Nach dem 1:0-Auswärtssieg bei ASKÖ Blaue Elf Linz in der 1. Klasse Mitte ordnete Endrico Schmoll, Trainer von SPG Stahl Linz FC / Ebelsberg, die Partie als intensives Duell auf Augenhöhe ein. „Es ist viel hin und her gegangen, muss ich sagen. Unser Gegner war bei Standards gefährlich, insgesamt war es ein ausgeglichenes Spiel“, erklärte er. Mit Blick auf die Tabellenkonstellation ergänzte Schmoll: „Unser Gegner ist Herbstmeister und steht immer noch am ersten Platz. Vor dem Spiel waren es sieben Punkte Abstand, jetzt sind es vier. Es war Erster gegen Dritten – ein starkes Spiel.“

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Schmolls Rückblick auf die 90 Minuten bleibt konsistent: Balance auf dem Feld, Chancen auf beiden Seiten. „In der 1. Halbzeit hatten wir sehr gute Möglichkeiten, in der 2. Halbzeit auch einige“, so der Coach. Die Führung fiel unmittelbar nach Wiederanpfiff: In der 46. Minute traf Benjamin Sylemani zum 1:0. „Es war so ein Spiel, in dem wir wussten: Die Mannschaft, die das erste Tor erzielt, wird wahrscheinlich gewinnen.“
Die letzten 20 Minuten wurden zur Bewährungsprobe. Schmoll schildert eine Blaue Elf, die alles auf den Ausgleich setzte: „Am Schluss waren sie gefährlicher, weil sie den Ausgleich erzwingen wollten. Die letzten 20 Minuten haben sie ordentlich Druck gemacht, und wir haben verteidigt und den Sieg nach Hause gebracht.“ Entsprechend stand in der Schlussphase vor allem kompakte Defensivarbeit im Mittelpunkt.
Auf die Frage nach einem Spieler des Tages stellte Schmoll den Kollektivgedanken in den Vordergrund: „Heute war es die ganze Mannschaft. Ich kann keinen Einzelnen besonders nennen.“ Taktisch sah er seine Ideen bestätigt: „Wir haben geduldig gespielt, ohne unnötigen Druck, und auf Fehler des Gegners spekuliert – das ist uns heute gut gelungen.“ Überschattet wurde der Abend von einer Verletzung: „Tarek Emam ist verletzt im Krankenhaus“, so Schmoll, der zugleich betonte, dass sein Team ansonsten vollständig und bereit in dieses Spitzenspiel gegangen war.