Regionalliga West

Nach solider Saison als Aufsteiger: FC Lustenau peilt einstelligen Tabellenplatz an

Nicht himmelhoch jauchzend, aber auch nicht zu Tode betrübt – so fällt das Fazit des FC Lustenau 1907 nach der vergangenen Saison aus. Als Aufsteiger belegte die Mannschaft den zwölften Tabellenplatz und erfüllte damit die Erwartungen. In ihrer zweiten Westliga-Saison nach dem Aufstieg soll nun der nächste Schritt folgen: Mit einem breiter aufgestellten Kader peilen die Lustenauer einen einstelligen Tabellenplatz an.


Foto: FC Lustenau 1907

 

Starke Steigerung nach der Winterpause

„Wir haben uns deutlich schwerer getan als erwartet. Dass der Sprung in die Regionalliga so groß ist, hätte ich nicht gedacht“, zeigte sich Lustenau-Coach Philipp Hagspiel von der höheren Qualität der Liga beeindruckt. Nach einer schwierigen Herbstsaison, in der die Lustenauer aus 16 Partien lediglich 15 Punkte holten, war klar, dass in mehreren Bereichen nachgebessert werden musste. „Körperlich und vom Spieltempo her mussten wir aufholen. Dafür haben wir die Winterpause intensiv genutzt“, erklärte Hagspiel.

Die Fortschritte waren im Frühjahr deutlich sichtbar. Noch bevor zahlreiche Verletzungen den Aufsteiger ausbremsten, präsentierte sich die Mannschaft wesentlich stabiler als in der ersten Saisonhälfte. Zum Frühjahrsauftakt blieb Lustenau fünf Spiele in Folge ungeschlagen und arbeitete sich in der Tabelle nach vorne. Am Ende stand Rang zwölf zu Buche. „Unterm Strich war die Saison okay. Wir sind zufrieden“, zog Hagspiel ein positives Fazit.

 

Lustenau setzt auf breiteren Kader und will einstelligen Tabellenplatz

Im Sommer musste Lustenau mehrere Leistungsträger verabschieden. Mit Zengin, Rottmann, Mutu und Vetter verließen gleich vier Stammspieler den Verein. Im Gegenzug wurde der Kader mit neun Neuzugängen verstärkt. „Damit haben wir unseren Kader verbreitert“, erklärt Hagspiel, der die Qualität seiner Mannschaft auf einem ähnlichen Niveau wie in der Vorsaison sieht.

Auch an den Zielen hat sich nur wenig geändert. Nach dem ersten Jahr kenne man die Anforderungen der Liga nun deutlich besser. „Jetzt, wo wir ein Jahr hinter uns haben, wissen wir, was auf uns zukommt. Heuer wollen wir einstellig sein“, sagt Hagspiel.

 


Foto: FC Lustenau 1907

 

Auftakt mit Revanche-Chance in Kitzbühel

Zum Saisonauftakt wartet auf Lustenau heute Abend auswärts Kitzbühel – ausgerechnet jener Gegner, gegen den es in der ersten Runde des ÖFB-Cups eine deutliche 1:4-Niederlage setzte. Für Hagspiel und seine Mannschaft bietet sich damit die Chance, eine erste Reaktion zu zeigen.

Dafür müssen allerdings die Grundlagen stimmen. „Wir müssen die eigenen Fehler im Ballbesitz minimieren. Darauf haben wir die ganze Trainingswoche hingearbeitet“, betont Hagspiel. Der Schlüssel zum Erfolg in der Gamsstadt dürfte vor allem in einer stabilen Defensive liegen. „Mit einer guten Abwehrleistung hoffen wir, dass wir etwas mitnehmen können“, sagt der Trainer.

 

  

 FC Lustenau 2026/27 

Ziel: einstelliger Tabellenplatz
Zugänge: Tobias Bischof (SV Innsbruck), Moritz Beck (Unterpremstätten), Thomas König (Eggenfelden/Deutschland), Luigi Scala Loureiro Junior (Cruzeiro-AL/Brasilien), Paul Hagen (Triester), Luis Müller (zuletzt vereinslos), Julian Hagen, Marcel Rizvanovic, Paul Hagen (alle FC Lustenau II)
Abgänge: Hüseyin Zengin, Elias Vetter (beide Höchst), Dominik Rottmann (Gaißau), Alin Mutu (Alberschwende), Mats Seible (Riefensberg), Simon Grabherr (FC Lustenau II), Valentin Hämmerle (neuer Verein unbekannt), Yasir Mihci (Widnau/Schweiz), Noah Moosbrugger (1980 Wien)