In der 1. Klasse Mitte lieferte die SPG Stahl Linz FC / Ebelsberg dem SV Franckviertel Linz ein wildes 3:3, das vom hohen Tempo und vielen Offensivaktionen lebte. Beide Teams trafen früh nach Eckbällen, Ebelsberg ging nach der Pause 3:2 voran, kassierte aber kurz vor Schluss den Ausgleich. Trainer Endrico Schmoll sprach von „einem offenen Spiel“, fand aber auch klare Worte für die verpasste Chance auf drei Punkte: „Drei Tore – da sollte eigentlich ein positives Ergebnis rauskommen.“

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Es war von Beginn an genau jene Partie, die beide Lager erwartet hatten: flott, offen, mit schnellen Wegen nach vorne. „Ein temporeiches, offensives Spiel von beiden Seiten, ein offenes Spiel“, fasste Endrico Schmoll zusammen. Früh stellte Franckviertel auf 0:1, Gregor Hoflehner traf nach neun Minuten nach einem Eckball. Der Ebelsberger Ausgleich folgte konsequent – und ebenfalls nach einer Standardsituation: Raschid Azek traf in Minute 23 zum 1:1. „Der erste Treffer von Franckviertel kam nach einer Ecke.Unser Ausgleich auch – nach einem Eckball aufs lange Eck“, beschrieb Schmoll die Muster der Anfangsphase. Nach einer halben Stunde legten die Gäste erneut vor: Yorro Baldeh traf zum 1:2. Ebelsberg steckte nicht zurück, blieb am Drücker und stellte kurz vor der Pause auf 2:2 – Benjamin Sylemani traf in der 40. Minute, mit diesem Spielstand ging es in die Kabinen.
Nach dem Seitenwechsel hatte Ebelsberg mehr vom Spiel, das Passspiel lief, die Kombinationen griffen. „Spielerisch war das sehr gut. Das Passspiel hat gut funktioniert, viele Aktionen über schöne Kombinationen“, lobte Schmoll seine Mannschaft. Die Belohnung folgte in Minute 67: Darius Neamtu traf zum 3:2 und drehte die Partie vorerst auf Heimkurs. Chancen für die Vorentscheidung waren da – reichlich sogar. „Wir hatten viele Chancen, vier klare Hundertprozentige – die haben wir liegen lassen“, ärgerte sich der Coach. Was vorne liegen blieb, rächte sich hinten, zumal die Defensive an diesem Tag nicht die übliche Stabilität hatte. Vor Schluss fiel dann das 3:3: Husam Asaf glich in der 85. Minute für Franckviertel aus – ein später Nackenschlag nach starkem Auftritt.
Schmoll hatte den Gegner genau so erwartet. „Die haben gute individuelle Spieler und sind eine gute Mannschaft.“ Dass die Tore am laufenden Band fielen, überraschte ihn nicht – auch mit Blick auf das Hinspiel. „In der Hinrunde waren wir die Glücklichen mit dem späten Unentschieden, diesmal war Franckviertel mit dem späten Ausgleich glücklich“, ordnete er das Remis ein. Auch die Kulisse passte: „Für die Zuschauer – es waren wohl über 200 da – war das ein schönes Spiel.“ Diskussionen über den Schiedsrichter gab es keine: „Im Großen und Ganzen hat am Feld alles gepasst.“ In der Tabelle bleibt Ebelsberg mit 36 Punkten nach 19 Runden Zweiter, Franckviertel hält bei 29 Zählern auf Rang sechs. Schmolls Ansatz für die nächsten Wochen ist klar: hinten wieder mehr Sicherheit, vorne die Chancen konsequenter nützen – dann werden solche Spiele wieder gewonnen.