Spielberichte

Nach Pausenrückstand: SV Grödig gelingt Turnaround gegen Schlusslicht FC Pinzgau Saalfelden

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Der SV Grödig konnte nach zuletzt zwei Niederlagen am heutigen Nachmittag wieder voll anschreiben. Gegner war vor heimischer Kulisse im Stadion in Grödig mit dem FC Pinzgau Saalfelden eine vermeintliche Pflichtaufgabe, die sich letztlich dann doch als harte Nuss entpuppte. Nach einer starken ersten Hälfte des Schlusslichts drehte Grödig dann aber nach dem Seitenwechsel auf und verwandelte einen 0:1-Rückstand in einen 3:1-Sieg. 

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Pinzgau mit Chancenwucher

Die Favoritenrolle war vor der Partie klar den Gastgebern zugeschoben worden, was zu Beginn gar nicht rational wirkte. Knapp 220 Zuschauer sahen eine läuferisch und kämpferisch wesentlich bessere Gastmannschaft, die dann auch noch das Kommando über hatte. Direkt in der Anfangsphase verbuchte man einige Hochkaräter, ging vor dem Heiligtum von Grödig jedoch sehr zaghaft mit den Chancen um – so verhinderte einmal die Querlatte, einmal Heim-Keeper Florian Neureiter und einmal das eigene Unvermögen einen Führungstreffer vom FC. In Minute 30 war es dann doch soweit: Nach einem von zahlreichen Angriffen über den Flügel stand Joao Pedro Gomez Da Silva goldrichtig und schob das Spielgerät aus kurzer Distanz ein. Bei diesem einen Treffer blieb es dann auch bis zum Pausentee, ging Pinzgau mit einer verdienten, aber angesichts der vielen Chancen auch sicher ein wenig enttäuschenden Führung in die Kabine. 

Grödig stellt Partie auf den Kopf

Johannes Schützinger, Trainer der Heimischen, hat dann wohl in der Pause die richtigen Worte gefunden. Seine Mannen zeigten fortan ein ganz anderes Gesicht, agierten im Spiel gegen den Ball wesentlich engagierter und auch im Offensivspiel dementsprechend zielstrebig. Den Startschuss für einen wahren Kraftakt in Form einer Aufholjagd machte Nemanja Zikic, der sich aus knapp 25 Metern ein Herz fasste und das runde Leder zum 1:1 in die Maschen knallte. Auf die endgültige Erlösung sollte man dann ein wenig warten müssen, fiel das 2:1 erst in den Schlussminuten. In Minute 82 bekam Grödig einen Strafstoß zugesprochen, Matthias Theiner trat an und versenkte souverän. Für die Vorentscheidung fünf Minuten später war dann Alexander Schwaighofer verantwortlich, der mit einem satten Schuss auf 3:1 stellte und für klare Verhältnisse sorgte. 

Stimme zum Spiel

Christian Schwaiger (Präsident SV Grödig):

„Letztendlich haben wir denke ich verdient gewonnen. In den letzten zwei Spielen war es schwierig, gegen den LASK hatten wir Pech, da haben einige Profis gespielt. Die kamen wirklich mit voller Kapelle, das nehme ich aus der Wertung heraus. Zwei davon sind dann ein paar Tage später in der Champions League auf der Bank gesessen, einer kam sogar rein. Gegen Kuchl waren wir die bessere Mannschaft, da haben wir die Chancen nicht gemacht. Für mich stimmt die Richtung aber, auch wenn wir nach oben den Anschluss ein wenig verloren haben. Die Saison ist aber noch lang. Jetzt fahren wir mal nach Wallern, das wird nochmal richtig schwer. Es gibt aber noch genug Spiele, damit wir uns in eine Position bringen, wo wir mit dieser Mannschaft hingehören.“

Fotocredit: Adi Aschauer