Bei der Union MAO Bodenbeschichtung Taiskirchen richtet sich der Blick nach einer wechselhaften Saison in der 1. Klasse Mitte-West klar nach vorne. Der Neunte der vergangenen Spielzeit will nach mehreren Trainerwechseln wieder mehr Ruhe hineinbringen, setzt auf den neuen Spielertrainer Peter Jaksa und peilt laut Sektionsleiter Johann Bachinger einen Platz im oberen Drittel an. Dazu soll vor allem eines wachsen: eine gefestigte, geschlossene Mannschaft.

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Johann Bachinger machte im Rückblick keinen Hehl daraus, dass hinter der Union Taiskirchen keine einfache Phase liegt. „Nach einer durchwachsenen Saison mit mehreren Trainern freuen wir uns schon auf die kommende Saison“, sagte der Sektionsleiter. Genau in diesem Satz steckt viel von dem, was den Verein derzeit beschäftigt. Die vergangenen Monate waren von Veränderungen geprägt, zugleich gelang zum Schluss noch einmal ein versöhnlicher Schlusspunkt. Nach drei Niederlagen in Serie legte Taiskirchen in den letzten beiden Runden noch ein 5:1 bei Union Haag/Hausruck und ein 4:0 gegen Union Bruckmühl nach. Bachinger hob in diesem Zusammenhang auch hervor, dass der interimsmäßig eingesprungene Trainer Norbert Petershofer in den letzten vier Spielen mitgeholfen habe, noch zu einem „sehr guten Saisonabschluss“ zu kommen.
Dass der Blick nun nach vorne geht, zeigte Bachinger vor allem bei den personellen Fragen. „Wir freuen uns sehr über unseren neuen Spielertrainer Peter Jaksa", sagte er und setzte damit den klarsten Akzent dieses Sommers. Dazu kommt mit Tobias Jetzinger ein neuer Tormann. Auf der Abgangsseite steht mit Jakub Duricek ein Mittelfeldspieler fest. Zudem steht Urgestein Michael Hörmandinger aufgrund einer Achillessehnenverletzung wahrscheinlich nicht mehr zur Verfügung. Ein Umbruch ist aus den Aussagen nicht herauszuhören, wohl aber der Versuch, mit gezielten Veränderungen wieder mehr Ordnung und Stabilität in den Alltag der Union zu bringen. Gerade die Besetzung auf der Trainerposition soll dabei eine wichtige Rolle spielen.
Ganz sorgenfrei ist die Lage im Kader derzeit noch nicht. „Wir haben einige Verletzte, aber die meisten sind schon wieder am Weg der Besserung und kommen Stück für Stück ins Aufgebot zurück“, erklärte Bachinger. Für die Vorbereitung bedeutet das, dass Union Taiskirchen auf mehr personelle Möglichkeiten hofft, ohne schon von einer völlig entspannten Lage sprechen zu können. Auffällig war im Gespräch auch, wohin der Blick sonst noch geht. Einen einzelnen Liga-Konkurrenten wollte Bachinger nicht besonders hervorheben, stattdessen sprach er die Derbys an. Gerade diese Spiele, etwa gegen Dorf/Pram und Aufsteiger Pram seien für Taiskirchen besonders reizvoll. Gleichzeitig bedauerte er, dass ein anderer Derbygegner in einer anderen Gruppe eingeteilt ist und damit wegfällt.
Beim Saisonziel wurde Johann Bachinger dann sehr deutlich. „Unser Ziel ist heuer, dass wir eine gefestigte und geschlossene Mannschaft werden, mit einem super Teamspirit“, sagte er. Das klingt bewusst nicht nach großen Parolen, sondern nach einem Verein, der nach einer unruhigen Saison zuerst wieder ein stabiles Fundament schaffen will. Sportlich formulierte er die Richtung dennoch klar: „Grundsätzlich würden wir uns freuen, wenn wir es schaffen, dass wir uns im oberen Drittel festsetzen können.“ Dazu kam noch ein Wunsch, der im Unterhaus oft entscheidend ist und über viele Wochen hinweg viel mitbestimmt: verletzungsfrei zu bleiben. Wenn die Union Taiskirchen personell wirklich Schritt für Schritt zulegen kann und der neue Spielertrainer rasch greift, dann ist genau das die Linie, an der sich die kommende Spielzeit messen lassen wird.