Zwischen SK Stratex Gallspach und Union VTA Rottenbach entwickelte sich in der 1. Klasse Mitte-West ein intensives, zweikampfbetontes Duell, das 2:2 endete und von Coach Jürgen Ließ als insgesamt gerechtes Resultat eingeordnet wurde. Ließ betonte, seine Mannschaft hätte „sicher mehr Tore erzielen können“, verwies aber auch auf einen aus seiner Sicht ausbleibenden Strafstoß in der 1. Minute: „Wir hätten aus dem Spiel heraus und vom Punkt mehr machen können.“ Gleichzeitig stellte er klar, dass Rottenbach die klareren Möglichkeiten hatte – ein Stimmungsbild, das die Intensität des Nachmittags gut einfängt.

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„Es war eher körperlich geprägt mit vielen, teils härteren Zweikämpfen auf beiden Seiten“, fasste Jürgen Ließ die Tonart zusammen. Spürbar war das besonders gegen Ende: „Es wurde am Ende sehr, sehr hitzig.“ Trotz mancher Aufreger, darunter der von Ließ monierte nicht gegebene Elfmeter in Minute eins, blieb sein Urteil über die Kräfteverhältnisse sachlich: „Im Endeffekt muss man sagen, dass Rottenbach die bessere Mannschaft war.“ Das 2:2 passte für ihn letztlich zum Verlauf – auch, weil Rottenbach in der Schlussphase vehement auf den Ausgleich drängte.
Auf dem Feld reagierte Gallspach nach der Pause: „Wir haben ab der 60. Minute auf Fünferkette umgestellt, Rottenbach im Gegenzug auf Dreierkette. Das war wieder eine Pattstellung.“ Der Spielverlauf untermauerte dieses Bild: Gallspach ging früh mit 1:0 in Führung (Torschütze: Shpend Murtezani), Rottenbach glich aus (Torschütze: Laurenz Wimmer), ehe die Gastgeber durch ein unglückliches Eigentor (Eigentor: Sebastian Lindinger) erneut auf 2:1 stellten. In der 83. Minute fiel schließlich der Ausgleich zum 2:2 (Torschütze: Laurenz Wimmer). „Rottenbach hat stark auf den Ausgleich gedrückt, und beide Teams hatten am Ende noch den Lucky Punch auf dem Fuß“, so Ließ.
Beide Großchancen blieben ungenutzt – das Remis war die logische Folge des offenen Schlagabtauschs bis zum Abpfiff.
Ein klar benannter Arbeitsauftrag betrifft ruhende Bälle: „Wir haben defensiv sicher Probleme bei Standards, vor allem wenn sie so gut getreten werden wie von Rottenbach.“ Für die nächsten Aufgaben ist die Personaldecke wieder breiter: „Wir spielen jetzt auswärts und fahren sicher nicht als Punktelieferant dorthin, zumal uns heute sieben Spieler gefehlt haben und wir aus dem allerletzten Loch gepfiffen haben.Die werden wahrscheinlich nächste Woche wieder dabei sein, und ich gehe davon aus, dass wir dort noch ein besseres Gesicht zeigen als in den ersten zwei Partien.“ Zum Schluss sendet Ließ ein Signal an die Kabine: „Ich muss meiner Mannschaft ein großes Lob aussprechen für die ersten beiden Partien. Wir haben keine leichte Zeit hinter uns, jedoch sieht man den Aufwärtstrend ganz klar in den Leistungen – und mit den Neuerwerbungen bin ich sehr, sehr zufrieden."