Im schwer bespielbaren Herrenried musste der VfB Hohenems gegen den FC Kufstein ordentlich schuften, ehe Mert Can Ünal und Joker Valdir in der Schlussphase kurzen Prozess machten. Nach dem 3:1 ist nicht nur der nächste Dreier eingetütet – dank dem Dornbirner Umfaller in Schwaz wuchs der Vorsprung an der Spitze auf vier Punkte.

Foto: VfB Hohenems
Hohenems ging als Tabellenführer ins Heimspiel gegen Kufstein. Tabellenführer-Like war allerdings der Untergrund im Herrenriedstadion nicht. „Aktuell tun wir uns auf unserem eigenen Platz schwer, weil er sehr schwer zu bespielen ist“, erklärte Hohenems-Trainer Werner Grabherr.
Trotz der schwierigen Bedingungen durften die Vorarlberger über eine knappe Pausenführung jubeln. Nach einer starken Kombination über Pierre Nagler und Liam Tripp stand Mert Can Ünal am Ende der Verwertungskette und schob zum 1:0 ein (37.).
Davor und danach vergaben die Steinböcke jeweils eine gute Chance. "Zehn Minuten vor dem 1:0 ist ein Eckball an den Pfosten gegangen, kurz vor der Halbzeit haben die Kufsteiner einen Nagler-Kopfball vor der Linie geklärt", ließ Grabherr wissen.
Die Kufsteiner, die Last-Minute-Neuzugang Maysson Meïté noch vor der Pause verletzungsbedingt auswechseln mussten, erwischten einen Traumstart in den zweiten Durchgang. Nur fünf Minuten nach dem Seitenwechsel schlug Aboubacarr Cisse nach einer Standardsituation zu und stellte auf 1:1 (50.).
Danach entwickelte sich eine offene Partie. „Beide Mannschaften haben versucht, die Kontrolle über das Spiel zu bekommen“, schilderte Grabherr. Die entscheidende Phase folgte schließlich ab der 72. Minute – und dauerte gerade einmal fünf Minuten.
Zunächst schnürte Ünal seinen Doppelpack und brachte die Steinböcke wieder in Führung (72.). Nur fünf Minuten später legte Valdir Henrique Barbosa da Silva nach und machte mit dem 3:1 endgültig den Deckel drauf (77.).
„Mit den Einwechslungen haben wir noch einmal eine gute Power reingebracht. Für uns ein wichtiger Sieg – wie jeder eigentlich. Am Ende sehr verdient“, resümierte Grabherr.
Damit muss Kufstein weiter auf einen Sieg in Hohenems warten. Der letzte gelang den Tirolern am 15. August 2018. Für die Steinböcke gab es dagegen doppelten Grund zur Freude: Weil Dornbirn am Vortag in Schwaz Federn ließ, bauten die Hohenemser ihre Tabellenführung aus. Nach neun Runden beträgt der Vorsprung bereits vier Punkte.
👑 Die Besten bei Hohenems: Ünal, Tiefenbach
Sonntag, 27.09.2026, 15:00, Herrenriedstadion Hohenems, Z: 391, SR: Matthias Gächter
Hohenems: Florian Eres - Noel Bösch, Yannik Gruber, Niklas Heimböck, Tim Wolfgang (K) - Noel Gunz, Finn Marold, Daniel Tiefenbach - Mert Can Ünal, Liam Tripp, Pierre Nagler Ersatz: Elias Lampert, Maximilian Gosch, Luka Ancevski, Valdir Henrique Barbosa da Silva, Bader Belhaj, Luca Vater |
Kufstein: Paul Schermer, Brahima Diallo, Emir Duran, Kemal Kilic, Maysson Meïté, Sandro Gavric (K), Marcel Prosic, Aboubacar Cisse, Gentian Vokri, Alessandro Discetti, Paul Jouini Ersatz: Arda Dereköy, Lukas Hofmann, Lukas Grömansberger, Franjo Stanic |
Torfolge: | 1:0 Mert Can Ünal (37.) 1:1 Aboubacar Cisse (50.) 2:1 Mert Can Ünal (72.) 3:1 Valdir Henrique Barbosa da Silva (77.) |