Der intemann FC Lauterach hat in der dritten Runde der Westliga einen sicher geglaubten Heimsieg gegen Angstgegner SC EGLO Schwaz aus der Hand gegeben. Nach einem frühen 0:2-Rückstand drehten die Vorarlberger die Partie und führten bis kurz vor Schluss mit 3:2. In der Nachspielzeit gelang den Tirolern in Überzahl jedoch noch der Ausgleich.

Foto: intemann FC Lauterach
Lauterach traf in der dritten Runde der Westliga auf seinen bisherigen Angstgegner Schwaz. Die fünf bisherigen direkten Duelle hatten allesamt die Silberstädter für sich entschieden. Auch der Saisonstart sprach am Papier klar für die Tiroler: Während Schwaz mit zwei Siegen perfekt in die neue Spielzeit gestartet war, musste Lauterach zwei Niederlagen hinnehmen.
Gemäß der Statistiken begann das Duell ganz nach dem Geschmack der Gäste. Bereits in der 3. Minute verwandelte Can Alak einen Elfmeter zur Führung, ehe Max Löschl nur fünf Minuten später auf 2:0 erhöhte. Besonders die Elfmeterentscheidung sorgte bei Lauterachs Sportboss Zlatko Jurcevic für Unverständnis. „Ich war selbst 18 Jahre Schiedsrichter, davon neun Jahre in der Westliga. Diesen Elfer hätte ich nicht gegeben“, erklärte Jurcevic.
Für Lauterach sollte die Entscheidung zudem noch weitere Folgen haben: Die Gelbe Karte für den Verursacher Matija Milosavljevic sollte sich später noch als kostspielig erweisen.
Nach dem katastrophalen Start bewies Lauterach im weiteren Verlauf der ersten Halbzeit große Moral. Die Hausherren kämpften sich zurück ins Spiel und sorgten innerhalb weniger Minuten für den Ausgleich. Zunächst verkürzte Muhammed Canazlar in der 33. Minute mit einem direkt verwandelten Freistoß, ehe Youngster Jonas Sensoy nur fünf Minuten später zum 2:2 traf. Nach dem Ausgleich entwickelte Lauterach zunehmend Druck. „Schwaz hat sich dann ergeben, förmlich in die Pause gerettet“, schilderte Jurcevic die starke Drangphase seiner Mannschaft.
Nach dem Seitenwechsel belohnte sich Lauterach für seine starke Aufholjagd. Der erst 17-jährige Jonas Sensoy schnürte in der 72. Minute seinen Doppelpack und brachte die Hausherren erstmals an diesem Nachmittag in Führung.
Anschließend verpasste Lauterach jedoch die Entscheidung. Sportboss Zlatko Jurcevic trauerte vor allem den Chancen auf das mögliche 4:2 nach. „Tas ist alleine vor dem Tor aufgetaucht, beim Abschluss von Schatz rettete die Innenstange“, berichtete er.
In der 84. Minute wurde es für die Vorarlberger zusätzlich schwierig: Der bereits verwarnte Matija Milosavljevic sah die Gelb-Rote Karte. In Überzahl erhöhte Schwaz den Druck und kam schließlich doch noch zum Ausgleich. In der zweiten Minute der Nachspielzeit sorgte Moritz Hupfauf für die Punkteteilung.
„Sehr bitter für uns. Aber ich glaube fest daran, dass das, was wir heute nicht bekommen haben, irgendwann zurückkommt“, meinte Jurcevic. Trotz des späten Rückschlags zeigte sich der Sportboss mit dem Auftritt seiner Mannschaft zufrieden: „Den einen Punkt haben wir uns mehr als verdient.“
👑 Die Besten bei Lauterach: Basic, Aras, Sensoy
Samstag, 15.08.2026, 17:00, Bruno-Pezzey-Stadion Lauterach, Z: 356, SR: Matthias Gächter
Lauterach: Kruno Basic - Marko Martinovic (K), Pascal Dietrich, Matija Milosavljevic, Daniel Sigg - Muhammed Canazlar, Fikret Mert Aras, Jonas Emre Sensoy - Valentin Matkovic, Ömer Efe Tas, Burak Ergin Ersatz: Moritz Purtscher, Djamel Eddine Yachir, Timo Deller, Nico Grabic, Leon Tahric, Tristan Kan Schatz |
Schwaz: Lukas Wackerle, Simon Plattner, Can Alak, Paul Heel, Florian Tipotsch (K), Mehmet Ali Sahin, Raphael Rauch, Max Löschl, Elija Dornauer, Moritz Hupfauf, Arda Taflan Ersatz: Martin Troppmair, Mustafa Erdem, Nicolas Jäkel, Mehmet Ayazoglu, Daniel Osuji, Stefan Inthal |
| Torfolge: | 0:1 Can Alak (3.) 0:2 Max Löschl (8.) 1:2 Muhammed Canazlar (33.) 2:2 Jonas Sensoy (38.) 3:2 Jonas Sensoy (72.) 3:3 Moritz Hupfauf (92.) |
| Gelb-Rote Karte: | Matija Milosavljevic (Foul, 84.) |