Regionalliga Mitte

USV St. Anna/A. legt am Transfermarkt noch einmal nach

Beim USV St. Anna/A., dem Schlusslicht der Regionalliga Mitte, bleibt in diesem Transferfenster kein Stein auf dem anderen. Bereits vor zwei Wochen standen sechs Abgänge und vier Neuzugänge fest. Kurz vor Transferschluss gaben die Südoststeirer aber weitere vier Neuzugänge bekannt. Vor allem die Defensive wurde mit den vier Transfers weiter verstärkt. Außerdem ist unter den vier Neuzugängen auch ein sehr bekannter Name, der fast 50 Bundesliga-Spiele vorweisen kann.

Der ehemalige Bundesliga-Profi Gerald Nutz kickt ab sofort in Sankt AnnaDer ehemalige Bundesliga-Profi Gerald Nutz kickt ab sofort in Sankt Anna

Mit der Verpflichtung von Gerald Nutz gelang dem USV St. Anna/A. kurz vor dem Ende der Transferphase ein echter Transfercoup. Der 32-Jährige kickte zuletzt zwar nur mehr in der Oberliga Süd-Ost beim SV Feldbach, im Laufe seiner erfolgreichen Karriere sammelte er aber mehr als 200 Einsätze in den höchsten zwei Spielklassen Österreichs. Über die Nachwuchsabteilung der KSV schaffte der Mittelfeldspieler den Sprung in die zweite Liga. Dort lief er für die Kapfenberger, den GAK und den SV Lafnitz insgesamt 159-mal auf und erzielte neun Treffer. Für den WAC kam der Linksfuß sogar zu 49 Bundesliga-Einsätzen. Auch die Regionalliga Mitte lernte Nutz in seiner langen Karriere schon kennen. Dementsprechend weiß er, was ihn in Sankt Anna erwartet. Bei den Südoststeirern soll er mit seiner Erfahrung und seiner fußballerischen Klasse das Spiel lenken und für Kreativität sorgen. Neben der Verpflichtung von Nutz vermeldete der Tabellenletzte drei weitere Neuzugänge. Allesamt kommen mit dem klaren Auftrag, die wacklige Defensive zu stabilisieren.

Mehr Stabilität durch drei neue Abwehrspieler

Mit 44 Gegentreffern war die Defensive der Mikovits-Truppe die anfälligste der gesamten Liga. Durch die Verpflichtung von drei neuen Abwehrspielern soll sich das im Frühjahr bessern. Einerseits bedienten sich die Südoststeirer bei Ligakonkurrent Lafnitz und holten den gebürtigen Kroaten Aljaz Dzankic. Nach Stationen in Slowenien, Italien und den USA kam der 23-jährige Innenverteidiger im Sommer 2025 erstmals nach Österreich. Der ehemalige Nachwuchsnationalspieler Kroatiens stand in der Liga 14-mal für die Lafnitzer am Platz und gehörte somit zum Stammpersonal. Andererseits wurden die Südoststeirer auch im Ausland fündig. Denn mit Daniel Macej kommt ein tschechischer Innenverteidiger ins Weindorf, der bisher nur in seiner Heimat, in Italien und zuletzt in der Slowakei kickte. Auch der 21-jährige Macej ist ehemaliger Juniorennationalspieler und verfügt über Erfahrungen aus der zweiten slowakischen Liga. Aljaz Dzankic lief im Herbst für Lafnitz aufAljaz Dzankic lief im Herbst für Lafnitz auf

Beide bringen mit über 1,90 Metern auch körperliche Präsenz mit und sollen mit ihrer Physis die Abwehr der Steirer stabilisieren. Neben diesen beiden Hünen angelten sich der Regionalligist auch ein Abwehrtalent von Bundesligist Hartberg, das vor allem in Zukunft eine Rolle spielen soll. Der 18-jährige Robert Pfingstl wechselt nämlich vom TSV zur Mikovits-Elf. Für die Amateure der Hartberger kam der Verteidiger zweimal in der Landesliga zum Einsatz. Dementsprechend wird er noch ein wenig Zeit brauchen, bis er dem USV St. Anna/A. in der Regionalliga weiterhelfen kann. Zusammen mit den anderen drei Neuzugängen beschließt er ein ereignisreiches Transferfenster des USV St. Anna/A. Mit insgesamt acht Neuzugängen starten die Südoststeirer in die Rückrunde, mit dem klaren Ziel Klassenerhalt.

 

Fotos: RIPU