Spielberichte

Last-Minute-Schock für Wiener Viktoria: Ambichl erlöst Kremser SC

SG Kremser SC/Rehberg
SC Wiener Viktoria

In der 26. Runde der Regionalliga Ost lieferten sich die SG Kremser SC/Rehberg und der SC Wiener Viktoria ein intensives, lange Zeit torloses Duell – doch was sich in den Schlusssekunden abspielte, stellte alles in den Schatten. Mit einem Treffer in der 93. Minute rissen die Kremser die Partie im allerletzten Moment an sich und sicherten sich einen dramatischen 1:0-Heimsieg.

krems jubel marchfeld 2025 11 08 privat mandl

Kampf um jeden Ball

Von Beginn an entwickelte sich ein Spiel, das von Zweikämpfen, Disziplin und taktischer Ordnung geprägt war. Beide Teams schenkten sich nichts, jeder Ball wurde hart umkämpft. Die Kremser, rund um Kapitän Philipp Koglbauer, suchten immer wieder den Weg nach vorne, fanden aber kaum Lücken in der gut organisierten Defensive der Wiener Viktoria um Philipp Knasmüllner.

Auch nach dem Seitenwechsel blieb das Bild unverändert: viel Intensität, wenig Raum, kaum klare Chancen. Es war eines dieser Spiele, in denen jeder Fehler entscheidend sein kann – und in denen lange alles auf ein torloses Remis hindeutet.

Spätes Glück für die Kremser

Als sich bereits alles auf eine Punkteteilung eingestellt hatte, kam der große Augenblick: In der 93. Minute war es ausgerechnet Joker Michael Ambichl, der mit einem starken Freistoß zur Stelle war. Ein Treffer aus dem Nichts – und gleichzeitig die pure Explosion an Emotionen auf Seiten der Gastgeber.

Während die Kremser jubelnd auf das Feld stürmten, war es für die Wiener Viktoria ein Nackenschlag in letzter Sekunde – ein Spiel, das sie über 90 Minuten offen gehalten hatten, wurde ihnen mit der praktisch letzten Aktion noch entrissen.

Die verbleibenden Augenblicke waren geprägt von Hektik und Verzweiflung, doch die Kremser brachten den knappen Vorsprung - trotz einer Top-Chance der Viktoria - über die Zeit. Nach 94 Minuten war Schluss – und mit dem Abpfiff stand fest: Dieses Spiel wurde nicht über die gesamte Distanz entschieden, sondern in einem einzigen, späten Moment.

Stimmen zum Spiel: 

Jochen Fallmann (Trainer Krems): „Das war heute genau das Spiel, das wir erwartet haben – extrem intensiv, extrem umkämpft und mit ganz wenigen klaren Momenten nach vorne. In solchen Partien geht es oft um Kleinigkeiten, um Geduld und darum, bis zum Schluss daran zu glauben. Genau das hat meine Mannschaft heute hervorragend gemacht. Wir haben über 90 Minuten diszipliniert gearbeitet, sowohl gegen den Ball als auch im Spiel nach vorne. Natürlich hätten wir uns gewünscht, früher in Führung zu gehen, aber die Wiener Viktoria hat das defensiv wirklich gut gemacht. Umso schöner ist es, dass wir uns in der allerletzten Minute noch belohnen. Der Treffer von Ambichl steht sinnbildlich für unsere Mentalität – von der Bank kommen, sofort da sein und Verantwortung übernehmen. Dieser Sieg ist enorm wichtig für uns, nicht nur wegen der drei Punkte, sondern auch für das Selbstvertrauen.“

 

Rojgar Kadir (Co-Trainer Wiener Viktoria): „So ein Spiel zu verlieren, ist natürlich extrem bitter. Ich glaube, wir haben über weite Strecken genau das umgesetzt, was wir uns vorgenommen haben. Wir standen kompakt, haben wenig zugelassen und waren auch im Umschaltspiel immer wieder gefährlich. Dass du dann in der 93. Minute so ein Tor bekommst, tut richtig weh – da fehlt vielleicht ein bisschen die letzte Konsequenz oder auch das Quäntchen Glück. Insgesamt kann ich der Mannschaft aber keinen großen Vorwurf machen, was Einsatz und Disziplin betrifft. Trotzdem müssen wir daraus lernen: Wenn du auswärts bei so einem Gegner punktest, musst du bis zur letzten Sekunde hellwach sein. Heute sind wir leider mit leeren Händen dagestanden, obwohl zumindest ein Punkt absolut drin gewesen wäre.“

Aufstellungen: 

Kremser SC/Rehberg KM I: Christoph Riegler - Fabian Eggenfellner, Thomas Alexiev, Christoph Zotter, Andree Neumayer - Philipp Koglbauer (K), Marcel Pemmer, Burak Yilmaz, Clemens Seidl - Paul Kiedl, Haris Tabakovic Ersatzspieler: Lukas Weber, Michael Ambichl, Simon Temper, Jan-Sebastian Koppensteiner, Filip Drljepan, Dominik Starkl Trainer: Jochen Fallmann

Wiener Viktoria: Valerian Hüttner - Fränz Sinner, Philipp Knasmüllner (K), Tobias Messing, Matej Grgic - Arthur Vozenilek, Alexander Jovanovic, Janosch Barnabas Obertreis - Ali Sahintürk, Benedikt Martic, Antonio Sokcevic Ersatzspieler: Friedrich Prochazka, Mohamed Shousha, Bough Kevin Guy Roland Bangai, Oliver Gomig, Max Richter, Mika Friz Trainer: Anton Polster

Regionalliga Ost: SG Kremser SC/Rehberg : Wiener Viktoria - 1:0 (0:0)

  • 93
    Michael Ambichl 1:0