Am vergangenen Spieltag konnte die Union PROCON Dietach endlich wieder für positive Schlagzeilen in der Regionalliga Nord sorgen und das Punktekonto erweitern, nachdem man zuvor zweimal gehörig unter die Räder gekommen war. Allerdings wartete bereits in Runde sieben auswärts mit der SPG VORTUNA Bad Leonfelden/Schenkenfelden eine schwierige Aufgabe auf die Traunviertler. Der heutige Kontrahent hatte ebenfalls in der Vorwoche remisiert und setzte im Heimspiel auf die lautstarke Unterstützung seiner Fans. Schlussendlich konnten die Gastgeber ihre Heimstärke einmal mehr unter Beweis stellen und sich dank eines Last-Minute-Treffers über drei Punkte freuen.

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Dietach mit knapper Halbzeitführung
Vor einer tollen Kulisse von rund 450 Zuschauern gehörte die erste Torchance den Gästen. Ein Versuch von Gabriel Sandner wurde jedoch vom Heimkeeper entschärft. Mit Fortdauer der Partie übernahmen allerdings die Mühlviertler das Kommando, wobei sich auf beiden Seiten gute Möglichkeiten ergaben. Denis Berisha traf nach einer Abseitsposition zwar das Aluminium, während David Radouch einen gut positionierten Freistoß gefährlich aufs Tor brachte, den der gegnerische Schlussmann stark parierte. Der erste Torjubel gehörte schließlich den Traunviertlern: Nach einem unnötigen Ballverlust der Heimischen kam Denis Berisha an das Leder und ließ sich aus aussichtsreicher Position nicht zweimal bitten. In der 33. Minute schob der Zielspieler souverän zum 0:1 für Dietach ein. In den Schlussminuten der ersten Hälfte drängten die Hinterkörner-Schützlinge auf den Ausgleich, doch das nötige Quäntchen Glück im Abschluss fehlte. Auf der Gegenseite hätte Berisha den Vorsprung sogar noch ausbauen können, ließ jedoch zwei gute Möglichkeiten ungenutzt.
Heimteam erhöht die Schlagzahl und jubelt spät
Das Momentum, das kurz vor der Pause leicht auf Seiten der Gäste lag, kippte nach Wiederanpfiff deutlich zugunsten der Mühlviertler. Bereits nach zehn Sekunden setzte Sebastian Zrun mit einem hauchdünn vorbeigehenden Abschluss ein erstes Ausrufezeichen. Bad Leonfelden entwickelte nun enormen Druck und erspielte sich Chance um Chance, blieb zunächst jedoch zu ungenau im Abschluss. Dietach tat sich zunehmend schwer, für Entlastung zu sorgen, kam aber dennoch immer wieder zu gefährlichen Umschaltmomenten. So bot sich in der 62. Minute die große Gelegenheit auf das 0:2, die jedoch ungenutzt blieb. Anschließend folgte die stärkste Phase der Gastgeber. Zwischen der 70. und 80. Minute belohnten sich die Heimischen endlich für ihren Aufwand. Zunächst traf David Radouch in der 72. Minute zum verdienten Ausgleich, ehe derselbe Spieler nur sieben Minuten später per Kopf seinen Doppelpack schnürte und die Partie erstmals zugunsten der Heimelf drehte. Doch die Dietacher steckten keineswegs auf. Nur eine Minute später fand die Bachmair-Elf die passende Antwort: Gabriel Sandner durfte sich in der 80. Minute in die Torschützenliste eintragen und stellte den Spielstand wieder auf 2:2. In der Schlussphase warfen beide Mannschaften nochmals alles nach vorne und stellten ihre Visiere offensiv ein. Lange Zeit deutete alles auf eine Punkteteilung hin, ehe die 95. Minute anbrach. Sebastian Zrun, der den Ausgleich bereits unmittelbar nach Wiederanpfiff am Fuß hatte, machte es diesmal deutlich besser und versenkte den Ball zum umjubelten 3:2-Siegtreffer. Damit avancierte er endgültig zum Matchwinner und bescherte seiner Mannschaft drei ganz wichtige Punkte.
Stimme zum Spiel:
Dominik Mach (Sportlicher Leiter, SPG VORTUNA Bad Leonfelden/Schenkenfelden):
„Es war ein sehr spannendes Spiel mit vielen Chancen auf beiden Seiten. Nach der Pause sind wir überragend aus der Kabine gekommen und hatten gleich eine Riesenchance. Nach dem 2:2 hat wahrscheinlich jeder mit einem Unentschieden gerechnet, umso schöner ist es, dass wir noch den Siegestreffer erzielt haben. Natürlich hätte die Partie auch remis enden können, aber rückblickend war es ein verdienter Sieg. Wir haben zuhause wieder drei Punkte geholt und bislang erst eine Partie verloren – so kann es weitergehen. Vorwärts Steyr ist eine gute Mannschaft, ich erwarte mir ein volles Haus und wir wollen unbedingt nachlegen.“