Spielberichte

FavAC jubelt über Auswärtssieg – Wienerberg erlebt turbulente Stunden

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SV Wienerberg
FavAC

Der FavAC hat in der Regionalliga Ost ein wichtiges Ausrufezeichen gesetzt. Beim SV Wienerberg feierten die Favoritner einen 2:0-Auswärtssieg und entschieden die Partie bereits in der ersten Halbzeit. Während beim FavAC die Freude über drei wichtige Punkte groß war, herrschte bei Wienerberg nach der Partie große Ungewissheit: Trainer Peter Weingartmann und der sportliche Leiter mussten ihren Posten räumen.

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Friz: „Haben unsere Chancen konsequent genutzt“

Beim FavAC durfte man sich über einen gelungenen Auftritt und drei wichtige Punkte freuen. Sportlicher Leiter Thomas Friz zeigte sich vor allem mit der Effizienz seiner Mannschaft zufrieden.

„Wir sind natürlich sehr zufrieden mit dem Auswärtssieg. Wir haben von Beginn an versucht, kompakt zu stehen und unsere Möglichkeiten konsequent zu nutzen. Mit dem Führungstreffer durch Jakob Füruter haben wir uns für den Aufwand belohnt. Das 2:0 kurz vor der Pause war natürlich enorm wichtig und hat uns eine sehr gute Ausgangsposition für die zweite Halbzeit gegeben.“

Nach dem Seitenwechsel musste der FavAC allerdings noch einige brenzlige Situationen überstehen. Wienerberg kam zu Möglichkeiten, konnte diese aber nicht verwerten. Gleichzeitig vergaben auch die Gäste die eine oder andere Chance auf die endgültige Entscheidung.

Friz:

„In der zweiten Halbzeit war klar, dass Wienerberg noch einmal alles versuchen wird. Wir haben aber gut dagegengehalten und hatten selbst Möglichkeiten, das Spiel früher zu entscheiden. Insgesamt war es eine kompakte Mannschaftsleistung. Gerade auswärts ist es wichtig, solche Spiele auch einmal über die Defensive nach Hause zu bringen.“

Für den FavAC sind die drei Punkte ein wichtiger Schritt nach vorne. Besonders die beiden Treffer vor der Pause gaben der Mannschaft die nötige Sicherheit, um anschließend den Vorsprung zu verteidigen.

„Wir wollten unbedingt etwas mitnehmen und haben das heute geschafft. Jetzt gilt es, diesen Sieg mitzunehmen und weiterzuarbeiten. Die Saison ist noch lang und wir wissen, dass noch viele schwierige Aufgaben auf uns warten.“

Weingartmann: „Der FavAC hat die wenigen Top-Chancen genutzt“

Auf der anderen Seite war die Enttäuschung beim SV Wienerberg naturgemäß groß. Trainer Peter Weingartmann sah dabei vor allem einen entscheidenden Unterschied zwischen den beiden Mannschaften: die Effizienz vor dem Tor.

„Wir haben unsere wenigen Top-Torchancen nicht genutzt, der FavAC schon. Das war der große Unterschied im Spiel.“

Dabei verweist Weingartmann auch auf die schwierige Ausgangslage des Aufsteigers. Bereits im Sommer sei klar gewesen, dass Wienerberg finanziell mit den meisten Mannschaften der Liga nicht mithalten könne.

„Wir haben im Sommer gewusst, dass es ein extrem hartes Jahr werden würde, weil wir finanziell ganz einfach mit keiner Mannschaft in dieser Liga mithalten können. Wir haben auch gewusst, dass es sehr leicht sein kann, dass wir in den ersten Runden keinen Punkt machen.“

Trotz dieser schwierigen Prognose hatte Weingartmann auf die Entwicklung seiner Mannschaft gehofft. Nach nur fünf Spielen ist diese Möglichkeit nun allerdings vorerst vorbei. Denn rund um den Verein kam es nach der Partie zu einem personellen Erdbeben.

„Die Mehrzeit wurde mir leider genommen“

Sowohl der sportliche Leiter als auch Weingartmann selbst sind seit Samstag nicht mehr im Amt. Für den Trainer kam diese Entscheidung offenbar überraschend – und vor allem zu einem Zeitpunkt, an dem er seiner Mannschaft gerne noch mehr Zeit gegeben hätte.

„Es kam jetzt zu einem kleinen Erdbeben. Der sportliche Leiter ist seit heute nicht mehr im Amt. Und auch ich als Trainer.“

Wie es beim SV Wienerberg nun weitergeht, weiß Weingartmann nach eigener Aussage selbst nicht.

„Ich weiß jetzt nicht, wie es wirklich weitergeht mit dem Verein. Aber es tut mir persönlich natürlich sehr leid, weil ich eine extrem kurze Zeit nur hatte. Und vor allem die Mannschaft hatte eine extrem kurze Zeit, nur fünf Spiele, um in der Regionalliga anzukommen.“

Gerade dieser Punkt schmerzt den scheidenden Trainer besonders. Er ist überzeugt, dass seine Mannschaft Zeit gebraucht hätte, um sich an das Niveau der Regionalliga Ost zu gewöhnen.

„Die Mehrzeit wurde mir jetzt leider genommen.“

Trotz der Enttäuschung richtet Weingartmann seinen Blick zum Abschied nach vorne und wünscht seiner bisherigen Mannschaft alles Gute.

„Somit bleibt mir nur übrig, der Mannschaft alles Gute zu wünschen. Ich hoffe, dass die Mannschaft in den nächsten Wochen endlich in der Regionalliga ankommt und bald die ersten Punkte einfahren wird.“

Während der FavAC damit drei wichtige Punkte aus Wienerberg mitnimmt, steht beim Gastgeber nun ein großer Umbruch bevor. Sportlich bleiben nach fünf Runden weiterhin null Punkte – organisatorisch steht der SV Wienerberg nach dem Trainer- und Sportdirektorwechsel vor einem kompletten Neustart.

Foto: Harald Dostal/fodo.media