Spielberichte

Joachim Taferner (ASKÖ Luftenberg): „Wir wollen schnell aus dem Tabellenkeller“ – 1:4 bei SPG Neue Heimat Linz/Edelweiss 1b

Neue Heimat/Edelweiss 1b
ASKÖ Luftenberg

Aus der Sicht von Joachim Taferner prägten früher Rückschlag und verpasste Momente das Auswärtsspiel der ASKÖ Luftenberg bei der SPG Neue Heimat Linz/Edelweiss 1b in der 1. Klasse Mitte. Der Trainer sprach von einem frühen Gegentor, das den Matchplan ins Wanken brachte, und hob zugleich eine kämpferische Phase nach der Pause hervor – ehe Effizienz und Wucht des Gegners die Partie entschieden.

Verschiedene Fußballtore auf einem Trainingsplatz

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Früher Rückschlag, langer Anlauf

Schon in der 4. Minute lag Luftenberg mit 0:1 zurück, als Arian Bajraktari für die Gastgeber traf. Das deckt sich mit der Einschätzung des Coaches: „Wir haben sehr früh ein Gegentor kassiert, das uns aus dem Konzept gebracht hat. Deshalb sind wir schwer in die Partie gekommen und konnten unseren Matchplan zunächst nicht umsetzen.“ Mit der Zeit stabilisierte sich sein Team, im letzten Drittel fehlte jedoch häufig der entscheidende Pass, sodass klare Chancen rar blieben. Zur Pause stand es 0:1 – der Ausgang blieb trotz Rückstands offen.

Schwung nach der Pause – und der Nackenschlag

Nach Wiederbeginn sah Taferner seine Mannschaft am Drücker: Man nahm den Schwung mit, drückte bis zur 60. Minute auf den Ausgleich und hätte ihn sich aus Trainersicht durchaus verdient. Genau in dieser Phase folgte die kalte Dusche: Lenny Pohlmüller erhöhte in der 64. Minute auf 0:2 – „gefühlt aus dem Nichts“, so Taferner. Nur wenig später stellte Armin Memic in Minute 67 auf 0:3. Der zuvor mühsam aufgebaute Schwung war dahin. „Ab diesem Zeitpunkt haben wir uns ein wenig unterkriegen lassen, und die letzten 25 Minuten waren von uns insgesamt zu wenig“, resümierte der Coach.

Zweikämpfe, Standards und der Blick nach vorne

In Summe blieb die Chancenbilanz klar: Luftenberg hatte laut Taferner eher wenige klare Möglichkeiten – etwa vier bis fünf –, die SPG Neue Heimat Linz/Edelweiss 1b dagegen rund zehn oder mehr. Das Ballbesitzverhältnis war aus seiner Sicht ausgeglichen; die Linzer setzten mit vielen hohen Bällen hinter die Kette auf Direktheit und nutzten ihre Gelegenheiten konsequent. Bei ruhenden Bällen ergab sich kein nennenswerter Vorteil: Einige Freistöße aus dem Halbfeld sowie zwei, drei Ecken der Gäste brachten keine große Gefahr, die Hausherren wurden ein, zwei Mal gefährlich, ohne dass Standards spielentscheidend waren. Der Charakter der Partie war klar körperbetont, technisch phasenweise ordentlich, phasenweise fehlerhaft – auf beiden Seiten. In der Schlussphase meldete sich die ASKÖ noch einmal: Hannes Ausserwöger verkürzte in der 82. Minute auf 1:3, ehe Ardit Zendelji in Minute 86 den 1:4-Endstand herstellte. Strittige Szenen gab es nach Einschätzung des Trainers nicht; der Schiedsrichter machte eine gute Partie. Der Ausblick bleibt trotz Niederlage positiv: „Wir wollen jetzt endlich Punkte machen und so schnell wie möglich aus dem unteren Tabellenfeld heraus.“

1. Klasse Mitte: Neue Heimat/Edelweiss 1b : Luftenberg - 4:1 (1:0)

  • 86
    Ardit Zendelji 4:1
  • 82
    Hannes Ausserwöger 3:1
  • 67
    Armin Memic 3:0
  • 64
    Lenny Pohlmüller 2:0
  • 4
    Arian Bajraktari 1:0