Spielberichte

„Unterm Strich etwas glücklich“: Alexander Steiner über Sportunion Neukirchen/V.-Puchkirchens 3:2-Derbywende in Ampflwang

ASKÖ Ampflwang
Neukirchen/V.-Puchkirchen

Derby, Rückstand, Aufholjagd: Alexander Steiner führte Sportunion Neukirchen/V.-Puchkirchen bei ASKÖ Oberbank Ampflwang nach schwierigen Anfangsminuten zurück in die Partie und sprach hinterher von harter Arbeit und einer klaren Reaktion nach der Pause. Im Rahmen der 1. Klasse Mitte-West schilderte der Trainer, wie seine Elf mit den Platzverhältnissen und der Fünferkette der Gastgeber haderte, zunächst wenig zwingend wurde und zur Pause 0:2 zurücklag, danach aber mit Anpassungen, mehr Ballkontrolle und einem entscheidenden Standard die Dynamik drehte. Die Stimmung: erleichtert, selbstkritisch, aber auch stolz auf die reife zweite Halbzeit und den geschlossenen Auftritt im Derby.

Torwart in Neongrün, im Vordergrund der Ball

Image by Alexander Fox | PlaNet Fox from Pixabay

Vom 0:2-Pausenrückstand zur Wende

Steiner ordnete die erste Hälfte klar ein: „Unterm Strich war es wahrscheinlich etwas glücklich. Wir sind schlecht in die erste Halbzeit gestartet, hatten Probleme mit den Platzverhältnissen und mit der taktischen Ausrichtung des Gegners und sind so verdient mit 0:2 in Rückstand geraten.“ Tatsächlich lag Neukirchen/V.-Puchkirchen nach Treffern von Emrah Becirevic (21.) und Luca Brand (36.) 0:2 hinten. Der Impuls kam in der Kabine: „Ampflwang hat mit einer Fünferkette sehr tief verteidigt. Das habe ich in der Halbzeit korrigiert, danach hatten wir mehr Spielanteile und konnten das Spiel auf unsere Seite bringen.“ Die Aufholer setzten schließlich ihre Stürmer in Szene – Marcel Haider (65.), Sebastian Fürthauer (71.) und Dominik Schachner (83.) drehten die Partie zum 3:2.

Ballbesitz, Fünferkette und der Schlüssel-Elfmeter

Zum Spielcharakter sagte Steiner: „Ampflwang ist mit der Qualität in der Offensive immer brandgefährlich und kann theoretisch aus jeder Chance ein Tor machen. Aus unserer Sicht haben wir zunächst nicht die ganz zwingenden Möglichkeiten herausgespielt, weil der Gegner mit der Fünfer-Abwehrkette extrem tief stand. Nichtsdestotrotz haben wir die Chancen, die wir bekommen haben, auch genützt.“ Beim Ballbesitz bestätigte er das Bild: „Ampflwang hat uns die Spielanteile wohl bewusst überlassen und ist sehr tief gestanden. In der zweiten Hälfte konnten wir den Ballbesitz glücklicherweise in Tore ummünzen.“ Standards prägten die Partie, besonders ein Strafstoß: „Aus Eckbällen und Freistößen sind auf beiden Seiten immer wieder gefährliche Chancen entstanden. Der Elfmeter war als Standardsituation der Knackpunkt – den haben wir verwertet und so das Spiel drehen können.“

Fair geführt, wenig strittig – und der Blick nach vorn

Die Intensität blieb im Rahmen: „Für ein Derby war es absolut fair geführt. Natürlich gab es Zweikämpfe, die einem Derby gerecht werden, aber in Summe war es ein durchwegs faires Spiel“, so Steiner. Zu kniffligen Entscheidungen meinte er: „Ein Elfmeterpfiff ist immer ein bisschen glücklich. Der Schiedsrichter muss in der Sekunde entscheiden. Aus meiner Sicht war der Strafstoß für uns verdient, insgesamt gab es wenig wirklich strittige Szenen.“ Spät sah Ampflwang noch Rot für Roland Reményi (93.). Vorausblickend ordnete der Coach die Lage ein: „Als Nächstes wartet ein hochkarätiger Gegner, aktuell direkt hinter uns in der Tabelle. Zu Hause wollen wir unsere Serie fortsetzen und wieder drei Punkte holen.“

1. Klasse Mitte-West: Ampflwang : Neukirchen/V.-P. - 2:3 (2:0)

  • 83
    Dominik Schachner 2:3
  • 71
    Sebastian Fürthauer 2:2
  • 65
    Marcel Haider 2:1
  • 36
    Luca Brand 2:0
  • 21
    Emrah Becirevic 1:0