In einer intensiven und bis zum Schluss spannenden Partie der Regionalliga Ost trennten sich die SV Gloggnitz und die SC Wiener Viktoria mit einem 1:1. Die Hausherren legten einen Traumstart hin und gingen früh verdient in Führung. In weiterer Folge erspielten sie sich mehrere gute Möglichkeiten, verabsäumten es jedoch, das zweite Tor nachzulegen und für eine Vorentscheidung zu sorgen.
So blieb die Begegnung offen – und das sollte sich in der Schlussphase rächen. Durch ein unglückliches Eigentor kamen die Gäste aus Wien noch zum Ausgleich. Für Gloggnitz fühlt sich dieses Remis daher klar wie ein verlorener Sieg an.
Bereits in der neunten Minute brachte Antonin Svoboda die SV Gloggnitz in Führung. Nach einem klaren Foul im Strafraum an Josef Pross entschied der Schiedsrichter auf Elfmeter, den Svoboda sicher verwandelte. Die Gloggnitzer, die vor heimischem Publikum spielten, zeigten sich in der Anfangsphase sehr engagiert und kontrollierten das Spielgeschehen. Die Gäste von SC Wiener Viktoria hatten es schwer, ins Spiel zu finden und vergaben in der 20. Minute eine Riesenchance auf den Ausgleich, als sie den Ball aus kurzer Distanz über das Tor schossen.
Im weiteren Verlauf der ersten Halbzeit bot sich der SV Gloggnitz eine weitere Gelegenheit, als der Torhüter der Gäste in der 44. Minute einen Ausflug unternahm. Mathias Gruber und Svoboda konnten jedoch nicht profitieren, da sie die leeren Chancen nicht nutzen konnten. So ging es mit einer knappen 1:0-Führung für die Gastgeber in die Pause.
In der zweiten Halbzeit erhöhte die SC Wiener Viktoria den Druck und drängte auf den Ausgleich. Besonders in der 49. Minute hatte Gruber die Möglichkeit, die Führung für die Gloggnitzer auszubauen, scheiterte jedoch zweimal am Torhüter der Gäste. Die Wiener kamen ebenfalls zu gefährlichen Situationen, wie ein Freistoß aus 25 Metern in der 83. Minute, der jedoch ebenfalls nicht den gewünschten Erfolg brachte.
Die mitentscheidende Szene des Spiels ereignete sich schließlich in der 90. Minute, als eine Flanke aus dem Halbfeld unglücklich von Marcel Etzelstorfer ins eigene Tor abgefälscht wurde. Der Ball prallte von der Innenstange ins Netz, und das Eigentor bedeutete den späten Ausgleich für die SC Wiener Viktoria. Trotz der Bemühungen beider Mannschaften in der Schlussphase blieb es beim 1:1-Endstand, nachdem der Schiedsrichter eine Minute Nachspielzeit angab und das Spiel nach 91 Minuten abpfiff.
Edi Stössl (Trainer SV Gloggnitz)
"Die Wiener Viktoria ist in einer klaren 5-4-1-Grundordnung ins Spiel gegangen und hatte von Beginn an das Ziel, die Räume eng zu machen und defensiv kompakt zu stehen. Wir haben dennoch über weite Strecken den Spielverlauf bestimmt und uns die besseren Möglichkeiten erarbeitet. Leider haben wir es verabsäumt, das zweite Tor nachzulegen – und genau das hat uns am Ende gefehlt.
Nach der Pause zeigte sich ein ähnliches Bild, wobei der tiefe Boden das Spiel zusätzlich erschwert hat. Wir hatten weiterhin die richtigen Chancen, konnten sie aber nicht nutzen. In der Schlussminute kassieren wir dann noch den Ausgleich – sehr bitter.
Von der Leistung her kann ich meiner Mannschaft wenig vorwerfen, Einsatz und Struktur haben gestimmt. Einzig die Chancenauswertung müssen wir uns ankreiden. Insgesamt erinnert der Frühjahrsauftakt stark an den der letzten Saison."