Spielberichte

Befreiungsschlag mit Nervenkitzel: Junge Wikinger Ried bezwingen Dietach

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Einen immens wichtigen Zähler holten zuletzt die Jungen Wikinger Ried, als man gegen den SV Wals-Grünau spät noch doppelt traf und erstmals wieder für Bewegung am Punktekonto sorgte. Nun bekam man es auf eigenem Untergrund mit der Union PROCON Dietach zu tun, die sich in den letzten beiden Ligaduellen satte acht Gegentore eingefangen hatte und sich daher mit den hinteren Tabellenplätzen begnügen musste. Somit stand für beide Teams einiges auf dem Spiel, wollten sie doch endlich wieder positive Schlagzeilen in der Regionalliga Nord schreiben. Schlussendlich konnte die Omic-Truppe erstmals seit längerer Zeit wieder die volle Punkteausbeute einfahren und mit 3:2 gewinnen.

Nahaufnahme eines Fußball beim Abstoß durch den Torwart

Foto: Harald Dostal/fodo.media

Rieder treffen nach sechzig Sekunden

Die Innviertler legten furios los und machten bereits in der ersten Spielminute Nägel mit Köpfen, als Tino Kusanovic eiskalt zur frühen Führung einnetzte. Den Hausherren gelang somit ein Start nach Maß, während sich der Kontrahent nach diesem Gegentreffer zunächst sammeln musste. Die Bachmair-Elf hatte sich die Anfangsphase definitiv anders vorgestellt und musste ihren Matchplan gewissermaßen über den Haufen werfen. Doch der Vorletzte im Ranking stabilisierte sich defensiv und kam mit Fortdauer der Begegnung besser ins Spiel. Das Heimteam war mit der Führung im Rücken sichtlich bemüht, weitere Lösungen zu finden, um den gegnerischen Defensivverbund ein weiteres Mal zu überrumpeln. Bis zum Seitenwechsel sollte allerdings kein weiterer Treffer gelingen. Vielmehr zeigten die Traunviertler gegen Ende des ersten Spielabschnitts offensiv auf und kreierten einige nennenswerte Torraumszenen. Da aber auch die Gäste nicht erfolgreich waren, ging es mit einer 1:0-Führung der Rieder in die Kabinen.

Zwei Elfmeter und eine rote Karte in der zweiten Hälfte

Die Gäste hatten bereits im ersten Durchgang phasenweise in der gefährlichen Zone aufgezeigt und wären durchaus für einen Treffer gut gewesen. Umso mehr waren die Rieder nun gefordert, wieder mehr in das eigene Spiel zu investieren. Mit dieser Einstellung ging man auch in den zweiten Abschnitt und erarbeitete sich gute Möglichkeiten, um den Vorsprung auszubauen. Der nächste Treffer fiel jedoch auf der anderen Seite: Denis Berisha übernahm Verantwortung und verwandelte einen Elfmeter mit etwas Glück zum 1:1 (60.). Damit wurden die Karten neu gemischt und die Partie wieder offener. Dennoch gelang es den Hausherren, erneut Druck aufzubauen und regelmäßig in der gefährlichen Zone aufzutauchen.In der 73. Minute belohnte sich der Zehntplatzierte für seinen couragierten Auftritt: Tino Kusanovic blieb vom Elfmeterpunkt cool und schoss zur neuerlichen Führung ein. Die Rieder nutzten den Schwung und legten prompt nach. In der 80. Minute drückte Routinier Martin Kreuzriegler den Ball nach einer Ecke über die Linie und stellte auf 3:1. Doch die Schlussphase hatte es in sich. Dietach gab sich nicht geschlagen, bewies Moral und verkürzte durch Valentin Schwaiger in der 88. Minute noch auf 3:2. Für eine Wende kam der Anschlusstreffer allerdings zu spät. Zudem mussten die Innviertler die Partie ab der 86. Minute mit einem Mann weniger bestreiten, nachdem Goalie Holzer nach einem Foul die rote Karte gesehen hatte. Dennoch brachten die Jungen Wikinger den knappen Vorsprung über die Zeit und feierten einen wichtigen Sieg.

Stimme zum Spiel

Denis Omic (Trainer, Junge Wikinger Ried):

„Wir sind in die Partie so gegangen, dass wir sie gewinnen. Die Führung war verdient. Dietach hätte sich den Treffer einen Tick früher verdient. Die Jungs haben nach einem Rückschlag top reagiert, wir haben weiter unseren Spielplan durchgezogen und haben verdient das zweite, dritte Tor erzielt. Das Spiel hätte nicht mehr so spannend werden müssen, aber es war ein verdienter Sieg. Die Erleichterung nach dem Sieg ist sehr groß. Mit dieser jungen Truppe muss immer alles zusammenpassen, damit wir gewinnen. Der Befreiungsschlag hätte sicherlich auch in den letzten Wochen einmal passieren können, aber es passt auch auf diese Art.“