In der 1. Klasse Mitte-West trennten sich der SV SPAR Hochhauser Pichl 1963 und die Union VTA Rottenbach mit 0:0. Pichl hatte viel vom Spiel, Rottenbach stand tief und machte die Räume eng. Trainer Levente Kresz sagte nach dem Schlusspfiff: "Wir waren die spielbestimmende Mannschaft", haderte aber mit fehlender Genauigkeit und meinte: "Ein Quäntchen Glück hat gefehlt." Am Ende blieb eine Punkteteilung, die zum Spiel passte und für beide Teams eine unterschiedliche Bedeutung hat.

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Wer am Freitagabend in Pichl hinüberschaute, sah ein Spiel, in dem die Hausherren über weite Strecken das Tempo vorgaben. Rottenbach kam – so schilderte es Levente Kresz – nach vier Niederlagen an und stellte sich "sehr defensiv mit einer Fünferkette" auf. Genau das zog sich durch die 90 Minuten: Pichl hatte viel Ballbesitz, schob das Spiel über die Flügel an und suchte vor allem rechts den Weg hinter die Kette. "Wir sind da oft durchgekommen", erklärte der Trainer, "aber die Flanken und Stanglpässe waren nicht präzise genug." Aus dem Übergewicht entstanden dadurch zu selten klare Abschlüsse, und zur Pause stand es folgerichtig 0:0. Auch nach dem Seitenwechsel blieb Pichl das aktivere Team, doch Rottenbach verteidigte diszipliniert und machte den Strafraum eng. So fehlte der letzte Ball, um den Unterschied zu machen. Am Ende blieb es beim torlosen Remis.
Nach dem Spiel fasste Levente Kresz die Leistung seiner Elf geradlinig zusammen. "Gut funktioniert hat, dass wir von Anfang bis zum Schluss gekämpft haben", sagte er und verwies noch einmal auf das Plus an Ballkontrolle: "Wir hatten viel Ballbesitz und waren die spielbestimmende Mannschaft." Gleichzeitig blieb er ehrlich, wo es haperte: "Wir sind oft über die Seiten, vor allem rechts, durchgekommen. Leider waren die Flanken und Stanglpässe nicht präzise genug, darum hatten wir zu wenig große Chancen." Auf die Frage, was zum Sieg fehlte, kam prompt die Antwort: "Ein Quäntchen Glück hat gefehlt." Den Gegner sah er in seinem Plan bestätigt: "Rottenbach wollte nach den vier Niederlagen nicht verlieren und hat das mit der Fünferkette gut umgesetzt." Auch das Schiedsrichterteam bekam ein positives Wort: "Das Schiedsrichtertrio war in Ordnung."
Die Nullnummer ordnet sich für beide Seiten unterschiedlich ein. Pichl bleibt nach 22 Runden mit 40 Punkten auf Platz drei der Tabelle, während Rottenbach mit 32 Zählern als Sechster eine ordentliche Ausgangslage behauptet. Für die Gäste war der Zähler – auch das betonte Kresz – vor allem nach mehreren Niederlagen wichtig. Bei Pichl überwiegt trotz verpasstem Dreier das Positive. "Solche Spiele hätten wir im Herbst vielleicht verloren", sagte Kresz. Das torlose Remis passte damit zum Abend: viel Einsatz, wenig Risiko des Gegners, und ein Heimteam, das dranblieb, aber die letzte Genauigkeit im Strafraum vermisste.