Nach einer schwierigen Saison in der Regionalliga West, die der FC Pinzgau Saalfelden auf dem 14. Tabellenplatz beendete, richtet sich der Blick im Pinzgau längst wieder nach vorne. In der neu formierten Regionalliga Nord erwarten die Salzburger eine neue Liga mit neuen Gegner, in der sich die Pinzgauer beweisen wollen. Ligaportal sprach mit dem Saalfeldner Sportmanager Tamas Tandari über den Trainerwechsel, die Kaderplanung sowie über den Trainingsstart und die Erwartungen für die anstehende Spielzeit.
Vor zwei Wochen starteten die Saalfeldner in einer kurze, aber intensive Saisonvorbereitung. Zum Saisonstart konnte der neue Cheftrainer Thomas Eder bereits auf einen vollständigen Kader zurückgreifen, den Tandari während der Sommerpause zusammengestellt hat: „Wir sind mit der Kaderplanung eigentlich schon fertig. Es wird höchstwahrscheinlich keine Zu- und Abgänge mehr geben, der Kader steht“, erklärt Tandari. Insgesamt vermeldet der FC Pinzgau sechs Zugänge und sieben Abgänge. Zusätzlich wurden vier Spieler aus der U18 in den Kampfmannschaftskader hochgezogen – ein klares Zeichen dafür, dass der Verein weiterhin auf die Entwicklung eigener Talente setzen will.
Auf der Zugangsseite finden sich unter anderem Sebastian Lazzeri, Denis Batanovic, David Drljic, Johannes Zottl und Andrew Brody. Auch auf der Trainerposition gab es eine wichtige Personalie: Thomas Eder übernimmt ab sofort die Verantwortung an der Seitenlinie. Der ehemalige Bundesliga- und Nationalteamspieler bringt viel Erfahrung und fachliche Kompetenz mit und soll die Mannschaft in der kommenden Saison stabilisieren. Auch die ersten Eindrücke aus der Vorbereitung unter Eder stimmen den Sportmanager positiv. „Wir sind vor zwei Wochen in die Vorbereitung gestartet und hatten bereits 2 Testspiele gegen Mitersill und Al Ahli", berichtet Tandari. Besonders erfreulich sei zudem, dass sich die personelle Lage wieder entspannt. „Die Langzeitverletzten kommen derzeit auch zurück, es läuft also alles nach Plan derzeit.“
Trotz des gelungenen Starts in die Vorbereitung bleibt der FC Pinzgau in der Zielsetzung bodenständig. Nach dem 14. Rang in der abgelaufenen Regionalliga-West-Saison geht es in erster Linie darum, sich in der neuen Umgebung schnell zurechtzufinden und die notwendigen Punkte für den Ligaverbleib einzufahren. „Unser Ziel ist es ganz klar, den Klassenerhalt in der Liga zu schaffen und alles, was darüber ist, ist für uns ein Bonus“, stellt Tandari klar. Wie stark die neue Liga einzuschätzen ist, will der Sportmanager zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht abschließend bewerten. „Die Stärke der neuen Liga kann ich aufgrund der vielen neuen Teams schwer einschätzen, aber unser Ziel steht unabhängig davon“, sagt Tandari. Natürlich würde man sich in Saalfelden wünschen, nicht bis zum Schluss zittern zu müssen. „Es wäre super, wenn wir im Mittelfeld mitspielen, aber der Klassenerhalt ist unser primäres Ziel.“
Auch die Abgänge musste der Verein im Sommer kompensieren. Unter anderem verließen Dzejlan Halilovic in Richtung UFV Thalgau und Ratan Dudaew zum USC Eugendorf den Club. Demgegenüber steht ein Kader, der laut Tandari nun fix steht und mit einer Mischung aus Neuzugängen, Rückkehrern aus dem Lazarett und jungen Spielern aus dem eigenen Nachwuchs in die neue Saison gehen soll. Thomas Eder soll dieser Mannschaft nun eine klare Struktur geben und sie Schritt für Schritt weiterentwickeln.