Spielberichte

Daniel Troppmair (Trainer Union Bruckmühl): "Wir hätten Punkte mitnehmen können"

TSV Frankenburg
Union Bruckmühl

Im Rahmen der 1. Klasse Mitte-West setzte sich der TSV Baugruppe Schmid Frankenburg mit 1:0 gegen Union Bruckmühl durch. Nach einer torlosen ersten Hälfte entschied Elmas Abdic die über weite Strecken ausgeglichene Partie spät per Freistoßvariante (83.). Bruckmühl-Coach Daniel Troppmair sprach von einem Duell auf Augenhöhe und haderte mit der Entstehung des Standards, betonte aber auch die eigenen Großchancen – am Ende blieb seiner Elf trotz viel Aufwand der erhoffte Lohn verwehrt.

Schiedsrichter macht eine Notiz, hinter ihm liegt der Spielball

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Spät entschieden: Standard bringt Frankenburg den Sieg

Die Partie begann offen, beide Seiten suchten ihre Möglichkeiten, ohne das Risiko zu überziehen. Zur Pause stand es folgerichtig 0:0, viel lief über Zweikämpfe und kompaktes Verteidigen. Erst in der Schlussphase kippte die Begegnung – und zwar nach einer einstudierten Freistoßvariante. „Es war eine kurz abgespielte Freistoßvariante, mit der wir nicht gerechnet haben. Das war clever von Frankenburg“, schilderte Daniel Troppmair. Den entscheidenden Abschluss setzte Elmas Abdic in der 83. Minute. Beim Pfiff vor dem Standard blieb für den Bruckmühl-Coach allerdings ein schaler Beigeschmack: „Meiner Meinung nach war das kein Foul. Das war die einzige Fehlentscheidung des Schiedsrichters an diesem Tag.“ Ansonsten fand Troppmair die Leitung „in Ordnung“ – das bittere 0:1 änderte das nicht.

Matchplan, Stabilität – und ein Gegner mit Wucht

In seiner Analyse hob der Bruckmühl-Trainer zunächst das eigene Auftreten hervor. „Wir haben den Matchplan total gut umgesetzt. Wir kannten die Stärken von Frankenburg und haben sie so gut es geht aus dem Spiel genommen“, erklärte Troppmair. Sein Team habe „schnörkellos, aber clever“ nach vorne gespielt und immer wieder Nadelstiche gesetzt. Besonders zufrieden war er mit der Arbeit gegen den Ball: „Die defensive Stabilität war wieder sehr gut.“ Gleichzeitig zeigte er Respekt vor dem Tabellenführer: „Frankenburg hat sehr gute Einzelspieler, ist robust und laufstark.“ Aus seiner Sicht war aber auch zu spüren, dass beim Favoriten Druck auf dem Kessel ist: „Man hat gemerkt, dass der Kopf nicht ganz frei ist, weil sie unbedingt aufsteigen wollen.“ Genau deshalb ärgert ihn das späte Gegentor doppelt – das Spiel war lange offen.

Latte, leeres Tor – und ein klarer Auftrag für die nächsten Wochen

Dass Bruckmühl ohne Zählbares die Heimreise antrat, lag für Troppmair an der mangelhaften Chancenverwertung. „Ich finde nicht, dass wir das schlechtere Team waren. Wir hätten da sicher Punkte mitnehmen können“, sagte er und zählte die Szenen auf, die ihm hängen blieben: „Wir haben zweimal die Latte getroffen und zwei weitere hundertprozentige Chancen – einmal treffen wir das leere Tor nicht und einmal laufen wir allein auf den Tormann zu.“ Auch die Personalsituation wollte er nicht vorschieben, ordnete sie aber ein: „Wir waren ein bisschen ersatzgeschwächt, trotzdem können wir auf dieser Leistung aufbauen.“ Der Blick geht nach vorne: „Wir müssen unsere Chancen wieder machen. Daran werden wir arbeiten. Jetzt gilt der Fokus den nächsten Wochen – da wollen wir so viele Punkte wie möglich sammeln.“

1. Klasse Mitte-West: Frankenburg : Bruckmühl - 1:0 (0:0)

  • 83
    Elmas Abdic 1:0