In der 27. Runde der Regionalliga Ost trat die SV Gloggnitz gegen den SV Oberwart an. Vor allem die mangelnde Chancenverwertung und fehlende Konsequenz in den entscheidenden Momenten machten den Unterschied aus und sorgte dafür dass der Tabellenführer eine 0:4-Pleite gegen die Mannschaft von Trainer Gernot Plassnegger kassierte. Damit schrumpft der Abstand zu Leobendorf auf einen Zähler, weil die Weinviertler ihr Spiel gegen Neusiedl gewinnen konnten.
Dabei starteten die Gastgeber durchaus ordentlich in die Partie und kamen immer wieder über die Seiten zu gefährlichen Aktionen. Auch die besseren Möglichkeiten waren zunächst auf Seiten der Gloggnitzer – unter anderem hatte Pross eine große Chance auf die Führung. Dennoch fehlte es im Abschluss an Präzision und Nachdruck, wodurch Oberwart im Spiel blieb.
Kurz vor der Pause folgte dann der Nackenschlag: Nach einem Standard gingen die Gäste in der 44. Minute durch Philipp Siegl mit 1:0 in Führung. Ein bitterer Zeitpunkt, nachdem Gloggnitz zuvor eigentlich gut im Spiel gewesen war.
Nach dem Seitenwechsel warf die Heimelf alles nach vorne, wodurch sich zwangsläufig Räume für Oberwart ergaben. Die Burgenländer nutzten diese konsequent aus und kamen vor allem über Umschaltmomente immer wieder zu gefährlichen Situationen. In der 52. Minute erhöhte ein unglückliches Eigentor von Marcel Etzelstorfer auf 0:2, womit die Partie eine klare Richtung bekam. Spätestens mit dem dritten Treffer durch Christoph Halper in der 70. Minute war die Entscheidung gefallen.
Gloggnitz hatte zwar weiterhin einzelne Möglichkeiten – unter anderem durch Saribekiyan, einen Lattenschuss von Godzirize sowie eine hochkarätige Chance von Svoboda aus kurzer Distanz, die Kraus stark entschärfte –, doch an diesem Tag wollte der Ball einfach nicht ins Tor. Zudem gingen wichtige Zweikämpfe verloren, was Oberwart zusätzlich in die Karten spielte.
Stimmen zum Spiel:
Edi Stössl (Trainer SV Gloggnitz):
"Wir sind grundsätzlich ordentlich ins Spiel gekommen und haben uns über die Seiten immer wieder gut durchgespielt, auch die Möglichkeiten waren da – unter anderem eine große Chance durch Pross. Insgesamt haben wir es aber verabsäumt, daraus Kapital zu schlagen.
Kurz vor der Pause bekommen wir dann nach einem Standard das 0:1, was natürlich extrem bitter ist. In der zweiten Halbzeit haben wir alles auf eine Karte gesetzt, wodurch Oberwart immer wieder über Umschaltmomente gefährlich geworden ist.
Wir hatten weiterhin unsere Aktionen aber es hat einfach an der Konsequenz gefehlt. Gleichzeitig waren wir in den entscheidenden Zweikämpfen nicht griffig genug.
Am Ende müssen wir das so nehmen, wie es ist. Lieber einmal deutlich verlieren als mehrere Spiele knapp. Es war einfach ein gebrauchter Tag, an dem einiges nicht zusammengepasst hat. Jetzt gilt es, das abzuhaken, den Mund abzuwischen und im nächsten Spiel die richtige Reaktion zu zeigen."
Bernd Kager (Co-Trainer SV Oberwart):
"Am Ende ein verdienter Sieg für uns. Wir wussten was uns in Gloggnitz erwartet, haben in der ein oder anderen Situation sicher auch das nötige Glück gehabt. Vor allem haben wir aber die nötige Konsequenz im Abschluss gezeigt und die Chancen verwertet."