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Gloggnitz verzweifelt an Chancenverwertung – Wienerberg holt ersten Saisonpunkt

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SV Wienerberg
SV Gloggnitz

Der SV Wienerberg hat in der 11. Runde der Regionalliga Ost seine Negativserie beendet und erstmals in dieser Saison angeschrieben. Gegen den SV Gloggnitz erkämpfte sich der Aufsteiger ein 0:0-Unentschieden, wobei die Gastgeber vor allem ihrem überragenden Schlussmann Michael Höfler zu danken hatten. Die Niederösterreicher waren über weite Strecken die klar gefährlichere Mannschaft, ließen allerdings zahlreiche hochkarätige Möglichkeiten ungenutzt. Nach dem jüngsten Erfolg gegen Traiskirchen verpasste Gloggnitz damit die Chance, im Tabellenkeller weiter Boden gutzumachen.

Weiß-Roter Fußball auf Rasen

Foto von Marcel Strauß auf Unsplash

Gloggnitz vergibt beste Möglichkeiten

Nach dem befreienden 1:0-Heimsieg gegen Traiskirchen wollte Gloggnitz auch beim bislang punktlosen Schlusslicht nachlegen. Entsprechend entschlossen gingen die Gäste in die Begegnung und übernahmen früh die Initiative.

Die Mannschaft von Trainer Edi Stössl erspielte sich bereits im ersten Durchgang mehrere ausgezeichnete Möglichkeiten, scheiterte jedoch immer wieder an der eigenen Chancenverwertung. Besonders bitter war eine Gelegenheit von Patrick Handler, der aus kürzester Distanz den möglichen Führungstreffer liegen ließ.

Auch Philipp Malicsek kam nach rund einer halben Stunde in aussichtsreicher Position zum Abschluss, verletzte sich dabei allerdings und musste wenig später durch Benedict Fink ersetzt werden.

Wienerberg hatte große Mühe, die offensiven Aktionen der Gäste zu unterbinden, durfte sich zur Pause aber dennoch über ein torloses Unentschieden freuen. Gemessen an den Möglichkeiten hätte Gloggnitz zu diesem Zeitpunkt bereits deutlich führen können.

Höfler hält Wienerberg im Spiel

Auch nach dem Seitenwechsel änderte sich wenig an den Kräfteverhältnissen. Gloggnitz blieb die spielbestimmende Mannschaft und suchte weiterhin konsequent den Weg zum Tor. Was den Gästen allerdings fehlte, war die nötige Präzision im Abschluss.

Hinzu kam ein Michael Höfler in herausragender Verfassung. Der Wienerberger Schlussmann entschärfte gleich mehrere gefährliche Abschlüsse und entwickelte sich mit zunehmender Spieldauer zum entscheidenden Rückhalt seiner Mannschaft.

Gloggnitz ließ sich von den vergebenen Möglichkeiten zwar nicht entmutigen und versuchte bis zuletzt, den längst überfälligen Führungstreffer zu erzwingen. Doch weder die zahlreichen Offensivaktionen noch die klare Überlegenheit reichten aus, um die Wienerberger Defensive ein einziges Mal zu überwinden.

So blieb es beim 0:0, das bei beiden Mannschaften höchst unterschiedliche Reaktionen auslöste. Während Wienerberg nach zehn Niederlagen zum Saisonauftakt endlich den ersten Punktgewinn feiern durfte, überwog bei Gloggnitz die Enttäuschung.

Für die Niederösterreicher war es angesichts der Vielzahl an Torchancen eine vergebene Gelegenheit, nach dem Erfolg gegen Traiskirchen den nächsten wichtigen Schritt zu machen. Wienerberg hingegen belohnte sich dank einer kämpferischen Vorstellung und eines glänzend aufgelegten Torhüters zumindest mit einem ersten kleinen Erfolgserlebnis in der Regionalliga Ost.

Stimme zum Spiel:

Edi Stössl (Trainer SV Gloggnitz):

„Natürlich haben wir uns von diesem Spiel deutlich mehr erwartet und wollten nach dem Sieg gegen Traiskirchen unbedingt nachlegen. Wir haben uns unglaublich viele Torchancen herausgespielt und hätten die Partie eigentlich schon in der ersten Halbzeit entscheiden müssen. Leider war unsere Chancenverwertung heute einfach miserabel. Dazu muss man aber auch sagen, dass der Wienerberger Tormann einen überragenden Tag erwischt und einige wirklich starke Paraden gezeigt hat. Wir haben das Spiel danach bereits analysiert und müssen uns vor allem vorwerfen, dass wir aus dieser Vielzahl an Möglichkeiten kein einziges Tor gemacht haben. Spielerisch war vieles in Ordnung, wir sind immer wieder gefährlich vor das Tor gekommen. Aber am Ende zählt eben, dass du deine Chancen auch verwertest. Deshalb sind das für uns ganz klar zwei verlorene Punkte.“