Für den TSV McDonald’s St. Johann reichte es in der Regionalliga West im Herbst lediglich zu Rang 13. Im Frühjahr soll nun ein neuer Trainer frischen Schwung bringen – bereits der dritte in dieser Saison.

Foto: TSV McDonalds St. Johann
Nach Andreas Scherer und Johannes Schützinger ist Bernhard Kletzl der dritte Coach, der in dieser Spielzeit in St. Johann das Zepter schwingt. Mit dem 41-Jährigen wird sich auch der Spielstil der Pongauer verändern. „Wir wollen aktiver auftreten“, betont Kletzl, der seine ersten Wochen beim TSV positiv erlebt hat. „Die Mannschaft hat einen coolen Charakter, zieht voll mit. Die Stimmung ist richtig gut.“

Foto: Fussball-Impressionen vom Salzburger Unterhaus
In der Winterpause verstärkte sich St. Johann mit drei Spielern. Kenan Kirim kehrt nach Stationen in Oberösterreich bei Ostermiething und Schalchen zu seinen Wurzeln zurück. Zudem wurden Chedi Afifeh und Oliver Prenka über eine Spielerberatung verpflichtet. Eine besondere Geschichte gibt es rund um Afifeh: Der in Belgien geborene Tunesier war ursprünglich für den Nachbarn Bischofshofen vorgesehen, entschied sich kurzfristig jedoch für St. Johann. „Es dürfte dort Probleme gegeben haben. Wir sind jedenfalls froh, dass er jetzt bei uns ist“, sagt Kletzl über den vielseitigen Offensivspieler, der als Flügel, Zehner oder Sturmspitze eingesetzt werden kann. Prenka soll den verletzten Florian Ellmer (Kletzl: "Ist nach seinem Kreuzbandriss zum Teil schon wieder am Platz") ersetzen. Bei Kirim hofft man indes auf verletzungsfreie Zeiten. „Er hatte eine lange Leidensgeschichte, war in den letzten Jahren nie schmerzfrei. Momentan passt alles, er strahlt im Training – genau so wollen wir ihn sehen.“
Verabschiedet aus der St. Johanner Alpenarena haben sich hingegen Besar Hondozi (Traun), Manuel Nadegger (Schwarzach), Jakob Slak, Kaan Coskun (neue Vereine noch nicht bekannt).
Sportlich ist die Zielsetzung klar formuliert: Der TSV möchte möglichst schnell in ruhigeres Fahrwasser kommen. „Unser Ziel ist, dass wir mit dem Abstieg gar nichts zu tun haben. Wir wollen an das starke Finish der Herbstmeisterschaft anknüpfen“, stellt der Neo-Coach klar. Sollte alles nach Plan laufen, kann der Fokus voll und ganz auf die neue Regionalliga Nord gelegt werden. Aus seiner Zeit in Vöcklamarkt (Regionalliga Mitte) weiß Kletzl, was auf ihn und seine St. Johanner zukommt - und warnt generell. „Einige Salzburger Regionalligisten werden sich noch besser aufstellen müssen. Mit beispielsweise Gurten, Wallern und den LASK Amateuren warten dort ganz andere Kaliber. Es ist auf jeden Fall ein Unterschied da.“

Foto: Fussball-Impressionen vom Salzburger Unterhaus
Gleich zum Auftakt wartet auf die St. Johanner ein richtungsweisendes Heimspiel gegen Tabellennachbar Lauterach. „Das ist eine Schnittpartie, in der wir zeigen wollen, was wir uns jetzt im Winter gemeinsam erarbeitet haben und die wir natürlich gewinnen wollen“, so Kletzl. Nur eine Woche später folgt schon der emotionale Derby-Tanz in Bischofshofen.
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| 13. Tabellenrang |
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16 Punkte 4 Siege, 4 Unentschieden, 8 Niederlagen |
| Höchster Sieg: 5:1 gegen FC Lustenau |
| Höchste Niederlage: 1:5 gegen Seekirchen |
| Bester Torschütze: Raphael Kosakiewic (7 Tore) |
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Landescup: Aus in der 3. Runde |
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