Beim USV St. Anna/Aigen ist die Suche nach einem neuen sportlichen Verantwortlichen nur wenige Tage nach der Trennung von Patrick Mikovits bereits beendet. Der Regionalliga-Mitte-Klub präsentierte am Mittwochabend mit Wolfgang Schalk einen erfahrenen neuen Cheftrainer. Unterstützt wird er künftig von Gerald Friedl, mit dem ihn bereits eine erfolgreiche gemeinsame Vergangenheit verbindet. In St. Anna beginnt damit das nächste Kapitel in einer sportlich äußerst schwierigen Jahr.

Das offizielle Foto zum Neubeginn - Trainer Schalk wurde heute vorgestellt.
Bereits zum Wochenbeginn hatte der Verein die Trennung von Patrick Mikovits offiziell bekanntgegeben. Nun reagierten die Verantwortlichen rasch und holten ein Trainerduo, das zuletzt beim TuS Bad Waltersdorf für Aufsehen sorgte. Dort führten Schalk und Friedl die Oststeirer zunächst in der Saison 2022/23 zum Vizemeistertitel in der Oberliga Süd-Ost, ehe im Jahr darauf sogar der Aufstieg in die Landesliga gelang.
Der neue starke Mann an der Seitenlinie heißt somit Wolfgang Schalk. Der Inhaber der UEFA-A-Lizenz gilt als akribischer Arbeiter und bringt zusätzlich viel Erfahrung aus dem Nachwuchsbereich mit. Neben seiner Tätigkeit als Trainer fungiert Schalk beim Burgenländischen Fußballverband auch als Referent für die Nachwuchs-Trainerausbildung. Gemeinsam mit Co-Trainer Gerald Friedl soll nun in St. Anna/Aigen wieder Stabilität einkehren.
In der offiziellen Aussendung des Vereins wird die Vorfreude auf die Zusammenarbeit deutlich formuliert: „Wir dürfen das neue Trainerteam mit Wolfgang Schalk als Cheftrainer und Gerald Friedl als Co-Trainer bei uns begrüßen.“
Zudem verweist der Klub auf die erfolgreiche gemeinsame Vergangenheit der beiden Trainer: „In dieser erfolgreichen Zeit wurde mit großem Einsatz und viel positiver Energie sehr gute Arbeit geleistet und es entwickelte sich bei beiden eine innige Freundschaft.“
Für den USV St. Anna/Aigen geht es nun darum, in einer sportlich schwierigen Phase neue Impulse zu setzen. Die Südoststeirer halten nach 25 Runden weiterhin am Tabellenende der Regionalliga Mitte und stehen massiv unter Druck. Nach der Trennung von Hannes Höller im Herbst und dem nun erfolgten Aus von Patrick Mikovits übernimmt mit Wolfgang Schalk bereits der dritte Cheftrainer in dieser Saison.
Gerade deshalb ruhen nun viele Hoffnungen auf dem neuen Trainerteam. Schalk soll nicht nur kurzfristig sportliche Stabilität bringen, sondern auch eine klare Richtung für die Zukunft vorgeben. Besonders die Erfahrung aus erfolgreichen Aufbaujahren in Bad Waltersdorf könnte sich dabei als wichtiger Faktor erweisen. In St. Anna setzt man nun bewusst auf Erfahrung, Struktur und Ruhe in einer Phase, in der der Verein genau diese Eigenschaften dringend benötigt.
Viel Zeit zum Eingewöhnen bleibt dem neuen Coach allerdings nicht. Bereits am Samstag wartet zuhause gegen Deutschlandsberg die nächste schwierige Aufgabe in der Regionalliga Mitte. Dort soll möglichst rasch ein erstes Zeichen gesetzt werden – sowohl sportlich als auch mental.
Fest steht jedenfalls: Beim USV St. Anna/Aigen beginnt mit Wolfgang Schalk und Gerald Friedl ein neues Kapitel. Die Mission ist klar definiert: den Verein wieder zu stabilisieren und dem sportlich angeschlagenen Team neues Leben einzuhauchen.
Bericht Florian Kober
Foto: Verein St.Anna/Aigen