In der 1. Klasse Mitte gewann ASK St. Valentin 1b gegen ATSV VLAD St. Martin/Traun mit 1:0. Niklas Gruber stellte in der 34. Minute auf 1:0, zur Pause blieb es dabei. Trotz einer laut Trainer Andreas Umhaller strittigen Gelb-Roten kurz darauf verteidigte seine junge Truppe den Vorsprung konsequent. „Wir waren von Anfang an die bessere Mannschaft und auch zu zehnt überlegen“, sagte der Coach – und sprach vom lange ersehnten ersten Saisonsieg.

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Vom Anpfiff weg hatte St. Valentin 1b mehr vom Spiel, suchte die Tiefe und kam zu den klareren Momenten. In Minute 34 belohnte sich das Heimteam: Nach Umhallers Schilderung fiel das Tor, weil „eine hohe Flanke per Kopf verlängert wurde. Der Torwart erwischte den Ball nicht, und Niklas Gruber stand allein vor ihm und musste nur einschieben.“ Kaum war die Führung da, wurde es brenzliger: In der 37. Minute sah St. Valentin laut seinem Trainer eine Gelb-Rote Karte. „Dann ist es ein wenig schwierig geworden“, gab Umhaller zu – gleichzeitig betonte er: „Auch zu zehnt waren wir die bessere Mannschaft.“ Die Gäste fanden seiner Ansicht nach kaum Abschlüsse, „nicht wirklich eine Chance, die gefährlich gewesen wäre.“ Mit dem 1:0 zur Pause im Rücken blieb der Plan klar: kompakt stehen, Wege zulaufen und den einen Treffer mit Geduld und viel Laufarbeit absichern.
Der entscheidende Unterschied lag für Andreas Umhaller weniger in einer Szene als in der Haltung seiner Elf. „Die Mannschaft war motiviert und hat kämpferisch eine super Leistung gezeigt“, sagte er, und legte nach: „Einstellung, Moral, Laufbereitschaft, die Motivation, endlich den ersten Sieg zu erringen – das hat gepasst.“ Auch in Unterzahl blieb seine Truppe griffig, verschob sauber und suchte immer wieder Entlastung. Gleichzeitig blieb der Coach realistisch, was die nächsten Schritte betrifft: „Am Spielaufbau müssen wir noch arbeiten, damit wir das Spiel noch mehr in den Griff bekommen.“ Dass in den vergangenen Wochen bereits Vieles gestimmt hat, unterstrich er ausdrücklich: „Wir waren in den letzten Spielen schon gut, nur hat der entscheidende Moment gefehlt, um die drei Punkte zu holen.“ Diesmal stimmten Einsatz und Ertrag – und genau darauf will St. Valentin 1b aufbauen.
Zum Gegner fand Umhaller klare Worte. „Ich war enttäuscht von St. Martin. Die Mannschaft ist nicht intakt, da ist sehr viel Unruhe“, meinte er und leitete daraus sogar einen Vorteil für seine Elf ab: „Dadurch war es für uns leichter, sie waren nicht wirklich zu hundert Prozent top motiviert.“ Für Diskussion sorgte die Ampelkarte kurz vor der Pause. „Strittig war die Gelb-Rote für unseren Spieler, obwohl er wirklich nichts gesagt hat“, erklärte der Trainer. Die Szene sei „aus einer klaren Abseitsstellung“ entstanden; sein Akteur habe nur „Das war Abseits“ gesagt und erst Gelb, dann unmittelbar Gelb-Rot gesehen. Bei aller Kritik blieb Umhaller fair im Urteil über das Gespann: „Die Schiedsrichterleistung war im Großen und Ganzen gut. Er hat es sich teilweise nur selbst ein bissl schwer gemacht.“ Am Ende überwog bei den Gastgebern das Gefühl, sich den Sieg auch in Unterzahl ehrlich erarbeitet zu haben.
Mit dem 1:0 in Runde 19 nimmt St. Valentin 1b wichtige Moralpunkte mit – und erstmals die vollen drei Zähler, wie es der Trainer formulierte. In der Tabelle steht der Aufsteiger weiterhin am Ende (Rang 14, drei Punkte nach 19 Spielen), umso wertvoller ist der Erfolg gegen einen Gegner aus der oberen Region: ATSV St. Martin/Traun hält bei 33 Punkten und rangiert auf Platz vier. „Wir arbeiten sehr gut unter der Woche“, betonte Umhaller. „Jetzt haben wir die drei Punkte, und wir wollen auf dem Weg weitergehen.“ Die Richtung ist vorgegeben: an den Basics festhalten, im Aufbau zulegen – und die neu gewonnene Gier auf Siege in die nächsten Partien mitnehmen.