In der 1. Klasse Mitte-West hat sich der SV Europlan Pram gegen den SK Blau Weiss Stadl-Paura mit einem 2:2-Unentschieden begnügen müssen. Nach einer schwachen ersten Halbzeit lag Pram zur Pause 0:1 zurück, drehte die Partie nach dem Seitenwechsel aber durch einen Doppelpack von Jacub Przybylko. Dass am Ende nur ein Punkt blieb, hatte aus Sicht von Rainer Wöllinger mehrere Gründe.

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Der sportliche Leiter machte nach dem Schlusspfiff kein Geheimnis daraus, dass ihm der Auftritt seiner Mannschaft in der ersten Hälfte nicht gefallen hatte. „Es war eine durchwachsene Leistung“, sagte Wöllinger und wurde bei seiner Einordnung deutlich: „In der ersten Halbzeit waren wir zu wenig aggressiv und haben zu viele Fehler gemacht.“ Dazu kam für ihn, dass das Spiel insgesamt nicht das Niveau hatte, das Pram in den vergangenen Wochen gezeigt hatte. Gleichzeitig verwies er aber auch auf die personelle Situation. „Wir haben sehr, sehr viele Ausfälle gehabt“, sagte Wöllinger. In dieser Phase ging Stadl-Paura in der 35. Minute durch Mirza Mahmuljin mit 1:0 in Führung, und mit diesem Rückstand ging es auch in die Kabinen.
Gerade deshalb war der Beginn nach der Pause für die Gastgeber so wichtig. Pram kam mit einem Treffer aus der Kabine zurück, denn Jacub Przybylko stellte unmittelbar nach Wiederbeginn in der 46. Minute auf 1:1. Für Wöllinger war genau das die Szene, die seinem Team neuen Schwung gegeben hat. „Der Ausgleich war der Dosenöffner für uns, und dann sind wir besser ins Spiel gekommen“, sagte er. Diese zweite Halbzeit war aus seiner Sicht überhaupt der klare Gegenpol zu den ersten 45 Minuten. „Was gut funktioniert hat, war, dass man sich nach einer schlechten ersten Halbzeit in der zweiten Halbzeit gesteigert hat.“ Pram blieb damit am Drücker und belohnte sich in der 60. Minute erneut, als Przybylko auch das 2:1 erzielte. Wöllinger sah darin keinen Zufall: „Unsere Tore haben wir gut herausgespielt.“
Ganz zufrieden konnte der SV Pram mit dem Sonntagnachmittag am Ende trotzdem nicht sein. Zum einen, weil die Führung nicht über die Zeit gebracht wurde, zum anderen, weil Wöllinger bei beiden Gegentreffern mit den Entscheidungen von Schiedsrichter Hartinger haderte. Vor allem das 0:1 blieb für ihn ein Thema. „Das erste Tor war aus unserer Sicht ein klares Foul am Tormann. Der Torwart hatte den Ball schon in der Hand, und das Leder wurde ihm noch einmal aus der Hand geschlagen“, sagte er. Beim Ausgleich zum 2:2 in der 82. Minute, den wieder Mahmuljin erzielte, war aus Pramer Sicht ebenfalls Diskussion drin. „Den Elfmeter kann man geben, muss man aber nicht“, meinte Wöllinger. Gleichzeitig wollte er das Ergebnis nicht nur auf diese Szenen schieben. „Gefehlt hat, dass wir unsere Chancen verwerten“, sagte er, denn neben den zwei Treffern habe Pram noch „zwei richtig gute Chancen“ gehabt, um die Partie zu entscheiden. So blieb es beim 2:2, mit dem Pram nach zehn Runden bei 13 Punkten hält. Was Wöllinger gefreut hat: „Was sehr positiv war, ist, dass unsere 1b-Mannschaft einen Heimsieg einfahren konnte.“