Spielberichte

„Nach dem 0:1 haben wir nicht aufgehört zu spielen“ – Schlüßlberg schlägt den Meister 3:2

SV Schlüßlberg
TSV Frankenburg

Zum Abschluss der 26. Runde in der 1. Klasse Mitte-West lieferte der SV Schlüßlberg dem bereits feststehenden Meister TSV Baugruppe Schmid Frankenburg einen offenen Schlagabtausch – mit dem besseren Ende für die Heimischen: 3:2. Trainer Roland Lindenbauer stellte nach dem Abpfiff den Charakter seiner jungen Truppe in den Vordergrund. „Wichtig war, dass wir nach dem 0:1 nicht aufgehört haben zu spielen“, sagte er. Die Mannschaft drehte das Match, ging mit 2:2 in die Pause und setzte in Minute 87 den entscheidenden Stich.

Fußballtor

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Früher Rückstand, direkte Antwort und ein packendes 2:2 zur Pause

Frankenburg erwischte den besseren Start und ging nach zwölf Minuten durch Balázs Szemere mit 0:1 in Führung. „Das 0:1 ist uns zu einfach passiert, wir waren da nicht gut organisiert“, ordnete Roland Lindenbauer ein. Schlüßlberg schüttelte sich nur kurz: Bereits zwei Minuten später stellte Sabahudin Emric auf 1:1. Der Coach betonte, dass sein Team mutig bleiben wollte: „Wir wollten uns beteiligen, unseren Fußball spielen und auch den Ball haben – das ist uns gut gelungen.“ In Minute 40 traf Florian Winkler zum 2:1. Lindenbauer vermerkte dazu: „Wir haben das 2:1 per Elfer gemacht.“ Die Gäste antworteten allerdings direkt vor dem Pausenpfiff: In der Nachspielzeit stellte Dominik Streicher auf 2:2, laut Lindenbauer ebenfalls „durch einen Elfer“, womit ein wilder erster Durchgang seinen Abschluss fand.

Lindenbauer über den Schlüssel: Kampfgeist, Zweikämpfe – und ein starker Huber

Aus Trainersicht lag der Knackpunkt klar auf der mentalen Schiene. „Der wichtigste Moment war, dass wir nach dem 0:1 nicht aufgehört haben, sondern weitergearbeitet haben“, sagte Lindenbauer. Sein Team blieb dran, gewann viele Duelle und hielt das Tempo hoch. „Wir wissen, dass wir in dieser Liga über den Kampfgeist kommen. Das Zweikampfverhalten muss sehr gut sein, und das haben die Spieler gezeigt.“ Großen Anteil hatte auch Schlussmann Stefan Huber: „Er war sehr gut und hat einige Situationen für uns gerettet.“ Als die Partie in der Schlussphase auf die Zielgerade einbog, nutzten die Hausherren noch einmal ihre Chance: Kevin Wagner traf in der 87. Minute zum 3:2. Der Coach blieb dabei ehrlich: „Das war eher glücklich, aber natürlich auch schön.“ Genau diese Mischung aus Einsatz, Glaube und einem Quäntchen Fortune machte am Ende den Unterschied gegen den Meister.

Junge Mannschaft liefert ab – Lob für Unparteiische und Blick auf die Saison

Neben dem Resultat war dem Trainer vor allem die Reifeleistung einer sehr jungen Truppe wichtig. „Wir hatten sicher die jüngste Mannschaft in dieser Liga am Feld. In den letzten 15 Minuten haben zwei Fünfzehnjährige, ein Sechzehnjähriger und ein Siebzehnjähriger gespielt – die haben sich tapfer geschlagen“, betonte Lindenbauer und nannte auch einen Namen: „Kilian Falzberger und Noah Holezius.“ Zum Gegner fand er faire Worte: „Frankenburg war anfangs stark. Man wusste, dass der Gegner stark ist – vielleicht aber nicht mehr zu hundert Prozent am Platz.“ Auch zur Spielleitung gab es Lob: „Die Schiedsrichterleistung war in Ordnung.“

Mit dem 3:2 gegen den Meister rundete Schlüßlberg eine starke Saison ab und beendet sie mit 41 Punkten auf Rang sechs, während Frankenburg mit 57 Zählern als verdienter Titelträger das Tableau anführt. Für Lindenbauer bleibt vor allem eines hängen: eine junge Mannschaft, die sich gegen große Namen nicht versteckt – und in entscheidenden Momenten dranbleibt.

1. Klasse Mitte-West: Schlüßlberg : Frankenburg - 3:2 (2:2)

  • 87
    Kevin Wagner 3:2
  • 46
    Dominik Streicher 2:2
  • 40
    Florian Winkler 2:1
  • 14
    Sabahudin Emric 1:1
  • 12
    Balázs Szemere 0:1