Regionalliga West

Trotz "kleinstem Kader der Liga": Aufsteiger Wolfurt stellt sich der Herausforderung Regionalliga West

Neben Röthis und Lochau gelang auch dem FC Wolfurt als Tabellendrittem der Vorarlberger Eliteliga der Aufstieg in die Regionalliga West. Dort möchte sich die Mannschaft trotz eines kleinen Kaders behaupten. Schmerzhafte Abgänge konnten mit interessanten Neuzugängen aufgefangen werden.


Foto: FC Wolfurt

 

Aufstiegsfeier trotz finalem Bauchfleck

Obwohl Wolfurt das letzte Saisonspiel vor heimischem Publikum gegen Schlusslicht Götzis völlig überraschend mit 0:1 verlor, überwog nach dem Schlusspfiff die Freude. „Wir wussten, wie es auf den anderen Plätzen aussieht. Deshalb war die Niederlage am Ende nicht mehr so schlimm“, erklärte Wolfurt-Trainer Jürgen Maccani. Dass seine Mannschaft im abschließenden Ligaspiel trotz einer klaren Überlegenheit leer ausging, konnte der Coach dennoch kaum glauben. „Weil wir 20:0 Torchancen hatten“, so Maccani.

Letztlich zählte jedoch nur der Aufstieg in die Westliga. „Im Endeffekt sind wir verdient aufgestiegen. Bis zum Schluss hatten wir mit zahlreichen Verletzungen zu kämpfen und mussten fast die gesamte Rückrunde auf sechs, sieben Schlüsselspieler verzichten. Dass wir es trotzdem geschafft haben, macht uns natürlich sehr glücklich.“

 


Foto: FC Wolfurt

 

Kleiner Kader, große Herausforderung

Nun richtet sich der Blick in Wolfurt voll und ganz auf die kommende Regionalliga-Saison. Das oberste Ziel ist der Klassenerhalt. „Wir wollen gar nicht erst hinten reinrutschen. Uns ist aber bewusst, dass das eine große Herausforderung wird“, sagt Maccani. Ein Nachteil gegenüber vielen Konkurrenten ist die geringe Kadertiefe. „Wir haben einen sehr kleinen Kader – wahrscheinlich den kleinsten der Liga“, erklärt der Wolfurt-Coach.

Zudem musste der Aufsteiger einige schmerzhafte Abgänge verkraften. Mit Simon Mentin und Benjamin Neubauer haben zwei Stützen ihre Fußballschuhe an den Nagel gehängt. Weitere Aufstiegshelden wie Tobias Wegscheider, Luca Maccani, Luka Hammer und Niklas Kienreich haben sich indes für einen Vereinswechsel entschieden. „Die Abgänge sind natürlich schmerzhaft. Wir haben versucht, diese bestmöglich auszugleichen. Ich denke, dass uns das gelungen ist“, so Maccani. Für frischen Wind soll unter anderem Stefan Umjenovic sorgen. Der Neuzugang bringt reichlich Erfahrung mit: Der Defensivspieler absolvierte mehr als 190 Einsätze in der 2. Liga für Schwarz-Weiß Bregenz, Dornbirn, Leoben, Lafnitz und den FAC.

 


Foto: FC Wolfurt

 

Doppelter Derby-Auftakt steigert die Vorfreude

Zum Westliga-Auftakt bleibt der FC Wolfurt im Ländle. In der 1. Runde empfangen die Schlosswölfe die Altach Juniors, ehe es eine Woche später auf die Dornbirner Birkenwiese geht. Die Vorfreude bei Maccani ist entsprechend groß. „Derbys sind immer etwas Besonderes – speziell in der Regionalliga. Natürlich wollen wir gleich punkten, wissen aber auch, dass es sehr schwer wird“, sagt der Wolfurt-Coach.

Einen Teil des Matchplans hat Maccani bereits klar definiert: „Wir müssen in jedem Spiel alles auf den Platz bringen und für jeden Gegner lästig sein.“

  

 

 FC Wolfurt 2026/27 

Ziel: nicht hinten reinrutschen, Klassenerhalt
Zugänge: Stefan Umjenovic (SW Bregenz), Aleksandar Umjenovic (Andelsbuch), Anthony Dunand (Langen), Mehmeteren Bayraktar (Schwarzenberg), Yusuf Özüyer (Ruggell, Schweiz), Felix Brüderlin (Ravensburg II, Deutschland)
Abgänge: Tobias Wegscheider (Altach Amateure), Manuel Sutter, Luca Maccani (beide Fussach), Luka Hammer (Rotenberg), Niklas Kienreich (Höchst), Simon Mentin, Benjamin Neubauer (beide Karriereende)