Im Heimduell zwischen Union BS-PrintStore Pucking und ASKÖ Luftenberg überwog nach Abpfiff die Zufriedenheit: Trainer Adis Ferhatovic sprach von klarer Kontrolle vor der Pause, einem verdienten 2:0 und einer zweiten Hälfte mit vielen Unterbrechungen. In der 1. Klasse Mitte richtet er den Blick bereits nach vorn – mit dem klaren Auftrag, beim nächsten Auswärtsauftritt erneut drei Punkte mitzunehmen.

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Schon in der ersten Halbzeit zeichnete sich die Statik der Partie deutlich ab: Pucking hatte mehr Ballbesitz, bestimmte das Tempo und drückte auf die Führung, während Luftenberg abwartete. „In der ersten Halbzeit waren wir klar am Drücker, Luftenberg hat eher abgewartet“, so Ferhatovic. Folgerichtig fiel kurz vor der Pause das 1:0: In der 42. Minute traf Alexander Lettner, mit diesem Ergebnis ging es in die Kabinen. Nach dem Seitenwechsel wurde es chancenärmer, die Zweikämpfe intensiver – bis Pucking in der Schlussphase den Deckel draufmachte. In Minute 75 erhöhte Adrien Gigl auf 2:0 und sorgte für die Entscheidung. Ferhatovic zur Chancenbilanz: „Vor der Pause hatten wir mindestens zwei, drei hundertprozentige Möglichkeiten und eine genutzt. Danach gab es auf beiden Seiten weniger. Luftenberg setzte vereinzelt Nadelstiche über schnelle Aktionen, wirklich zwingend waren sie selten – wir blieben gefährlicher.“
Ruhende Bälle brachten kaum Ertrag – ein Detail, das zum Gesamtbild passte. „Keine der beiden Mannschaften wurde durch Standards richtig gefährlich. Wenn, dann eher Luftenberg mit zwei ordentlichen Ansätzen nach Freistoß oder Ecke. Wir kamen eher aus dem Spielverlauf zu Möglichkeiten“, erklärte Ferhatovic. Pucking nutzte seine klare Phase vor der Pause zur Führung und behielt später die Nerven, als die Partie ruppiger und zerfahrener wurde. Der Sieg resultierte aus Kontrolle und Klarheit in den Schlüsselszenen.
Mit zunehmender Spieldauer verlagerte sich das Duell vom Spielerischen ins Körperliche. „Erst spielbetont, dann sehr kampfbetont – teilweise etwas dreckig und entsprechend hitzig“, bilanzierte Ferhatovic. Strittige Szenen sah er keine, bemängelte jedoch die fehlende Linie in manchen Pfiffen: „Mal wurde eine Kleinigkeit, mal ein gröberes Foul nicht gepfiffen – in so einer hitzigen Partie ist das schwer.“ Nach dem gelungenen Auftritt gilt der Fokus bereits der nächsten Aufgabe: „Unser Ziel ist klar: die nächsten drei Punkte mitnehmen. Oben lässt jeder einmal Federn – das wollen wir nutzen.“