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Union Bruckmühl setzt auf Beständigkeit und mittelfristig auf eigenen Nachwuchs.

Union Bruckmühl

Nach Platz sieben  in der 1. Klasse Mitte-West hält die Union Bruckmühl ihren Kurs bewusst schlicht: kein großer Umbruch, kein Aktionismus, dafür Vertrauen in den bestehenden Kader und in den eigenen Nachwuchs. Im Gespräch mit Ligaportal zeichnet Obmann Richard Pohn das Bild eines Vereins, der mit der vergangenen Saison zufrieden ist und für die kommende Spielzeit vor allem eines vermeiden will: in den Abstiegskampf hineingezogen zu werden.

Ersatzspieler auf der Bank am Spielfeldrand

Image by Alexander Fox | PlaNet Fox from Pixabay

Zufriedenheit mit Platz sieben und der Arbeit des Trainerteams

Die Bilanz des Vereins fällt klar positiv aus. Platz sieben war für die Bruckmühler sehr zufriedenstellend, wenn auch bis zum Meisterschaftsende sogar Platz vier möglich  war. Wir bewerten die Saison sehr positiv. Wir sind mit dem erreichten Tabellenplatz sehr zufrieden“, sagt Pohn. Noch wichtiger als die Endplatzierung ist für ihn, wie die Mannschaft die Vorgaben des Trainerteams umgesetzt hat.

Am Trainerstab wird nichts verändert, auch das unterstreicht den Wunsch nach Kontinuität. Pohn spricht offen davon, mit dem bestehenden Team weiterarbeiten zu wollen: Nach einer Saison, die intern als gelungen bewertet wird, sieht die Union also keinen Anlass, an den Grundstrukturen zu rütteln.

Kaum Bewegung im Kader, aber einige schwerwiegende Abschiede

Auch personell bleibt vieles beim Alten. Externe Neuzugänge gibt es keine, stattdessen vertrauen die Bruckmühler auf jenen Stamm, der zuletzt Platz sieben geholt hat. „Wir haben keine Neuzugänge. Wir setzen auf den bisherigen Kader und wollen diesen mit dem eigenen Nachwuchs ergänzen“, erklärt Pohn. Im Sommer gibt es damit nur wenig Bewegung. Ein Spieler verlässt den Verein: Der offensive Mittelfeldspieler Zoran Radicevic wechselt nach Buchkirchen.

Ganz ohne Einschnitt verläuft die Sommerpause dennoch nicht. Der langjährige Abwehrchef Julian Ablinger hat seine Karriere beendet. Gerade weil Bruckmühl sonst auf größere Veränderungen verzichtet, fällt dieser Abschied ins Gewicht. Verletzungssorgen sollen die Planung zumindest aktuell nicht erschweren. Laut Pohn gibt es derzeit keine Langzeitverletzten, im Verein hofft man, dass das auch in den kommenden Wochen so bleibt.

Die nächste Entwicklung soll aus dem eigenen Nachwuchs kommen

Den eigentlichen Schwerpunkt der kommenden Monate sieht Pohn nicht am Transfermarkt, sondern in der vereinseigenen Entwicklung. Besonders die vergangene U16, die in der Nachwuchsliga gespielt hat, soll näher an die Kampfmannschaft herangeführt werden. „Das wichtigste Ziel ist, unsere Nachwuchsspieler mittelfristig in die Kampfmannschaft zu integrieren“, sagt der Obmann.

Dort setzt Bruckmühl den Schwerpunkt. Die Jungen sollen den bestehenden Kader ergänzen und nach und nach Verantwortung übernehmen. Weil keine neuen Spieler geholt wurden, bekommt dieser Weg zusätzliches Gewicht. Der Verein will die kommende Saison also nicht über frische Namen von außen prägen, sondern darüber, wie schnell Spieler aus dem eigenen Unterbau den Sprung schaffen.

Nüchternes Ziel für die neue Saison

Sportlich formuliert die Union ihre Erwartungen bewusst bodenständig. Von großen Ansagen ist nichts zu hören, auch das passt zur bisherigen Linie. „Unser Ziel ist, dass wir mit dem Abstiegskampf nichts zu tun bekommen und wenn möglich einen Platz im Mittelfeld erreichen“, sagt Pohn. Nach dem siebten Rang der Vorsaison wäre das keine Abkehr vom bisherigen Kurs, sondern eine Bestätigung.

Für die Fans bedeutet das: Sie werden in Bruckmühl keine runderneuerte Mannschaft sehen, sondern ein Team, das auf Eingespieltheit setzt und den nächsten Impuls aus den eigenen Reihen holen will. Der Kader bleibt großteils zusammen, das Trainerteam ebenso. Entscheidend wird daher sein, wie rasch die nächste Generation in der Kampfmannschaft Fuß fasst und ob die Union damit jene Stabilität findet, die für eine ruhige Saison im Tabellenmittelfeld nötig ist.