Der SC Imst hat im Heimspiel gegen den FC Pinzgau Saalfelden seine Rolle als beste Frühjahrsmannschaft bestätigt und seine Serie schneller Führungen eindrucksvoll fortgesetzt. Gegen die schwächste Frühjahrsmannschaft der Westliga legten die Tiroler erneut einen Blitzstart hin und stellten früh die Weichen auf Sieg – am Ende stand ein deutlicher 5:0-Sieg. Ein Erfolg, der die Kräfteverhältnisse im neuen Jahr einmal mehr unterstreicht.

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In diesen Wochen präsentiert sich Imst als wahrer Frühstarter der Westliga. Schon gegen St. Johann traf man in der dritten Minute, gegen Dornbirn und die Reichenau jeweils sogar in Minute zwei – und auch diesmal ließ der erste Treffer nicht lange auf sich warten. Bereits in der 3. Minute durften die Hausherren jubeln: Nach einer Ecke köpfte Schmiederer an die Latte, Tobias Auböck reagierte am schnellsten und drückte den Ball zur frühen 1:0-Führung über die Linie. „Momentan sind wir dafür prädestiniert“, meinte Imst-Coach Jens Scheuer mit einem Schmunzeln. „Die schnelle Führung machte es gegen einen sehr disziplinierten Gegner natürlich etwas leichter.“
Ganz souverän war der Auftritt in der Anfangsphase aber nicht. Denn nach dem 1:0 musste Imst kurzzeitig um seinen Vorsprung zittern. „Da hatte der FC Pinzgau zwei Möglichkeiten, die er aber nicht genutzt hat“, so Scheuer. Nach einer Flanke von Alexander Wangler scheiterte zunächst Domagoj Galesic, auch der Nachschuss von Joao Pedro fand nicht den Weg ins Tor. Effizienter zeigten sich hingegen wieder die Gastgeber: In der 34. Minute nutzte Paulo Rossetti einen Ballverlust der Gäste nach einem Einwurf. Schmiederer setzte ihn in Szene, Rossetti umkurvte Torhüter Nick Jurescha und stellte auf 2:0.
Nach der Pause präsentierten sich die Pinzgauer deutlich offensiver. „Die ersten 15 Minuten waren gut“, stellte Trainer Adonis Spica fest. Doch der nächste leichtfertige Fehler brachte die Gäste noch weiter ins Hintertreffen: Christoph Eller streichelte die Kirsche elegant an Jurescha vorbei und traf zum 3:0. Dass Imst in der Schlussphase das Ergebnis weiter in die Höhe schraubte, Eller mit einer sehenswerten Einzelaktion (80.) und auch der eingewechselte Jan Schulz (85.) trafen, entsprach nicht ganz dem Spielverlauf. "Am Ende ist der Sieg vielleicht um ein Tor zu hoch ausgefallen. Aber das 5:0 nehmen wir natürlich gerne", sagte Scheuer. Spica sah es ähnlich, haderte mit weiteren ausgelassenen Chancen. "Vor dem 3:0 und 4:0 hat Imst den Ball jeweils auf der Linie gerettet."
Während bei den Tirolern nach dem fünften Sieg im siebten Frühjahrsspiel naturgemäß beste Stimmung herrscht, hinken die Pinzgauer ihren eigenen Erwartungen weiter meilenweit hinterher. Spica sprach im Winter Platz sechs bis acht als Wunsch-Platzierung aus, Sportchef Tamas Tandari von insgesamt 40 Punkten. Für Zweiteres müssten die Pinzgauer aus den verbleibenden neun Runden ganze sieben Siege holen. Schon jetzt deutet vieles darauf hin, dass die Saison im Pinzgau sehr enttäuschend enden wird. Auch hinter der Zukunft von Spica steht ein großes Fragezeichen. Ob der 33-jährige Kroate den Klub in die neue Nordliga führen darf, ist offen: „Nach so vielen Niederlagen würde mich ein Nein nicht wundern“, meinte er selbstkritisch.
👑 Die Besten bei Imst: Auböck, Eller
Freitag, 17.04.2026, 19:30, Velly-Arena Imst, Z: 200, SR: Andreas Staudinger
Imst: Christian Steinlechner, Alp Demir, Paulo Rossetti, Marko Jovljevic (K), Samuel Krismer, Luis Marberger, Benjamin Schmiederer, Christoph Eller, Thomas Kofler, Tobias Auböck, Benjamin Kraft Ersatz: David Sukiasyan, Florian Jamnig, Danso Djana Casado, Lukas Lamp, Ondrej Jakubov, Jan Filipp Schulz |
FC Pinzgau: Nick Jurescha, Marko Colic, Domagoj Galesic, Philipp Zehentmayr (K), Loukas Andreas Pasiourtis, Felix Adjei, Semir Gvozdjar, Joao Pedro Gomez Da Silva, Branimir Barisic, Christoph Heugenhauser, Alexander Wangler Ersatz: Dominik Moser, Dzejlan Halilovic, Kauä Cesar De Souza Pinheiro, Gabriel Messias Reino Teixeira, Ratan Dudaew |
| Torfolge: | 1:0 Tobias Auböck (2.) |
| 2:0 Paulo Rossetti (34.) | |
| 3:0 Christoph Eller (53.) | |
| 4:0 Christoph Eller (80.) | |
| 5:0 Jan Filipp Schulz (85.) |