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„Das Kollektiv hat uns stark gemacht“ – Offenhausen blickt auf ein Meister-Frühjahr ohne Heimspiele zurück

SC Offenhausen

Mit dem 2:0 bei den ASKÖ Ohlsdorf Juniors fixierte der Sportclub Offenhausen den Meistertitel in der 2. Klasse Mitte-West und startet nun in der 1. Klasse Mitte-West. Dass zum Abschluss noch ein 1:6 bei den Bad Wimsbach Juniors folgte, änderte am starken Frühjahr nichts mehr. Co-Trainer Michael Kraus sieht den Hauptgrund für diese Saisonhälfte klar: „Das Kollektiv hat uns stark gemacht“ – und genau das zeigte sich in einer Phase, die für den Verein alles andere als einfach war.

Eckball - Blick von der Eckfahne auf den fliegenden Ball und die Beine des Spielers

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Ein Frühjahr fast nur auf Reisen

Michael Kraus machte gleich zu Beginn deutlich, warum diese vergangenen Monate aus seiner Sicht nicht mit einer normalen Saisonhälfte zu vergleichen waren. „Im Frühjahr war es extrem schwer, weil wir aufgrund der Baustelle und weil wir ein neues Vereinsheim bekommen, jedes Spiel auswärts bestreiten mussten“, sagte der Co-Trainer. Genau dieser Punkt zieht sich wie ein roter Faden durch den Rückblick des Vereins. Der Sportclub Offenhausen musste also Woche für Woche ohne gewohnte Umgebung auskommen, ohne den eigenen Platz und ohne den üblichen Heimrhythmus. Umso höher bewertet Kraus, dass die Mannschaft in dieser besonderen Situation nicht auseinanderfiel, sondern eng zusammengerückt ist. Vor allem das Umfeld spielte dabei offenbar eine wichtige Rolle. „Was uns auch stark gemacht hat, waren die vielen Fans, die immer mit uns auswärts dabei waren und den Auswärtsspielen eine gewisse Heimspielatmosphäre gegeben haben“, so Kraus. Gerade in einer Saisonhälfte, in der echte Heimspiele fehlten, war das für den Verein offenbar weit mehr als ein nettes Detail.

Warum es trotzdem zum Titel gereicht hat

Dass der SCO dieses schwierige Frühjahr am Ende trotzdem mit dem Meistertitel abschloss, führt Kraus nicht auf einzelne Namen zurück, sondern ganz bewusst auf die Breite im Kader und auf die mannschaftliche Geschlossenheit. „Einzelne Spieler möchte ich nicht erwähnen. Ich glaube, dass uns das Kollektiv stark gemacht hat“, sagte er. Diese Aussage bekommt auch durch die jüngsten Resultate Gewicht. In den letzten fünf Saisonspielen holte Offenhausen mit dem 3:1 bei Taufkirchen/Michaelnbach, dem 2:2 bei Union Weibern, dem 5:0 beim ATSV Stadl-Paura und schließlich dem 2:0 bei ASKÖ Ohlsdorf Juniors starke Ergebnisse, ehe zum Abschluss das 1:6 bei Bad Wimsbach Juniors folgte. Der entscheidende Schritt war damit bereits in der vorletzten Runde getan. Kraus erklärte außerdem, warum gerade das Kollektiv so wichtig war: „Wir haben kaum zwei Spiele hintereinander mit derselben Aufstellung gespielt. Und das hat uns stark gemacht, dass, wenn ein neuer Spieler in die erste Elf reinkam, dieser dann auch performt hat.“ Dass er ausgerechnet die Bad Wimsbach Juniors als besonders starke Mannschaft des Frühjahrs hervorhob, passt ebenfalls ins Bild. „Die Bad Wimsbach Juniors muss man natürlich nennen. Sie haben ein sehr starkes Frühjahr gespielt und uns das Leben grundsätzlich sehr schwer gemacht.“

Verletzungssorge und Vorfreude auf die neue Liga

Ganz ohne Schattenseite endete diese Phase aber nicht. Kraus berichtete von einer schweren Knieverletzung, die sich ein Spieler in der vorletzten Runde zuzog und wegen der er dem Verein „definitiv eine Weile“ fehlen wird. Darüber hinaus blieb es personell ruhig. Abgänge gibt es laut Kraus derzeit keine, dazu kommt ein neuer Defensivspieler, dessen Namen der Verein noch nicht nennen möchte. Auch im Trainerstab bleibt alles beim Alten. Parallel dazu schreitet das neue Vereinsheim weiter voran, die Eröffnung ist für Ende September geplant. Sportlich ist der Blick bereits nach vorne gerichtet. „Heute war Trainingsstart, wir sind in die Vorbereitung für die erste Klasse Mitte-West gestartet und freuen uns schon sehr darauf, weil es viele Derbys geben wird“, sagte Kraus. Nach einem Frühjahr voller Auswärtsspiele, Improvisation und trotzdem konstanten Ergebnissen geht der Sportclub Offenhausen also mit Rückenwind in die neue Saison – und mit dem klaren Gefühl, dass ihn gerade der Zusammenhalt dorthin gebracht hat.