Spielberichte

„Ich war sicher, dass wir vier Tore machen“ – Baurnberger erklärt Gallspachs 4:3 nach 0:3

SK Gallspach
ASKÖ Ampflwang

Spektakel zum Saisonabschluss in der 1. Klasse Mitte-West: Der SK Stratex Gallspach dreht zuhause ein 0:3 gegen den ASKÖ Oberbank Ampflwang noch in ein 4:3. Nach einem schweren Start trafen Eldar Huskic (2) und Kürsat Celep (2) zum umjubelten Comeback. Co-Trainer Thomas Baurnberger führt den Sieg vor allem auf eine Systemumstellung und den Glauben in die eigene Idee zurück – auch wenn das Minimalziel, nicht Letzter zu werden, wegen des Direktvergleichs am Ende verpasst wurde.

Fußballschuhe auf Ersatzbank, alle mit roten Stutzen

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Vom 0:3-Schock zum Gallspacher Sturmlauf

Die Partie begann aus Heimsicht denkbar mies. In Minute 12 stellte Luca Brand für Ampflwang auf 0:1, zwei Minuten später legte Emrah Becirevic das 0:2 nach. Als derselbe Ampflwang-Stürmer in der 33. Minute zum 0:3 traf, wirkte die Aufgabe riesig. „Das waren vermeidbare Gegentore, entgegen dem Spielverlauf. Bis dahin war Ampflwang kaum im Strafraum“, ärgerte sich Thomas Baurnberger. Gallspach schlug aber noch vor der Pause zurück: Eldar Huskic verkürzte in der 37. Minute auf 1:3 und brachte mit diesem wichtigen Anschluss wieder Leben in die Mannschaft. „Das 1:3 knapp vor der Pause war der Knackpunkt“, so der Co-Trainer. Nach dem Seitenwechsel legten die Gastgeber richtig los. Kürsat Celep traf in der 53. und 55. Minute im Doppelpack zum 3:3, ehe Huskic in der 59. per Strafstoß die Wende zum 4:3 fixierte – sechs wilde Minuten, in denen Gallspach das Momentum endgültig an sich riss und das Spiel auf den Kopf stellte.

4-4-2 bringt Wucht: „Wir waren vom Sieg komplett überzeugt“

Der Schlüssel lag für Baurnberger in der klaren Anpassung: „Wir sind von 4-1-4-1 auf 4-4-2 gegangen, haben die Sechser-Position aufgelassen und mit Eldar Huskic und Kürsat Celep zwei echte Stürmer gebracht. Beide treffen am Ende doppelt – das war entscheidend.“ Auch die innere Überzeugung spielte eine Rolle: „Ich hatte nie Angst, dass wir das nicht gewinnen. Ich habe zu meinem Co-Trainer Mario Sipos gesagt: ‚Wir machen vier Tore, aber vielleicht kriegen wir auch eines oder zwei.‘ Genau so ist es gekommen.“ In der Kabine forderte das Trainerteam mehr Gradlinigkeit Richtung Tor, Abschlüsse statt Umwege – und die Mannschaft setzte es nach Wiederbeginn mit Nachdruck um. „Der Zug nach vorn und der unbedingte Wille, Tore zu machen – das hat heute den Ausschlag gegeben“, fasste Baurnberger zusammen. Dass der Plan aufging, wertet er auch als Kopfsache: „Monatelang ein System, dann umstellen und durchziehen – der Glaube daran war ein entscheidender Faktor.“

Hitzige Schlussphase, Lob fürs Debüt – und ein nüchterner Ausblick

In der Schlussphase wurde es noch einmal unruhig. Aus Gallspacher Sicht führten viele Fouls der Gäste zu einem zerfahrenen Spiel. „Ampflwang hat sehr robust gespielt, das hat unseren Spielfluss oft gestört“, meinte Baurnberger. Dazu kam spät noch Ärger über einige Entscheidungen des Schiedsrichters: „Ein sehr junger Schiedsrichter hat insgesamt gut geleitet. Bei den Gelben fand ich die Linie hart.“ Einen besonderen Dank hatte der Co-Trainer für einen Debütanten: „Wir haben mit dem 15-jährigen Paul Lehner einen ganz jungen Spieler gebracht – er hat das in einer schwierigen Situation bravourös gemeistert.“ Trotz des Comebacks verfehlte Gallspach das Minimalziel, nicht Letzter zu werden, wegen des Direktvergleichs. „Wir steigen in die 2. Klasse ab. Wichtig ist, individuelle Fehler abzustellen und Aufgaben mit geradem Fußball zu lösen. Das muss der neue Trainer von Beginn an in die Köpfe bringen“, blickte Baurnberger nüchtern nach vorne – verbunden mit einem Dank „an die ganze Mannschaft, die nach der Trainerentlassung noch einmal mitgezogen hat“.

1. Klasse Mitte-West: SK Gallspach : Ampflwang - 4:3 (1:3)

  • 59
    Eldar Huskic 4:3
  • 55
    Kürsat Celep 3:3
  • 53
    Kürsat Celep 2:3
  • 37
    Eldar Huskic 1:3
  • 33
    Emrah Becirevic 0:3
  • 14
    Emrah Becirevic 0:2
  • 12
    Luca Brand 0:1