Die SVG Reichenau blickt auf eine solide Saison in der Westliga zurück. Mit Rang neun sicherten sich die Schützlinge von Trainer Gernot Glänzer erneut die Teilnahme am ÖFB-Cup. Durch die Verpflichtung von Flügelspieler Christoph Eller wollen die Innsbrucker nun den Sprung in die obere Tabellenhälfte schaffen. Von seinem Neuzugang zeigt sich Glänzer jedenfalls begeistert und findet für den torgefährlichen Angreifer nur lobende Worte.

Foto: SVG Reichenau
„Die Saison hat für uns gar nicht gut begonnen. Nach drei Runden waren wir Tabellenletzter“, erinnert sich Reichenau-Trainer Gernot Glänzer an den missglückten Auftakt. Niederlagen gegen Kitzbühel (1:3), Wacker Innsbruck (0:3) und den FC Lustenau (0:2) bedeuteten einen klassischen Fehlstart. Im weiteren Saisonverlauf fand die Reichenau jedoch zunehmend in die Spur. Mit konstant besseren Leistungen arbeiteten sich die Innsbrucker Schritt für Schritt aus dem Tabellenkeller ins gesicherte Mittelfeld vor. Am Ende belegte die Mannschaft Rang neun und qualifizierte sich – wie schon im Vorjahr – erneut für den ÖFB-Cup.
„Die Saison war von sehr vielen Verletzungen gekennzeichnet. Im Frühjahr haben wir uns dann etwas leichter getan. Nach den erfolgreichen Vorjahren waren wir vielleicht ein bisschen verwöhnt, aber letztendlich geht das Ergebnis schon in Ordnung“, resümiert Glänzer. Für einen Wermutstropfen sorgte allerdings das Aus im Kerschdorfer Tirol-Cup. Bereits im Achtelfinale war gegen die SPG Innsbruck West völlig überraschend Endstation. „Das hat wehgetan. Zu diesem Zeitpunkt haben sie drei Ligen unter uns gespielt“, sagt Glänzer. Dank der Ligareform im Tiroler Unterhaus schaffte der Reichenau-Bezwinger schließlich als Zehnter den Sprung in die 1. Landesliga West.

Foto: Wolfgang Sulzberger
Nach dem neunten Platz in der vergangenen Saison soll es für die Reichenau diesmal tabellarisch wieder nach oben gehen. „Gegenüber der letzten Saison wollen wir eine Platzverbesserung“, gibt Trainer Gernot Glänzer die Marschrichtung vor. Das Ziel ist somit klar: Ein Platz zwischen eins und acht soll's werden.
Personell müssen die Städter allerdings einen schmerzhaften Abgang verkraften. Mit Mario Kleinlercher kehrt der beste Torschütze der Vorsaison zu seinem Heimatverein SG Defereggental/St. Jakob zurück. „Das tut uns natürlich weh“, räumt Glänzer ein. Einen Ersatz für den Offensivmann hat die Reichenau jedoch bereits gefunden. Mit Christoph Eller dockt ein torgefährlicher Angreifer vom SC Imst an. Glänzer reibt sich nach dem eingetüteten Top-Transfer die Hände: „Für mich ist er einer der Besten der Westliga.“
Insgesamt stehen sechs Abgängen sieben Neuzugänge gegenüber. Unter den Spielern, die den Verein verlassen, befindet sich auch Sebastian Pittl, der seine aktive Karriere mit gerade einmal 26 Jahren beendet. Torhüter Matthias Schmidhofer wird sich künftig vorrangig auf sein Studium konzentrieren, bleibt der Reichenau aber erhalten. „Wenn Not am Mann ist, wird er uns aushelfen“, erklärt Glänzer.

Foto: Adi Aschauer
Gleich zu Saisonbeginn wartet auf die Reichenau ein echtes Highlight. In der ersten Runde des ÖFB-Cups kommt es zum Innsbrucker Stadtderby gegen Wacker Innsbruck. Aufgrund des zu erwartenden großen Zuschauerinteresses verzichtete die Reichenau auf das Heimrecht und tritt nun als Gast im Tivoli an. „Für uns ist das natürlich ein super Los. Ich hoffe, dass viele Zuschauer kommen“, freut sich Glänzer. Die Erinnerungen an das bislang letzte Aufeinandertreffen sind jedenfalls vielversprechend: Im März strömten 4.278 Fans ins Stadion und sorgten beim Derby für einen Zuschauerrekord in der abgelaufenen Westliga-Saison.
Auch in der Meisterschaft beginnt die Spielzeit mit gleich zwei Tiroler Derbys. Zum Auftakt gastieren die Reichenauer beim SC Imst, ehe mit den WSG Tirol Juniors der nächste Tiroler Kontrahent in Innsbruck wartet. Vor allem vor Imst hat Glänzer großen Respekt. „Gegen die tun wir uns richtig hart. Das ist sozusagen unsere Achillesferse“, sagt der Reichenau-Coach. Zwar gelang im Tirol-Cup gegen die Oberländer der Aufstieg, in der Westliga kassierten die Innsbrucker zuletzt jedoch teils deutliche Niederlagen gegen die Mannschaft, die in der vergangenen Rückrunde als zweitbestes Team der Liga abschloss.
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| Ziel: besser als Platz neun |
| Zugänge: Ömer Köken (Völs), Christoph Eller, Marko Jovljevic (beide Imst), Mateo Hilber (Innsbrucker AC), Luca Marchiori (SV Innsbruck), Johannes Ungerank (Thaur), Marc Rimmel (Innsbruck West) |
| Abgänge: Tobias Galuschka (UOM Rams, USA), Fabian Kraxner (Mils), Jonathan Singer (Sistrans), Mario Kleinlercher (Defereggental/St. Jakob), Sebastian Pittl (Karriereende), Matthias Schmidhofer (Karrierepause) |