In der 1. Klasse Mitte-West erwischte der SV DSV Road Kallham den perfekten Start und schlug den SV Schlüßlberg mit 4:2 (3:1). Nach dem frühen 0:3 war der Berg für die Gäste zu steil, auch wenn Erik Briedl vor der Pause und Paul Sturm spät noch trafen. Co-Trainer Manuel Muckenhumer sprach von einem gebrauchten Tag und brachte es nüchtern auf den Punkt: „Drei Eigenfehler, dann rennst du nur noch hinterher.“ Kallham festigt Platz drei, Schlüßlberg bleibt Siebter.

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Kallham stellte die Weichen früh: In Minute 8 traf Julian Buchinger zum 1:0, nur vier Minuten später erhöhte Marcel Wolfesberger auf 2:0. Als Sebastian Aschauer in der 22. Minute das 3:0 nachlegte, war die Partie aus Sicht der Gäste schon schwer zu drehen. „Wir haben sehr schlecht in die Partie gestartet. Die ersten drei Torschüsse der Heimmannschaft waren gleich drinnen“, ärgerte sich Manuel Muckenhumer. Seine Elf fand lange nicht zu ihrem Spiel. Erst kurz vor der Pause meldete sich Schlüßlberg: Erik Briedl stellte in der 38. Minute auf 3:1 und gab der Mannschaft ein Lebenszeichen. „Die erste Hälfte kann man abschreiben. Wir sind nicht in unser Spiel gekommen und sind als verdienter Verlierer vom Platz gegangen“, ordnete der Co-Trainer den zähen Beginn klar ein.
Nach Abpfiff ging Muckenhumer die Treffer der Gastgeber ohne Ausreden durch. „Das 1:0 ist durch einen Abspielfehler passiert, daraus ist ein Konter entstanden. Das 2:0 war ein Elfmeter – da haben wir uns nicht geschickt angestellt. Beim 3:0 verlieren wir wieder den Ball, sie kommen über die Seite, und in der Mitte steht einer frei und köpft ein.“ Für die Gäste war das eine bittere Sammlung vermeidbarer Situationen. „Wir hatten leichte Abspielfehler im Aufbau, katastrophale Pässe in die Füße des Gegners. Wir waren zu weit weg, haben die ersten und zweiten Bälle nicht bekommen“, sagte er. Ganz ohne Hoffnungsschimmer war es trotzdem nicht. „Nach dem 3:0 haben wir ein kleines Aufbäumen gehabt, sind in unsere Ballstaffetten gekommen und waren dann auch gefährlich“, so Muckenhumer. Der Anschluss durch Briedl vor der Pause passte dazu – doch Chancen waren insgesamt zu selten, um Kallham ernsthaft wackeln zu lassen.
Wer auf eine große Schlüßlberger Aufholjagd nach der Pause gehofft hatte, wurde früh enttäuscht. Mathias Hamedinger stellte in der 48. Minute auf 4:1 – der nächste Nackenschlag. „In der zweiten Halbzeit wollten wir noch einmal alles probieren. Leider haben wir sehr schnell das vierte Gegentor bekommen“, erklärte Muckenhumer. Sein Team blieb dran, mehr als das späte 4:2 durch Paul Sturm in der 81. Minute war aber nicht mehr drin. „Natürlich kann man den einen oder anderen noch machen. An diesem Tag ist es uns leider nicht gelungen“, sagte der Co-Trainer zur Chancenverwertung. Für den Gegner fand er faire Worte: „Kallham war sehr aggressiv gegen den Ball, auch mit Ball. Mit weiten Bällen und auf die zweiten Bälle sind sie immer wieder gefährlich geworden.“ Diskussionen über den Unparteiischen ließ er bewusst nicht aufkommen: „Es gab Szenen, die man anders sehen kann, aber der Schiedsrichter hat keine Schuld.“ In der Tabelle bleibt Schlüßlberg mit 38 Punkten Siebter, Kallham verteidigt mit 44 Zählern Rang drei. Trotz der Niederlage bleibt der Ton positiv. „Die Moral meiner Mannschaft hat gepasst, jeder rackert für den anderen. Wir haben ein super Frühjahr gespielt, lassen uns davon nicht blenden. Wir haken das ab und blicken schon wieder nach vorne“, so Muckenhumer zum Schluss.