In der 1. Klasse Mitte-West hat sich die Union Bruckmühl mit der Union VTA Rottenbach lange ein Duell auf Augenhöhe geliefert, am Ende nahmen die Gäste aber einen 3:1-Auswärtssieg mit. Rottenbach geriet in Rückstand, glich fast postwendend aus und legte laut Sektionsleiter Hannes Huemer vor allem nach dem 1:1 spürbar zu. Genau diese Phase machte für ihn den Unterschied und hielt die Gäste auch nach vier Runden an der Tabellenspitze.

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Was Huemer über die 90 Minuten sagte, passte gut zum Ablauf dieser Partie. "Es war ein Spiel auf Augenhöhe beider Mannschaften", meinte der Rottenbacher Sektionsleiter, fügte aber auch an: "Rottenbach war spielerisch ein bisserl besser." Zunächst schlug dennoch Bruckmühl zu. In der 35. Minute brachte Mohamad Abu Tapshe die Hausherren mit 1:0 in Führung. Lange Wirkung hatte dieser Treffer aber nicht, weil Laurenz Wimmer nur zwei Minuten später für Rottenbach ausglich. Mit dem 1:1 ging es auch in die Pause, und genau damit war eine Partie offen, in der die Gastgeber laut Huemer "sehr gute Ansätze in der Offensive" zeigten, defensiv aber "leichte Schwächen" hatten.
Entscheidend wurde dann jene Phase, die Huemer auch im Gespräch sofort hervorhob. "Im Zeitraum nach dem 1:1 waren wir sicher stärker", sagte er, und die Minuten nach dem Seitenwechsel gaben dieser Einschätzung recht. Daniel Wallaberger brachte Rottenbach in der 53. Minute erstmals in Front, Lukas Kramer legte in der 66. Minute das 3:1 nach. Für Huemer war genau diese Abfolge der Schlüssel zum Auswärtssieg: "Das 1:1 war ausschlaggebend und dann gleich in Folge das 2:1. Mit dem 3:1 haben wir eigentlich den Deckel drauf gemacht." Ganz erledigt war Bruckmühl damit zwar noch nicht, weil "Bruckmühl noch zu einzelnen Chancen kam", wie Huemer sagte, doch genauso hatten auch die Gäste noch Möglichkeiten.
Dass Rottenbach die Partie danach nicht mehr aus der Hand gab, führte Huemer vor allem auf zwei Dinge zurück: auf die Arbeit gegen den Ball und auf die Einstellung seiner Mannschaft. "Im defensiven Bereich haben wir wenig zugelassen", sagte er, und außerdem sei die "kämpferische Bereitwilligkeit unserer Spieler" klar zu sehen gewesen. Gerade dieser Wille, das Spiel unbedingt zu gewinnen, sei für ihn deutlich spürbar gewesen. Viel Anlass zur Kritik wollte der Sektionsleiter trotz des Hinweises auf mögliches Verbesserungspotenzial nicht finden: "Verbesserungspotenzial gibt es immer, aber es war schon ein sehr gutes Spiel unserer Mannschaft." Den Gegner beschrieb er gewohnt respektvoll als "kämpferisch" und "nach vorne immer gefährlich", also genau so, wie man Bruckmühl kenne.
Zum Abschluss sprach Huemer noch zwei Punkte an, die im Unterhaus nicht selbstverständlich sind. Zur Leistung des Unparteiischen sagte er knapp: "Die Leistung von Schiedsrichter Parwin war in Ordnung, keine negativen Sachen." Noch deutlicher wurde er beim Platz: "Die Platzverhältnisse waren ein Traum. So schöne Platzverhältnisse habe ich in unserer Liga noch nie gesehen." Für Rottenbach zählt nach diesem Freitagabend vor allem eines: Der vierte Sieg im vierten Spiel hält die Mannschaft in der Tabelle ganz vorne. Der Erfolg in Bruckmühl kam nicht durch einen kurzen Lauf zustande, sondern durch die schnelle Antwort auf den Rückstand, eine starke Phase nach dem 1:1 und eine Mannschaft, die laut ihrem Sektionsleiter den Sieg unbedingt wollte.