In der 19. Runde der 1. Klasse Mitte feierte ASKÖ Blaue Elf Linz bei ASKÖ Dionysen/Traun einen hart erkämpften 1:0-Auswärtssieg. Nach torloser Pause entschied in Minute 77 David Christian Hutter die Partie. Trainer Gheorge Cosmin Cibu sprach von einem intensiven Duell auf unebenem Geläuf und ungewöhnlicher Wärme und nannte den Treffer „erlösend“, zugleich „kurios“ wegen eines möglichen Handspiels davor. Sein Fazit: drei mühsam verdiente Punkte gegen eine robuste Heimmannschaft.

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Beide Teams lieferten vom Anpfiff weg ein körperbetontes Spiel, in dem jeder Meter umkämpft war. Cibu hatte genau damit gerechnet: „Es war die erwartete schwere Partie, das Spiel wurde sehr intensiv geführt – von beiden Mannschaften.“ Neben der Härte im Duell machte die Umgebung ihren Teil: „Der Platz war relativ uneben, und die unerwartet hohe Temperatur hat beiden zu schaffen gemacht.“ So entwickelte sich eine Begegnung mit viel Einsatz, aber ohne frühe Belohnung. Chancen waren vorhanden, der letzte Punch fehlte zunächst. „Wir haben einige Chancen gehabt, haben’s aber nicht geschafft, das Tor zu erzielen“, erklärte der Linzer Coach, der zugleich vor der Pause immer wieder gefährliche Nadelstiche der Gastgeber sah. Zur Halbzeit stand es folgerichtig 0:0 – ein Ergebnis, das den zähen, aber fairen Kampf bis dahin gut abbildete.
Als die Kräfte schwanden, fiel die Entscheidung. In der 77. Minute stellte David Christian Hutter auf 0:1 – der goldene Moment des Abends. Für Cibu war genau dieser Augenblick der Knackpunkt: „Entscheidend war der Moment, wo wir das Tor gemacht haben.“ Wie es dazu kam, schilderte er mit einem Blick auf den Entstehungsweg: „Es war eine schöne Aktion über unsere rechte Seite, der Ball kam in die Box.“ Den Abschluss selbst sah er nur eingeschränkt: „Unser Spieler stand mit dem Rücken zu mir. Vom Lauf des Balles glaube ich, dass er ihn sich zuerst an die Hand geschossen hat und dann im zweiten Anlauf getroffen hat.“ Deshalb sprach Cibu offen von einem „relativ kuriosen“ Treffer, den er sich „auf der Videoaufnahme noch einmal anschauen“ will – und betonte zugleich: „Für uns war das 1:0 sehr, sehr erlösend.“
Dass Blaue Elf am Ende jubelte, führte der Trainer nicht nur auf den Torschützen zurück, sondern vor allem auf Grundtugenden. „Ich möchte meiner Mannschaft die hohe Bereitschaft anerkennen, bedingungslos in die Zweikämpfe zu gehen“, sagte Cibu. Es sei zudem „die Bereitschaft spürbar gewesen, sich gegenseitig zu helfen und zu coachen“. Genau das, so der Coach, „macht die blaue Elf aus“. Gleichzeitig streute er den Gastgebern Respekt: „Überrascht haben sie uns nicht. Wir wussten, dass das eine sehr robuste Mannschaft ist, die alles in die Waagschale wirft.“ Dionysen habe es den Linzern „sehr schwer gemacht, Chancen auszuarbeiten“ und sie „eigentlich überall bekämpft, wo’s nur gegangen ist“. In Summe ein Abend, an dem Mentalität und gemeinsames Arbeiten den Ausschlag gaben.
Auch zur Spielleitung fand Cibu Worte – mit der nötigen Distanz. „Grundsätzlich steht es mir nicht zu, die Leistung des Schiedsrichters zu bewerten. Das machen die Spezialisten“, hielt er fest. Wahrgenommen hat er dennoch eine strenge Linie „speziell gegen Dionysen“, mit „einigen gelben Karten, die vielleicht nicht notwendig gewesen wären“. Grobe Fouls oder strittige Szenen sah er nicht: „Es waren keine groben Fouls dabei, keine strittigen Situationen. Er hat seine Linie durchgezogen und oft Gelb gezeigt, wenn die Dionysen-Spieler etwas gesagt haben.“ Beim Blick aufs Ergebnis blieb Cibu realistisch: „Wir haben uns einige Chancen erarbeitet, das Tor aber lange nicht gemacht. Wir haben glücklich das 1:0 in der 77./78. Minute erzielt. Wenn’s 0:0 ausgeht und Dionysen einen Punkt mitnimmt, wäre das auch in Ordnung gewesen – sie haben 120 Prozent Einsatz gezeigt.“ Für die Linzer bleibt unterm Strich ein wichtiger Auswärtssieg, der vor allem dank Haltung und Zusammenhalt eingefahren wurde – genau diese Tugenden will Cibu in die nächsten Aufgaben mitnehmen.