Ein effizienter BSK1933 hat am Samstagnachmittag den SV Wals-Grünau im Salzburger Derby recht deutlich mit 3:0 in die Schranken gewiesen. Nach einer ausgeglichenen, torlosen ersten Halbzeit sorgten die Pongauer im zweiten Durchgang für klare Verhältnisse und erzielten alle Treffer nach dem Seitenwechsel. Besonders bitter für die Grün-Weißen: Beim Stand von 2:0 ließ Thomas Pertl einen Elfmeter inklusive Nachschuss ungenutzt, Momente danach kassierte man Gegentreffer Nummer drei. "Damit war's dann gegessen", stöhnte Wals-Grünau-Trainer Bernhard Huber-Rieder.
Foto: Wolfgang Sulzberger
Sowohl Bischofshofen als auch Wals-Grünau hatten unter der Woche den Sprung ins Halbfinale des Landescups geschafft – ein Umstand, der im heutigen Westliga-Duell deutlich spürbar war. „Man hat gesehen, dass beide Teams unter der Woche viele Kräfte gelassen haben. Es war ein reiner Abnützungskampf“, erklärte Huber-Rieder.
BSK-Trainer Sean Caldwell bewertete die Partie etwas positiver: „Die erste Halbzeit war sehr ausgeglichen, beide Mannschaften mit einer guten Energie. Wir hatten die besseren Möglichkeiten im Sechzehner, Wals-Grünau eher aus der Distanz.“ Die wohl beste Chance vergab Gerhard Brennsteiner, dessen Kopfball zum Leidwesen der Grün-Weißen nicht ins Glück segelte.
„Nach einer Umstellung zur Pause waren wir stärker und vor allem sehr effizient“, analysierte Caldwell, dessen Schützlinge zu Beginn der zweiten Halbzeit das erste Ausrufezeichen setzten: Eine Flanke von Konstantinos Chatzipirpiridis fand am zweiten Pfosten Anid Hasanovic, der in der 54. Minute zur Führung einschob. Nur fünf Minuten später legten die Pongauer nach, als Filip Zaric eine Hereingabe per Nachschuss zum 2:0 verwertete.
Im Schlussakt bot sich dem SV Wals-Grünau die große Chance auf den Anschlusstreffer: Thomas Pertl trat zum Elfmeter an, scheiterte jedoch sowohl vom Punkt (an Keeper Mirnes Kahrimanovic) als auch im Nachschuss (Latte). Praktisch im Gegenzug sorgte Bischofshofen für die Entscheidung: Über Chukwurah und Chatzipirpiridis landete der Ball bei Karim Hassanin, der in der 84. Minute zum 3:0-Endstand traf. „In den letzten 20 Minuten hat man gemerkt, dass es bereits das neunte Spiel in kurzer Zeit war. Am Ende hatten wir aber mehr Energie“, so Caldwell.
Während Bischofshofen nun etwas durchschnaufen kann und erst am kommenden Sonntag in Kitzbühel wieder gefordert ist, geht es für Wals-Grünau ohne Pause weiter: Bereits am Dienstag steht das Nachtragsspiel der 20. Runde an – ebenfalls in der Gamsstadt.
👑 Die Besten bei Bischofshofen: Zaric, Azzef
Samstag, 18.04.2026, 15:00, BSK-Platz Bischofshofen, Z: 150, SR: Andreas Peitler
Bischofshofen: Mirel Kahrimanovic (K) - Jekabs Laguns, Filip Zaric, Oleksandr Safonov - Albin Begovic, Orlando-Rahim Azzef, Karim Hassanin, Bleonard Muslija, Konstantinos Chatzipirpiridis, Anid Hasanovic - Melih Akbulut Ersatz: Alexander Hillebrand, Said Daniel Llambay, Mirnes Kahrimanovic, Amel Avdic, Chukwudebelu Obasi Chukwurah |
Wals-Grünau: Valerian Rehrl, Manuel Hauk, Florian Lindner, Fabian Ruf, Christoph Brötzner, Maximilian Pagitsch, Nemanja Zikic, Niklas Sturm, Gerhard Brennsteiner, Alexander Lapkalo, Petrit Nika (K) Ersatz: Sebastian Künstner, Lucas Wildmann, Thomas Pertl, Jonathan Huber, Moussa David Dembele, Benjamin Sabic |
| Torfolge: | 1:0 Anid Hasanovic (54.) |
| 2:0 Filip Zaric (59.) | |
| 3:0 Karim Hassanin (81.) |