Die SV Gloggnitz muss den nächsten schmerzhaften personellen Rückschlag hinnehmen. Nach dem Wechsel von Raphael Holzhauser zum belgischen Zweitligisten KSK Beveren und dem Karriereende von Torsten Röcher verlässt nun auch Roman Kerschbaum den Regionalliga-Ost-Meister. Der 32-Jährige beendet seine aktive Zeit in Gloggnitz früher als geplant und schlägt den Weg als Trainer ein.
Kerschbaum übernimmt ab sofort die Position des spielenden Co-Trainers bei Rapid Wien II. Obwohl der ehemalige Bundesligaprofi noch vertraglich an die SV Gloggnitz gebunden war, entschieden sich die Verantwortlichen nach Gesprächen, ihm diese berufliche Chance zu ermöglichen.
„Wir bedanken uns bei Roman für seinen Einsatz im Trikot der SV Gloggnitz und wünschen ihm für seine neue Aufgabe alles Gute und viel Erfolg“, verabschiedete Sportvorstand Alexander Niklas den Mittelfeldstrategen.
Mit Roman Kerschbaum verliert Gloggnitz einen Spieler, der auf eine außergewöhnlich erfolgreiche Laufbahn zurückblicken kann. Der zentrale Mittelfeldspieler absolvierte insgesamt 170 Spiele in der österreichischen Bundesliga, erzielte dabei 27 Tore und lief unter anderem für den SV Grödig, Wacker Innsbruck, Admira Wacker und den SK Rapid auf. Hinzu kommen über 100 Partien in der 2. Liga, womit Kerschbaum zu den erfahrensten Akteuren im österreichischen Fußball zählt. Auch international sammelte er mit Rapid Einsätze in der UEFA Europa Conference League.
Erst im vergangenen Winter war der gebürtige Neunkirchner nach Gloggnitz gewechselt und brachte auf Anhieb seine Erfahrung in die Mannschaft ein. Mit seiner Ruhe am Ball, seiner Übersicht und seiner Führungsqualität war er ein wichtiger Baustein auf dem Weg zum Gewinn des Meistertitels in der Regionalliga Ost. In 13 Spielen für die Niederösterreicher erzielte er 4 Tore und leistete eine Vorlage.
Der Abschied Kerschbaums reiht sich in eine Serie prominenter Veränderungen beim Meister ein. Bereits zuvor verabschiedete sich Raphael Holzhauser in Richtung Belgien zum KSK Beveren, während Torsten Röcher seine aktive Karriere beendete. Damit verliert der SV Gloggnitz innerhalb kurzer Zeit drei Spieler, die nicht nur sportlich, sondern auch aufgrund ihrer Erfahrung und Persönlichkeit eine tragende Rolle im Team eingenommen hatten.
Für die Verantwortlichen gilt es nun, diese entstandene Lücke bestmöglich zu schließen. Mit mehreren namhaften Neuzugängen wurde bereits auf dem Transfermarkt reagiert – dennoch markiert der Abgang von Roman Kerschbaum das Ende eines kurzen, aber prägenden Kapitels beim frischgebackenen Regionalliga-Meister.
Quelle: SV Gloggnitz