Vojic, der den Abpraller zum 1:1 verwertete. Mit diesem Ausgleich ging es in eine Pause, in der sich Donau für den betriebenen Aufwand zumindest teilweise belohnt hatte.


Nach der Pause dreht Donau die Partie

Auch der Start in die zweite Hälfte gelang den Linzern, und diesmal schlug sich die Überlegenheit rascher auf der Anzeigetafel nieder. Steinkellner sprach davon, dass seine Mannschaft „eigentlich gleich sehr gut ins Spiel gekommen“ sei, und genau daraus entstand auch die Führung. In der 55. Minute brachte Adnan Midzic eine Flanke zur Mitte, wo Nenad Vidackovic freistehend zum Kopfball kam und das 2:1 erzielte. Donau hatte das Spiel damit gedreht, doch erledigt war die Sache noch lange nicht. Der Trainer schilderte offen, dass danach das Momentum zeitweise zu Rohrbach kippte. Die Gäste wurden stärker, drückten Donau phasenweise nach hinten und waren spürbar besser im Spiel. Gerade in dieser Phase half den Gastgebern aber das 3:1 in der 71. Minute. Nach einer gut ausgespielten Aktion landete der Ball bei Philipp Stangl, dessen Abschluss an den Pfosten ging, ehe Michael Dietl den Abpraller verwertete. Wer meinte, die Partie sei damit entschieden, wurde allerdings eines Besseren belehrt. Rohrbach ging danach „All In“, wie es Steinkellner nannte, und kam in der 81. Minute nach einem Fehler im Donau-Aufbauspiel durch Ales Nesicky noch einmal auf 3:2 heran. Ganz ruhig blieb es damit bis zum Schlusspfiff nicht, auch wenn Donau laut seinem Trainer danach wieder Stabilität fand und das Spiel letztlich „souverän heimverteidigt“ habe. Dazu kamen in der Schlussphase sogar noch Kontermöglichkeiten, die aber nicht konsequent genug ausgespielt wurden.

„Wir haben heute beide Phasen sehr gut im Griff gehabt“

Interessant war, dass Steinkellner das Spiel nicht auf eine einzige Szene herunterbrechen wollte. Für ihn lag der entscheidende Punkt vielmehr darin, dass seine Mannschaft auf unterschiedliche Anforderungen die richtigen Antworten fand. „Ich würde es gar nicht auf einen Moment festlegen“, sagte er und hob stattdessen die Umsetzung der Vorgaben hervor. Besonders die Phase bis zum Gegentor habe ihm gefallen, weil Donau genau zu jenen Situationen gekommen sei, die man sich vorgenommen hatte. Ärgerlich war aus seiner Sicht nur, dass in dieser starken Phase der Führungstreffer nicht fiel. Insgesamt sah er aber ein komplettes Spiel seiner Mannschaft. „Wir haben heute beide Phasen sehr gut im Griff gehabt“, meinte Steinkellner. Damit meinte er einerseits das Positions- und Passspiel, aus dem Donau immer wieder zu Offensivaktionen kam, andererseits aber auch die Momente, in denen der Gegner Druck machte und man selbst leiden musste. Gerade da gefiel ihm der Auftritt seiner Mannschaft besonders: „Wir haben es auch verstanden, die Phasen, in denen wir leiden mussten, mit Bravour zu überstehen.“ Diese Mischung aus spielerischer Kontrolle und Widerstandsfähigkeit war für ihn der Hauptgrund, warum Donau dieses enge Heimspiel für sich entscheiden konnte.

Respekt für Rohrbach und ein Sieg mit Gewicht

Dass dieser Erfolg für Donau mehr war als ein gewöhnlicher Heimsieg, machte der Trainer auch mit seinem Blick auf den Gegner klar. „Donau gegen Rohrbach ist immer ein Fifty-fifty-Spiel“, sagte Steinkellner, und so habe sich die Partie für ihn auch diesmal angefühlt. Für die Zuschauer sei es eine „Top-Partie vom Landesliga-Niveau“ gewesen. Besonders viel Respekt hatte er vor der Qualität der Gäste im Zentrum und in der Spitze, und dort stach natürlich Doppelpacker Ales Nesicky heraus. „Mit Ales Nesicky haben sie wahrscheinlich den besten Spieler in der Liga im Kader“, meinte Steinkellner, der Rohrbach überhaupt „ganz klar“ zu den stärkeren Gegnern zählte, denen Donau bisher begegnet ist. Umso zufriedener war er mit dem eigenen Auftritt. „In Summe kann man heute mit der Leistung der Mannschaft sehr zufrieden sein“, lautete sein klares Fazit. Auch rund um das Spiel selbst gab es aus seiner Sicht keinen Nebenschauplatz, über den diskutiert werden müsste. Strittige Szenen sah er keine, den Unparteiischen lobte er ausdrücklich dafür, die Partie „sehr gut im Griff“ gehabt zu haben. In der Tabelle bleibt Donau mit 36 Punkten nach 13 Spielen ganz vorne dran und verteidigt Rang zwei. Gegen einen so starken Gegner war das 3:2 damit nicht nur ein enger, sondern auch ein besonders wertvoller Heimsieg.

Landesliga Ost: Donau Linz : SPG Rohrbach-Berg/Altenf. - 3:2 (1:1)

  • 81
    Ales Nesicky 3:2
  • 71
    Michael Dietl 3:1
  • 55
    Nenad Vidackovic 2:1
  • 39
    Aid Vojic 1:1
  • 30
    Ales Nesicky 0:1