Zum Saisonfinish in der 1. Klasse Mitte-West lieferte der SV SPAR Hochhauser Pichl 1963 seine letzte Heimvorstellung ab – und unterlag nach wildem Schlagabtausch Union Pizza & Baguette Haag/Hausruck mit 3:4. Früh hinten, zur Pause im Rückstand, nach der Pause eiskalte Gäste – Pichls späte Tore kamen zu spät. Trainer Levente Kresz nahm die Pleite offen auf sich: "Diese Niederlage geht auf meine Kappe." Aus seiner Sicht entschieden vor allem die Chancenverwertung und Haags starkes Offensivduo um Emir Muminovic und Qail Idrizi die Partie.

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Die Partie begann mit offenem Visier und hohem Tempo. "Die Anfangsphase war sehr offensiv von beiden Mannschaften, es war ein richtiger Schlagabtausch", schilderte Levente Kresz. Bereits in Minute 3 führte Haag, als Emir Muminovic seine Klasse aufblitzen ließ und aus wenig ziemlich viel machte – 0:1. Pichl ließ sich davon nicht beirren, arbeitete sich in die gefährlichen Zonen und kam nach mehreren Anläufen verdient zum Ausgleich: In der 20. Minute stellte Fatlum Ibrahimi auf 1:1. Statt Sicherheit kam aber der nächste Nackenschlag: Nach einer Standardsituation war ein Haager frei und Tobias Scheucher nutzte das in der 35. Minute zum 1:2. "Wir waren oft im letzten Drittel, haben aber Möglichkeiten liegen gelassen", ärgerte sich Kresz. Mit diesem Rückstand ging es in die Kabinen – und mit dem festen Vorsatz, das Spiel noch zu drehen.
Aus der Pause kam Pichl mit Mut und Ballbesitz, doch der Plan trug nicht. "Wir hatten uns vorgenommen, das Spiel zu drehen. Uns war aber klar, dass es über Konter mit zwei brutal guten Spielern gefährlich werden kann, wenn wir in der Restverteidigung nicht gut stehen", erklärte der Coach. Genau so passierte es: Eine starke Einzelaktion von Muminovic bedeutete in Minute 67 das 1:3. Pichl blieb am Ball, drückte, fand aber zu selten klare Abschlüsse. Als Qail Idrizi in der 88. Minute zum 1:4 einschob, schien alles entschieden. In der Schlussphase bäumte sich Pichl noch einmal auf, Martin Hegedüs verkürzte in der 90. Minute auf 2:4 und legte in Minute 90+2 das 3:4 nach. "Die zwei Treffer waren am Ende mehr Ergebniskosmetik, das Spiel war da schon entschieden", sagte Kresz nüchtern.
Der Pichl-Trainer stellte sich nach dem Schlusspfiff vor seine Mannschaft. "Diese Niederlage nehme ich auf meine Kappe", sagte Levente Kresz. "Ich wollte im letzten Spiel einfach Fußball spielen und sehr offensiv auftreten. Taktisch hätte ich es anders machen können. Das ist mein Fehler gewesen, und ich habe daraus gelernt." In seiner Analyse blieb er konsequent: "Der größte Unterschied war die Chancenverwertung." Dazu kam der Respekt vor dem Gegner: "Haag hat sehr gut umgesetzt, was sie sich vorgenommen haben, und verdient gewonnen." Besonders hob er das Offensivduo hervor: "Die Unterschiedsspieler waren Muminovic und Idrizi." Diskussionen über die Leitung wollte er nicht aufmachen: "Die Schiedsrichterleistung war okay." Insgesamt spürte man in jeder Aussage viel Ehrlichkeit – und den Blick nach vorne.
Sportlich bleibt Pichl trotz des 3:4 eine starke Saison, aber der gewünschte Ausklang vor eigenem Publikum blieb aus. In der Endabrechnung steht Pichl nach 26 Runden bei 43 Punkten und damit im vorderen Drittel, während Haag mit nun 29 Zählern im Mittelfeld landet. Kresz nahm das Ergebnis gefasst: "Wir wollten mit einem Heimsieg abschließen, das ist uns leider nicht gelungen. Aber wir kommen nächstes Jahr noch stärker und motivierter zurück." Er bedankte sich ausdrücklich bei seiner Truppe für Einsatz und Trainingsfleiß über die gesamte Spielzeit: "Wir haben eine gute Mannschaft und machen eine intensive Vorbereitung, damit wir topfit in die nächste Saison starten." Große Transfers seien nicht geplant, vielmehr setzt Pichl auf den bestehenden Kern. Und noch ein persönliches Wort hatte der Trainer parat: "Ich möchte mich bei Ibrahimi bedanken und ihm alles Gute wünschen." Für den Sommer heißt das: kurz durchschnaufen – und dann wieder angreifen.