Hinter den WSG Tirol Juniors und dem SK St. Johann sicherte sich auch der SV Fügen souverän den Aufstieg in die Regionalliga West. Damit kehrt die 4.300-Einwohner-Gemeinde nach mehr als drei Jahrzehnten in die dritthöchste Spielklasse Österreichs zurück. Das erklärte Ziel ist ein gesicherter Mittelfeldplatz. Erreicht werden soll das mit jenem Team, das den Aufstieg geschafft hat und dem der Verein weiterhin vollstes Vertrauen schenkt.

Foto: SV Fügen
Mit beeindruckenden 16 Punkten Vorsprung auf den ersten Nicht-Aufstiegsplatz, den der Innsbrucker AC belegte, sicherte sich Fügen die Rückkehr in die Regionalliga West. Für Sportchef David Egger war der Aufstieg die logische Konsequenz einer starken Saison: „Der Top-3-Platz in der vergangenen Saison war natürlich super für uns. Unser klares Ziel war der Aufstieg – und das haben wir am Ende souverän geschafft.“
Auch das überraschend frühe Aus im Landescup gegen Außenseiter Mayrhofen konnte die erfolgreiche Saison nicht trüben. „Besonders freut uns, wie sich die Mannschaft im Laufe der Saison entwickelt hat. Vor allem haben wir ein richtig gutes Frühjahr gespielt. Das bestätigt die Arbeit, die wir in dieser Saison geleistet haben“, betont Egger.
Während Fügen vor der Winterpause 25 Punkte sammelte, legte das Team in der Rückrunde noch einmal zu und holte starke 31 Zähler. Lediglich die WSG Juniors waren mit 33 Punkten in der zweiten Saisonhälfte noch erfolgreicher.

Auf Goalgetter Stephan Kuen war in der Aufstiegssaison Verlass.
Foto: SV Fügen
Mit 31 Treffern zeichnete Stephan Kuen in der Aufstiegssaison für beinahe die Hälfte aller 69 Fügener Tore verantwortlich und war damit der überragende Torschütze des Teams. Für Egger steht jedoch fest, dass der Erfolg nicht an einer einzelnen Person festzumachen ist: „Stephan funktioniert nur, wenn die Mannschaft funktioniert“, betont er und weist den Eindruck einer One-Man-Show entschieden zurück.
Dennoch spart Egger nicht mit Lob für seinen Torjäger: „Stephan hat eine unglaubliche Qualität vor dem Tor. Er ist ein kompletter Stürmer, bringt alles mit, was man auf dieser Position braucht, und ist gleichzeitig ein echter Teamplayer.“
Erstmals seit der Saison 1991/92 schlägt der Fügen wieder in der Regionalliga West auf. Entsprechend groß ist die Vorfreude auf das neue Kapitel. „Für uns ist das Neuland. Sowohl sportlich als auch organisatorisch wird es eine spannende Saison“, blickt Egger optimistisch auf die bevorstehenden Aufgaben. Trotz der ungewohnten Herausforderung formuliert der Klub klare Ziele: „Wir müssen uns zunächst an die Liga und das höhere Tempo gewöhnen. Unser Anspruch ist es aber, uns im Tabellenmittelfeld zu etablieren und mit dem Abstieg nichts zu tun zu haben“, so Egger.
Vertrauen schenkt Fügen dabei vor allem jener Mannschaft, die den Aufstieg geschafft hat. Mit Lukas Fuchs und Tobias Adelsberger verließen lediglich zwei Spieler den Verein – sie wechselten nach Mayrhofen beziehungsweise Münster. Das Duo wurde mit den Verpflichtungen von Paul Wessiack (Schwaz) und Hannes Mair (Kolsass/Weer) kompensiert. Weil Innenverteidiger Johannes Mair nach einem Kreuzbandriss voraussichtlich bis zur Winterpause ausfällt, reagierte der Verein zudem mit der Verpflichtung des ehemaligen Austria-Wien-Akademiespielers Jonas Egger. „Weil die Mannschaft super funktioniert und alle gut miteinander auskommen, haben wir geschaut, dass wir da nicht viel verändern“, kommentiert Egger die Transferstrategie des Vereins.

Die Neuen: Hannes Mair, Paul Wessiack und Jonas Egger (v.l.n.r.).
Foto: SV Fügen
Für große Begeisterung sorgte in Fügen auch die Veröffentlichung des Spielplans der Regionalliga West. Gleich zum Auftakt wartet mit dem Derby gegen den SC Schwaz ein echtes Highlight. „Ein Traumlos. Für uns hätte es nicht schöner kommen können. Freitagabend, zuhause – da wird richtig viel los sein“, freut sich Egger auf das erste Regionalliga-Spiel des Vereins seit den frühen 90er-Jahren.
Doch auch danach bleibt das Programm anspruchsvoll: Bereits eine Woche später steht mit dem Auswärtsspiel in Kitzbühel das nächste Tirol-Duell auf dem Plan. „Ich habe gesehen, welche Spieler Kitzbühel verpflichtet hat – eine richtig starke Mannschaft. Mit Schwaz und Kitzbühel warten gleich zu Beginn zwei echte Bewährungsproben auf uns“, weiß Egger um die schwierige Aufgabe zum Saisonstart.
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| Ziel: gesichertes Tabellenmittelfeld |
| Zugänge: Paul Wessiack (Schwaz), Jonas Egger (AKA Austria Wien U18), Hannes Mair (Kolsass/Weer) |
| Abgänge: Lukas Fuchs (Mayrhofen), Tobias Adelsberger (Münster) |