Regionalliga West

Vorjahres-Herbst getoppt: Kuchls Teufelsritt in der Westliga geht weiter

Der SV Kuchl hat im Herbst einmal mehr für Aufsehen in der Regionalliga West gesorgt. Nach Rang acht in der Premierensaison als Aufsteiger legten die „Roten Teufel“ heuer noch einmal nach und überwintern auf einem starken dritten Tabellenplatz. Eine Entwicklung, die selbst im Verein alles andere als selbstverständlich war.


Foto: Adi Aschauer 

 

Zehn Punkte mehr als 2024

Es war schon beeindruckend, was der SV Kuchl in dieser Spielzeit bislang auf den Rasen gezaubert hat. Mit 32 Points übertrafen die Tennengauer den ebenfalls starken Herbst 2024 (22) um satte zehn Zähler. Eine Tatsache, die auch Trainer Thomas Hofer ein breites Grinsen ins Gesicht zauberte: „Das war so nicht zu erwarten. Wir haben an die Leistungen der Vorsaison angeknüpft und sogar noch einen Schritt draufgesetzt. Natürlich sind wir mehr als zufrieden.“

 

Enges Rennen hinter Wacker erwartet

Für das Frühjahr rechnet Hofer mit einer spannenden Meisterschaft – zumindest hinter dem Spitzenreiter. Das Championat dürfte seiner Einschätzung nach bereits vergeben sein. „Der Titel wird Wacker wohl nicht mehr zu nehmen sein, aber dahinter wird's ein Gedränge um Platz zwei“, sagt der Kuchl-Coach. Dass der Traditionsverein aus Innsbruck wohl bald wieder in den Profifußball zurückkehren wird, sieht er durchaus positiv: „Mit dieser Infrastruktur und den Fans ist das natürlich eine Bereicherung für den österreichischen Fußball.“

 


Foto: Adi Aschauer

 

Kuchl bleibt realistisch

Trotz der starken Ausgangslage wollen die Tennengauer auf dem Boden bleiben. Eine konkrete Zielplatzierung wurde bewusst nicht ausgegeben. Zwar möchte Kuchl so lange wie möglich im Rennen um den Vizemeistertitel mitmischen, doch Hofer kennt die unterschiedlichen Voraussetzungen in der Liga. „Wir wissen, wo wir herkommen. Hinter uns sind noch Mannschaften wie zum Beispiel Dornbirn, die grundsätzlich ganz andere Möglichkeiten haben als wir.“

 

Landescup bekommt besondere Bedeutung

Gerade deshalb rückt auch der Salzburger Landescup stärker in den Fokus. Im Viertelfinale wartet mit Puch ein Derby gegen den Gau-Rivalen. Sollte Kuchl diese Hürde meistern, würde im Halbfinale der Sieger aus der Begegnung Wals-Grünau gegen Seekirchen warten. Hofer sieht im heurigen Bewerb eine besonders hohe Qualität - und will mit seiner Truppe eine entscheidende Rolle spielen. „Da wir in der Westliga nicht mehr um den Titel und auch nicht gegen den Abstieg spielen werden, werden wir den Cup voll mitnehmen.“

 


Foto: Adi Aschauer

 

Heimkehrer Lechner verstärkt die „Roten Teufel“

Im Frühjahr wird zudem ein neuer Spieler im Kuchler Dress auflaufen – und gleichzeitig ein bekanntes Gesicht. Mit Dominik Lechner kehrt ein echter Kuchler zu seinem Heimatverein zurück. Nach seiner Rückkehr aus der Schweiz absolvierte der 2005 geborene Spieler zunächst die Grundausbildung beim Bundesheer, ehe er Ende Februar ins Mannschaftstraining der Kuchler einstieg. „Für uns ein guter Transfer, weil er A ein Kuchler ist und B als Jahrgang 2005 noch ein junger Spieler. Er bringt Komponenten ins Spiel, die uns guttun werden“, zeigt sich Hofer vom Neuzugang überzeugt. Nicht mehr im Kader steht hingegen Nico Schiedermeier. Seine Leihe wurde im Winter beendet, der Offensivspieler kehrte zur Austria Salzburg zurück.

 

Knackiger Auftakt in Schwaz

Zum Auftakt der Frühjahrssaison muss Kuchl am kommenden Samstag nach Schwaz. „Ein ganz schwieriges Auswärtsspiel - ziemlich das schwierigste, das es heuer gibt“, warnt der Trainer - und fügt hinzu: „Dass sie eine Top-Mannschaft mit viel individueller Klasse sind, haben wir schon im Herbst gesehen. Wenn ihnen das Missgeschick in Seekirchen nicht passiert wäre, dann wären sie in der Tabelle noch weiter vorne.“

 

 

 Herbst in Zahlen 

3. Tabellenrang

32 Punkte

10 Siege, 2 Unentschieden, 4 Niederlagen 

Höchster Sieg: 5:2 gegen FC Pinzgau
Höchste Niederlage: 0:4 gegen Seekirchen
Bester Torschütze: Lukas Brückler (13 Tore)

Landescup: im Viertelfinale

 

 

Ziel im Frühjahr: so lange wie möglich um Platz zwei mitspielen

 

 

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