Regionalliga Mitte

Vom Nachwuchsspieler zum Cheftrainer: Omic übernimmt die Jungen Wikinger

Die SV Oberbank Ried setzt bei den Jungen Wikingern auf eine interne Lösung. Mit Denis Omic übernimmt ein Trainer das Kommando, der den Verein seit seiner Kindheit kennt und in den vergangenen Jahren sämtliche Entwicklungsschritte durchlaufen hat. Der 27-Jährige steht beispielhaft für die Ausbildungsphilosophie der Innviertler und soll die Talenteschmiede nun in der neu gegründeten Regionalliga Nord anführen.

omic fiala hechwarter ried 2026 06 29 schroeckelsberger dretnik

Der neue Trainer der Jungen Wikinger Ried Denis Omic (Mitte) mit Wolfgang Fiala (Geschäftsführer Sport SV Oberbank Ried, rechts) und Co-Trainer Simon Hechwartner (links).

Junge Wikinger schlagen neues Kapitel auf

Die Jungen Wikinger Ried schlagen ein neues Kapitel auf. Nachdem Marcel Thallinger als Co-Trainer in den Profibereich aufgerückt ist, übernimmt künftig Denis Omic die Verantwortung für die zweite Mannschaft der Innviertler. Für den 27-Jährigen ist es der nächste Schritt einer bemerkenswerten Entwicklung innerhalb des Vereins.

Omic begann seine Trainerausbildung im Jahr 2019 im Nachwuchsbereich der Rieder. Über verschiedene Altersstufen führte ihn sein Weg bis zur U18-Akademiemannschaft, ehe nun die Beförderung zu den Jungen Wikingern folgt.

Rieder Fußball-DNA von Kindesbeinen an

Dabei kennt Omic die SV Ried nicht nur als Trainer, sondern auch als Spieler. Seine Laufbahn begann bereits im Alter von acht Jahren bei den Wikingern. Als eines der größten Talente seines Jahrgangs wechselte er mit 16 Jahren aus der Akademie sogar zum italienischen Traditionsklub AS Roma.

Mittlerweile verfügt der gebürtige Rieder über die UEFA-A-Lizenz sowie die UEFA Elite Junioren A Lizenz und gilt als einer der vielversprechendsten Nachwuchstrainer des Vereins.

Verein setzt auf Kontinuität

Für Wolfgang Fiala ist die Bestellung Omics ein klares Signal, dass der eingeschlagene Ausbildungsweg funktioniert.

„Mit Denis Omic zeigt sich, dass unsere Trainerausbildung in Ried funktioniert. Er hat seinen Weg 2019 im Nachwuchs begonnen und kennt unser sportliches Konzept aus jeder Perspektive. Er weiß, wie wir Spieler und Teams entwickeln wollen. Genau diese Kontinuität ist es, die uns als Verein stark macht. Er ist der richtige Mann, um unsere inhaltlichen Ideen weiterzutragen und die Jungen Wikinger als Bindeglied zu unseren Profis weiter zu stärken.“

Auch Omic selbst sieht die neue Aufgabe als besondere Auszeichnung.

„Für mich ist es als Rieder Junge eine große Ehre, Trainer bei den Jungen Wikingern zu sein. Mein Werdegang als Trainer zeigt, dass ich sehr viel Vertrauen vom Verein bekommen habe. Ich habe versucht, das immer auch zurückzugeben und das will ich jetzt bei den Jungen Wikingern ebenso zeigen.“

Neue Herausforderung in der Regionalliga Nord

Sportlich wartet auf Omic gleich eine spannende Premiere. Die Jungen Wikinger treten in der kommenden Saison in der neu gegründeten Regionalliga Nord an, in der ausschließlich Vereine aus Oberösterreich und Salzburg vertreten sind.

Der neue Trainer blickt dieser Aufgabe mit großer Vorfreude entgegen. Neben der Weiterentwicklung der Talente steht auch die Etablierung in der neuen Liga im Fokus.

„Wir möchten natürlich möglichst viele Spieler in den Profi-Bereich bringen und an unsere erste Mannschaft heranführen. Unser Motto ist, dass wir für etwas statt gegen etwas spielen. Wir wollen uns in der neuen Regionalliga Nord bestmöglich etablieren. Die neue Liga wird sicher sehr spannend.“

Der Pflichtspielauftakt ist für Anfang August geplant. Dann wird sich zeigen, wie schnell Denis Omic seine Ideen bei den Jungen Wikingern auf den Platz bringen kann. Die Voraussetzungen dafür scheinen jedenfalls geschaffen.

 

by René Dretnik

Fotos: SVR/Schröckelsberger