In einem spannenden Spiel der Regionalliga Ost konnte die SG Kremser SC/Rehberg in der Schlussphase gegen den SV Leobendorf mit 1:0 triumphieren. Beide Mannschaften zeigten von Beginn an ein taktisch geprägtes Spiel, wobei klare Torchancen lange Mangelware blieben. Erst in der zweiten Halbzeit gelang es den Gästen, die entscheidende Lücke in der Abwehr der Hausherren zu finden und den entscheidenden Treffer zu erzielen. Haris Tabakovic avancierte mit seinem Tor in der 82. Minute zum Matchwinner und besiegelte somit den Auswärtssieg für die Kremser.
Bei schwierigen äußeren Bedingungen lieferten sich beide Teams ein intensives und weitgehend ausgeglichenes Duell. Die Platzverhältnisse erschwerten einen geordneten Spielaufbau, sodass sich die Partie vor allem über Zweikämpfe und zweite Bälle entwickelte. Leobendorf, das in der einzigen Partie der Liga vergangene Woche einen 5:0-Traumstart gegen die Wiener Viktoria feierte, wollte nahtlos an diesem Erfolg anschließen.
In der ersten Halbzeit zeigte sich aber Krems etwas bissiger und präsenter in den direkten Duellen, was sich im Spielverlauf bemerkbar machte. Die Hausherren wirkten einen Tick wacher und konnten daraus Vorteile ziehen. Eine umstrittene Szene rund um Gökcek, der im Strafraum zu Fall kam, blieb ohne Konsequenzen.
Nach dem Seitenwechsel reagierte die Gegenseite mit einem frühen Doppeltausch und kam spürbar verbessert aus der Kabine. Die Partie wurde nun ausgeglichener, die Zweikämpfe intensiver geführt. Dennoch war es Krems, das den entscheidenden Treffer zum 1:0 erzielte.
Es dauerte bis zur 82. Minute, ehe der entscheidende Moment des Spiels kam. Der eingewechselte Haris Tabakovic nutzte einen Moment der Unachtsamkeit in der Leobendorfer Defensive gnadenlos aus. Mit einem beeindruckenden Sololauf von der linken Seite drang er ins Zentrum vor und schloss souverän aus elf Metern ab. Der Ball schlug unhaltbar im Netz ein, und die Gäste führten plötzlich mit 1:0.
Insgesamt war der Erfolg der Gäste aufgrund der engagierteren ersten Halbzeit nicht unbedingt unverdient. Hochkarätige Torchancen blieben über die gesamte Spielzeit hinweg jedoch Mangelware, weshalb die knappe Entscheidung letztlich sinnbildlich für ein umkämpftes Spiel auf Augenhöhe steht.
Stimme zum Spiel:
Patrik Batoha (Sektionsleiter SV Leobendorf):
"Es war ein Duell auf Augenhöhe, bei schwierigen Platzverhältnissen, die beiden Mannschaften alles abverlangt haben. Aufgrund der ersten Halbzeit geht der Sieg für Krems nicht ganz unverdient in Ordnung. Sie waren vor der Pause bissiger, haben viele zweite Bälle gewonnen und dadurch mehr Druck erzeugt.
Wir hatten eine strittige Szene, in der Gökcek frei zum Ball kam und beim Abschluss zu Fall gebracht wurde – aus der Distanz schwer zu beurteilen. Nach der Pause haben wir mit einem frühen Doppeltausch reagiert, waren danach besser im Spiel und deutlich zweikampfstärker. Insgesamt gab es jedoch auf beiden Seiten nur wenige wirklich klare Torchancen."