In der Bezirksliga Nord unterlag die Union Lembach beim Spitzenreiter DSG Union Naarn mit 1:3. Trainer Amarildo Zela sprach von einem „Sommerkick“ bei großer Hitze und haderte vor allem mit eigenen Patzern. „Naarn hat unsere Fehler eiskalt genutzt“, sagte er nach einem Spiel, das lange offen war: Mairböck traf vor der Pause, Peterseil erhöhte, Lembachs Idris Sakic brachte die Gäste zurück, ehe in der Nachspielzeit Noah Leonhard Pilz den Deckel draufsetzte – aus Zelas Sicht begünstigt von einem schweren Torwartfehler. Für Union Lembach zählt nun die schnelle Regeneration bis Freitag.

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Die ersten 30 Minuten passten zu dem, was Amarildo Zela als „typischen Sommerkick“ beschrieb. „Es war ein sehr schwieriges Spiel für uns. Bei 37 Grad am Feiertag war das eigentlich ein 0:0-Spiel“, meinte der Lembach-Coach. Chancen waren Mangelware, vieles spielte sich zwischen den Strafräumen ab. Umso bitterer für die Gäste, dass Naarn vor der Pause zuschlug: In Minute 36 stellte Florian Mairböck auf 1:0. Zela haderte dabei mit der Entstehung: „Das erste Tor hat uns auseinandergebracht. Für mich steht der Stürmer zwei Meter im Abseits.“ Zur Pause lag der Tabellenführer mit 1:0 vorne, obwohl der Spielverlauf bis dahin aus Lembacher Sicht „ausgeglichen“ gewirkt hatte. „Wenn wir mit 0:0 in die Kabine gehen, schaut es anders aus“, betonte Zela und machte klar, dass dieses 1:0 für ihn der Knackpunkt des Abends war.
Nach dem Seitenwechsel blieb es zunächst eng, ehe Naarn in der 65. Minute durch Oliver Peterseil auf 2:0 stellte. „Beim zweiten Tor nach einer Ecke haben wir den zweiten Ball verschlafen“, ärgerte sich Zela, der auch personell ins Detail ging: „Alexander Mühlparzer hat da nicht gut aufgepasst.“ Seine Mannschaft gab sich dennoch nicht auf. Ganze drei Minuten später war Union Lembach wieder im Spiel: Idris Sakic drückte einen Standard über die Linie und verkürzte auf 2:1. „Wir sind zurückgekommen und haben gedrückt“, so Zela. Richtig zwingend wurde es aber selten. „Es waren Halbschancen, uns hat der letzte Pass und das letzte Dribbling gefehlt. Wir waren nicht spritzig.“ Der Trainer verwies dabei auch auf die Rahmenbedingungen: „Montag, 37 Grad – das macht keinen Spaß. Dazu war die Vorbereitung kurz, mir fehlten Alternativen.“ Sein Eindruck vom Gegner fiel nüchtern aus: „Naarn war für mich auch nicht besonders – sie haben unsere Fehler eiskalt genutzt.“
Als Lembach in der Schlussphase noch einmal anrannte, entschied Naarn die Partie tief in der Nachspielzeit: Noah Leonhard Pilz traf zum 3:1 und fixierte den Heimsieg. Zela nahm dabei seinen Schlussmann in Schutz, benannte den Fauxpas aber klar: „In der Nachspielzeit macht unser Goalie einen katastrophalen Fehler, geht zweimal ins Dribbling als letzter Mann – das darf nicht passieren.“ Am Ende steht ein 1:3 beim Tabellenführer, der mit 49 Punkten weiter voran marschiert. Lembach bleibt mit 30 Zählern im gesicherten Mittelfeld, hat aber am Freitag gleich das nächste wichtige Spiel vor der Brust. „Jetzt ist erst einmal Regeneration wichtig. Gegen Freistadt ist es ein Sechs-Punkte-Spiel“, sagte Zela und blickte nach vorn. „Da kommen zwei Spieler zurück, damit wir mehr Alternativen haben. Am Freitag wird eine andere Mannschaft am Platz stehen – und ein anderes Spiel.“ Zudem wolle er den heißen Montagskick schnell „abhaken“: „Darüber will ich gar nicht mehr reden.“