In der 1. Klasse Mitte-West trennten sich der SV Fenastra Krenglbach und der SV Europlan Pram mit einem 2:2-Unentschieden. Für Co-Trainer Manuel Wiesner fühlte sich der Punkt nach dem späten Ausgleich dennoch nicht ganz rund an. Weil seine Mannschaft nach verhaltenem Beginn immer besser ins Spiel fand, über weite Strecken mehr vom Match hatte und laut Wiesner erneut zu viele Möglichkeiten ungenutzt ließ, blieb aus Pramer Sicht vor allem eines hängen: Es wäre auch mehr drin gewesen.

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Krenglbach kam laut Wiesner besser aus den Startlöchern und hatte in der Anfangsphase leichte Vorteile. Schon in der 8. Minute gingen die Gastgeber durch Alexander Niedersüss mit 1:0 in Führung, wobei Prams Co-Trainer dabei gleich den ersten wunden Punkt des Nachmittags ausmachte: „Wir kriegen mit der ersten Chance, mit einem Standard, das 1:0.“ Danach drehte sich die Partie aus seiner Sicht aber Schritt für Schritt. „Die ersten zwanzig Minuten waren mit leichten Vorteilen für Krenglbach, ab der zwanzigsten Minute eigentlich mit Vorteilen für den SV Pram“, sagte Wiesner. Dieser Umschwung zeigte sich auch am Spielstand, als Jacub Przybylko in der 25. Minute das 1:1 erzielte. Noch vor der Pause ließ Pram laut Wiesner zwei weitere gute Möglichkeiten liegen, die auf der Linie geklärt wurden.
Auch nach dem Seitenwechsel sah Wiesner seine Mannschaft am Drücker. „Zweite Halbzeit rennt eigentlich vieles auf unserer Seite. Wir spielen gut, spielen Richtung Krenglbacher Tor“, schilderte er den Verlauf nach dem Seitenwechsel. Umso ärgerlicher war aus Pramer Sicht, dass Krenglbach nach 70 Minuten wieder zuschlug und durch Petar Rajic das 2:1 machte. Für Wiesner passte das ins Bild, denn gerade bei ruhenden Bällen hatte er den Gegner stark gesehen: „Krenglbach war immer gefährlich bei Standardsituationen, beide Tore fielen aus Standards.“ Pram musste also erneut einem Rückstand nachlaufen, schaffte in der Schlussphase aber noch die Antwort. In der 86. Minute traf Ádám Martin Nyul zum 2:2. Wiesner sprach danach aber trotzdem von einem „bitteren 2:2“, weil nach dem 2:2 sogar noch zwei Hochkaräter auf den Sieg vergeben wurden.
Die Pramer Sicht nach Schlusspfiff war damit klar: Der Punkt ist nicht wertlos, zufrieden war man damit aber nicht. „Über 90 Minuten ist das Spiel doch in unsere Richtung gegangen“, sagte Wiesner, der seiner Mannschaft abgesehen von der Anfangsphase einen guten Auftritt bescheinigte. „Wir waren spielerisch, fußballerisch aktiv, waren gut im Spiel und hätten uns aufgrund dessen auch mehr verdient gehabt.“ Dass es am Ende trotzdem nur zu einem Remis reichte, führte er einmal mehr auf ein bekanntes Thema zurück. „Wir vergeben viel zu viele Chancen, und gefühlt ist jede Chance des Gegners ein Gegentor“, sagte der Co-Trainer offen. Ausreden suchte er dabei keine, auch nicht beim Unparteiischen, den Wiesner ausdrücklich nicht als Einflussfaktor sehen wollte. Für den SV Pram bleibt nach diesem 2:2 deshalb vor allem die Aufgabe, an der Chancenauswertung zu arbeiten. Genau dort, so machte es Wiesner deutlich, muss seine Mannschaft den nächsten Schritt machen.