In der 21. Runde der 1. Klasse Mitte-West setzte sich Union MAO Bodenbeschichtung Taiskirchen auswärts mit 2:1 bei Union VTA Rottenbach durch. Nach frühem Rückstand drehte Taiskirchen die Partie direkt nach der Pause und machte den Auswärtssieg fix. Sportchef Sandro Helml sprach von einer klaren Linie nach vorne und viel Ballbesitz, mahnte aber trotz Dreier: „Defensiv sind wir noch zu anfällig.“ Aus seiner Sicht lieferte der Unparteiische eine souveräne Vorstellung. Und: Nach drei ungeschlagenen Partien sieht Helml einen leichten Aufwärtstrend, den man nun festigen will.

Foto: Harald Dostal/fodo.media
Rottenbach erwischte den besseren Moment, Taiskirchen das bessere Ende. Nach einer dominanten Anfangsphase der Gäste fiel das 1:0 für die Hausherren in Minute 20 durch Hermann Humer. Aus Taiskirchener Sicht war das unnötig, Helml erklärte später: „Wir waren von Beginn an spielbestimmend, hatten viel Ballbesitz und waren sehr dominant.“ Zur Pause stand dennoch 1:0, ehe die Gäste sofort nach Wiederbeginn zuschlugen. In Minute 46 traf Michael Berthold zum 1:1 und gab dem Spiel die Richtung vor. Taiskirchen blieb am Drücker und belohnte sich ein zweites Mal: In der 61. Minute stellte Adam Horog auf 1:2 – der entscheidende Treffer. „Ich hatte das Gefühl, dass es heute in unsere Richtung gehen kann, auch wenn die letzten Ergebnisse vorsichtig machen“, sagte Helml. Nach dem Führungstor spielten die Gäste reifer und brachten den Sieg ruhig über die Zeit.
In seiner Analyse legte Helml den Fokus auf die Fortschritte mit Ball. „Unsere Offensive war heute klarer im letzten Drittel. Wir haben mehr Chancen herausgespielt“, betonte er. Vor allem das 2:1 durch Horog hob er als Schlüsselmoment hervor: „Das war die entscheidende Aktion.“ Taiskirchen habe „wieder einen Weg gefunden, dass der Ball besser läuft“ und „probiert, Fußball zu spielen“, wie der Sportliche Leiter zusammenfasste. Gleichzeitig blieb er kritisch: „Wir sind defensiv noch zu anfällig und bekommen aus dem Nichts ein Tor.“ Dieses Spannungsfeld begleitet die Mannschaft seit Wochen. Helml formulierte das deutlich: „Wir bekommen zu leicht Gegentore. Mit sehr wenig Aufwand vom Gegner ist es möglich, uns zu treffen – da müssen wir besser werden.“ Der Dreier in Rottenbach war deshalb auch ein Sieg des Willens, weil es gelang, die erarbeitete Überlegenheit endlich in Zählbares zu verwandeln.
Neben dem sportlichen Inhalt blieb der Ton fair. Strittige Szenen gab es laut Helml keine, er lobte den Auftritt des Unparteiischen als „ordentlich und souverän“. Auch für den Gegner fand er respektvolle Worte: Rottenbach sei „eine junge, gute Mannschaft“, die es Taiskirchen lange schwer gemacht habe. Der Blick auf die Tabelle unterstreicht das enge Rennen im Mittelfeld: Rottenbach hält bei 31 Punkten auf Rang sieben, Taiskirchen bei 29 Zählern auf Platz neun. Für die Gäste ist nach einer Negativserie ein zarter Trend sichtbar. „Wir sind jetzt drei Spiele ungeschlagen, ein leichter Aufwärtstrend ist erkennbar“, sagte Helml. Das Programm bleibt knackig – genau das gefällt ihm: „Wir freuen uns auf die nächsten Partien gegen Teams aus dem oberen Drittel. Gegen bessere Gegner hatten wir immer unsere Stärken.“ Ziel ist klar: Stabil bleiben, defensiv zulegen und die Serie ausbauen.