Nach Rang fünf in der vergangenen Saison hängen die Trauben beim FC Dornbirn 1913 in der kommenden Spielzeit wieder etwas höher. Trotz eines erneuten personellen Umbruchs peilen die Messestädter einen Platz unter den Top-3 der Regionalliga West an und wollen sich erneut als bestes Vorarlberger Team der Liga etablieren. Im ÖFB-Cup wartet – wie schon im Vorjahr – wieder ein Gegner aus der Bundesliga.

Foto: FC Dornbirn 1913
Nach einer starken Hinrunde befand sich Dornbirn noch in Schlagdistanz zu den Spitzenplätzen zwei und drei. Im Frühjahr verlor die Mannschaft von Trainer Heinz Fuchsbichler jedoch an Konstanz, büßte den Anschluss an die Spitzengruppe ein und beendete die Saison schließlich auf Rang fünf. Das ursprünglich ausgegebene Ziel wurde damit dennoch erreicht. „Wir wollten unter die Top-5 – das ist uns gelungen“, bilanziert Fuchsbichler zufrieden. Den Leistungsabfall nach der Winterpause erklärt der Trainer mit den personellen Veränderungen im Kader. Während die Dornbirner im Herbst 31 Punkte sammelten, kamen im Frühjahr nur noch 21 Zähler hinzu. „Wir hatten im Winter einen großen Umbruch. Dadurch war es schwierig, den Fokus auf das Wesentliche zu legen und die Saisonziele klar zu definieren. Außerdem war ein Aufstieg für den Klub ohnehin kein Thema“, erklärt Fuchsbichler.
Auch die frühzeitigen Planungen für die kommende Saison hätten sich auf die Leistungen ausgewirkt. „Viele Spieler wussten bereits, dass sie in der nächsten Saison nicht mehr bei uns sein würden. Unter diesen Voraussetzungen war es extrem schwierig, die gesamte Mannschaft Woche für Woche auf die Spiele einzuschwören“, so der Trainer.
Für eine Enttäuschung sorgte die Niederlage im Finale des VFV-Cups. Gegen Hohenems unterlag Dornbirn mit 1:3. „Das war schon ein Dämpfer. In der ersten halben Stunde hätten wir deutlich höher führen müssen. Nach einem blöden Gegentor hat alles seinen Lauf genommen“, erinnert sich Fuchsbichler.

Foto: FC Dornbirn 1913
Im Sommer sorgte Dornbirn mit einem umfangreichen Kaderumbruch für Aufsehen. Insgesamt 14 Spieler verließen den Verein, darunter auch Leistungsträger wie Julian Wießmeier und Nicolai Bösch. „Finanziell hätten die Spieler Abstriche machen müssen“, erklärt Fuchsbichler. Der Klub habe sich bewusst von einem Profidenken verabschiedet. „Davon haben wir uns komplett gelöst und wollen künftig auf unsere Eigengewächse setzen, die wir natürlich Schritt für Schritt weiterentwickeln wollen.“
Die zahlreichen Abgänge wurden jedoch mit elf Neuzugängen gut kompensiert. Besonders die Verpflichtungen von Florian Prirsch und Marcel Krnjic, die beide bereits Erfahrung in der 2. Liga gesammelt haben, sollen der Mannschaft zusätzliche Qualität verleihen. „Qualitativ haben wir eine gute Mannschaft zusammengestellt“, versichert Fuchsbichler. Entsprechend selbstbewusst formuliert der Trainer die Ziele für die kommende Saison: „Wir wollen unter die ersten Drei kommen und die beste Westliga-Mannschaft Vorarlbergs sein. Das muss auch unser Anspruch sein.“

Foto: FC Dornbirn 1913
Wie schon im Vorjahr wartet in der ersten Runde des ÖFB-Cups erneut ein Bundesligist auf Dornbirn. Mit der SV Ried hat der Regionalligist einen attraktiven Gegner zugelost bekommen – ganz nach dem Geschmack von Fuchsbichler. „Für uns natürlich perfekt und genau das, was wir uns gewünscht haben.“ Seine Mannschaft geht dabei erwartungsgemäß als Außenseiter in die Partie. „Im Endeffekt kannst du da nur überraschen. Aber in der vergangenen Saison haben wir mit dem GAK ja auch einen Bundesligisten geschlagen.“
Einen Hauch von Bundesliga könnte es auch zum Ligastart geben, wenn mit den WSG Tirol Juniors der amtierende Meister der Regionalliga Tirol antanzt. Für Fuchsbichler ist der erste Gegner noch weitgehend unbekannt. „Bis dahin werden wir uns die nötigen Informationen einholen – auch wenn es bei Amateurmannschaften immer schwierig ist, weil man nie genau weiß, welche Spieler dann tatsächlich dabei sein werden“, erklärt der Trainer.
Das Ziel für den Saisonauftakt ist jedenfalls klar: Mit einer starken Leistung erfolgreich in die Meisterschaft starten und die ersten Punkte auf der Birkenwiese einfahren.
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| Ziel: Top-3-Platz |
| Zugänge: Özkan Demir (Lauterach), Florian Prirsch (SW Bregenz), Sandro Eichhübl (Lochau), Carlos Berlinger (Hohenems), Julian Maldoner (Alberschwende), Jan Nußbaumer (Rotenberg), Marcel Krnjic (zuletzt vereinslos), Yavuz-Selim Yilmaz (AKA Vorarlberg), Fatih Gündogdu, Osayande Osayi, Giuliano Hernandez (alle FC Dornbirn Juniors) |
| Abgänge: Raphael Morscher, Thierno Bah (beide BW Feldkirch), Julian Wießmeier (Bizau), Serdar Calim, Laurin Schieder, Miguel Mayr (alle Admira Dornbirn), Laurin Bodenlenz (Hittisau), Ömer Corbaci (Ludesch), Felix Mandl (VfB Lübeck), Enes Koc (Austria Lustenau), Valentin Ebner (Studium in Wien), Linus Zoppel (Studium in Innsbruck), Nicolai Bösch, Slobodan Mihajlovic (neuer Verein unbekannt) |