Spielberichte

Marchfeld meldet sich eindrucksvoll zurück – 4:0-Kantersieg gegen Mattersburg

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FC Marchfeld Donauauen
Mattersburger Sportverein 2020

Der FC Marchfeld Donauauen hat in der 11. Runde der Regionalliga Ost ein kräftiges Lebenszeichen von sich gegeben. Nach der 0:1-Niederlage gegen Oberwart und dem anschließenden 1:1 beim FavAC kehrten die Marchfelder gegen den Mattersburger Sportverein 2020 auf die Siegerstraße zurück und feierten einen auch in dieser Höhe verdienten 4:0-Heimerfolg. Während die Gastgeber bereits vor der Pause die bessere Mannschaft waren, drehten sie nach dem Seitenwechsel noch einmal richtig auf. Vor allem offensiv präsentierte sich Marchfeld wieder in jener Verfassung, die das Team bereits zu Saisonbeginn ausgezeichnet hatte. Einziger Wermutstropfen blieb die verletzungsbedingte Auswechslung von David Freissegger, bei dem der Verdacht auf eine schwerere Knieverletzung besteht.

Spieler mit Schuh am Ball

Foto: Harald Dostal/fodo.media

Mihailovic bringt Marchfeld auf Kurs

Nach zwei Spielen ohne Sieg war den Marchfeldern von Beginn an anzumerken, dass sie unbedingt eine Reaktion zeigen wollten. Die Hausherren übernahmen früh die Initiative, ließen den Ball gut durch die eigenen Reihen laufen und versuchten, die Mattersburger Defensive mit schnellen Kombinationen auseinanderzuziehen.

In der 18. Minute wurden die Bemühungen erstmals belohnt. Noah Steiner leitete den Angriff mit einem Seitenwechsel ein, ehe sich Marchfeld über die Außenbahn durchsetzte und den Ball gefährlich in die Mitte brachte. Dort war Zoran Mihailovic zur Stelle und sorgte für die verdiente 1:0-Führung.

Auch danach blieben die Gastgeber spielbestimmend. Mattersburg, das in der Vorwoche noch einen wichtigen 1:0-Erfolg gegen Parndorf gefeiert hatte, fand offensiv kaum Lösungen und musste sich über weite Strecken auf die Defensivarbeit konzentrieren.

Marchfeld kontrollierte das Geschehen, konnte aus seiner Überlegenheit vor der Pause allerdings keinen weiteren Treffer erzielen. Somit blieb die Begegnung beim Stand von 1:0 zunächst noch offen.

Marchfeld dreht nach der Pause auf

Nach dem Seitenwechsel legten die Hausherren noch einmal deutlich zu. Marchfeld agierte nun sowohl mit als auch gegen den Ball wesentlich konsequenter, erhöhte das Tempo und setzte Mattersburg immer stärker unter Druck.

In der 60. Minute fiel schließlich der längst überfällige zweite Treffer. Svec Assisi setzte David Oroshi in Szene, der mit einem platzierten Abschluss ins lange Eck auf 2:0 erhöhte.

Mit dem zweiten Tor im Rücken spielte Marchfeld nun befreit auf. Die Gastgeber ließen dem Gegner kaum Möglichkeiten, selbst gefährlich zu werden, und suchten weiterhin entschlossen den Weg nach vorne.

In der 74. Minute war es Meguru Odagaki, der mit einer schnellen Reaktion die nächste Gelegenheit nutzte und den Vorsprung auf 3:0 ausbaute. Damit war die Partie endgültig entschieden, doch Marchfeld hatte noch nicht genug.

Den Schlusspunkt setzte schließlich Simon Furtlehner in der 87. Minute. Nach einem Eckball stieg er zum Kopfball hoch und stellte auf 4:0.

Deutliche Leistungssteigerung mit bitterem Beigeschmack

Nach zuletzt zwei Partien, in denen Marchfeld trotz spielerischer Vorteile nicht die gewünschte offensive Durchschlagskraft entwickelt hatte, präsentierte sich die Mannschaft diesmal wieder wesentlich entschlossener vor dem gegnerischen Tor.

Besonders die zweite Halbzeit dürfte den Verantwortlichen gefallen haben. Die Marchfelder überzeugten mit hoher Intensität, gutem Pressing und einer deutlich verbesserten Chancenverwertung. Über die gesamte Spielzeit betrachtet war der Erfolg auch in dieser Höhe verdient.

Getrübt wurde die Freude allerdings durch die Verletzung von David Freissegger, der vorzeitig ausgewechselt werden musste. Aufgrund des Verdachts auf eine schwerere Knieverletzung soll eine MRT-Untersuchung Klarheit über das Ausmaß bringen.

Stimme zum Spiel:

Michael Ettenauer (Sportlicher Leiter FC Marchfeld Donauauen):

„Wir wollten nach den letzten beiden Spielen unbedingt eine Reaktion zeigen, und das ist uns heute richtig gut gelungen. Gegen Oberwart haben wir unsere Möglichkeiten nicht genutzt und auch beim FavAC hat uns trotz unserer Spielanteile vorne die letzte Konsequenz gefehlt. Heute haben wir endlich wieder die Tore gemacht. Wir waren über die gesamten 90 Minuten ganz klar die bessere Mannschaft. Die erste Halbzeit war schon in Ordnung, da haben wir vieles gut gemacht, aber nach der Pause war das sowohl mit als auch gegen den Ball noch einmal deutlich besser. Wir waren aggressiver, haben schneller gespielt und unsere Chancen dann auch konsequent genutzt. Genau diese Spielfreude und Durchschlagskraft wollen wir sehen. Es freut mich, dass die Mannschaft wieder gezeigt hat, was in ihr steckt. Leider gibt es mit der Verletzung von David Freissegger auch einen großen Wermutstropfen. Es besteht der Verdacht auf eine schwerere Knieverletzung, da müssen wir jetzt die MRT-Untersuchung abwarten. Das trübt die Freude über den Sieg natürlich schon.“

 

Regionalliga Ost: FC Marchfeld Donauauen : MSV 2020 - 4:0 (1:0)

  • 87
    Simon Furtlehner 4:0
  • 74
    Meguru Odagaki 3:0
  • 60
    David Oroshi 2:0
  • 18
    Zoran Mihailovic 1:0